1. September 2015 admin

.TAMRON SP 15-30MM F/2.8 Di VC USD – LIEBLINGSSPIELZEUG UND ARBEITSTIER

// Eigentlich schreibe ich ja eher selten etwas zur Technik und auch Produktreviews sind auf meinem Blog eher die Ausnahme. Da die meisten Anwender aber vornehmlich etwas veröffentlichen, wenn es etwas zu meckern gibt, will ich mich dem mal entgegenstellen und schreibe heute mal etwas Positives! Damit das gleich klar ist: Ihr werdet in meinem Bericht keine Messtabellen finden und Siemenssterne werde ich auch nicht fotografieren. Weiterhin interessiert mich die Schärfe in den Ecken nur peripher. Bei mir geht es um die Praxis, denn die ist es, die wirklich zählt. Dabei möchte ich auch gar nicht allzu viele Worte verlieren, sondern primär einige Bilder aus den unterschiedlichen Bereichen vorstellen, die mit dem Tamron SP 15-30mm Weitwinkel Objektiv F/2.8 Di VC USD aufgenommen wurden. An dieser Stelle möchte ich auch direkt anführen, dass aunsahmslos alle hier gezeigten Bilder bearbeitet wurden. Mal mehr und mal weniger! Die mögliche Kritik man könne mit den Bildern als Beispielbilder nichts anfangen nehme ich dabei gern in Kauf. Ich arbeite nach der Philosophie, dass eine Nachbearbeitung (bei mir übrigens zu 95% ausschließlich eine Entwicklung in Lightroom) zum Workflow dazugehört und das am Ende das fertige Bild zählt. Somit verstehe ich Beispielbilder immer so, dass sie mir zeigen, was prinzipiell möglich ist.

Aber nun zum Kern der Sache: Ich habe lange Zeit mit einem Walimex pro 14/2,8 IF an der D800 bzw. D810 fotografiert und habe damit auch einige meiner schönsten Aufnahmen überhaupt gemacht. Daher habe ich bis zum Sommer 2015 nie die Notwendigkeit eines Wechsels auf das Nikon-Pendant (14-24) gesehen, zumal dieses mit rund 1.600Euro einen ordentlichen Preis aufruft. In letzter Zeit hat sich mein Hauptanwendungsgebiet allerdings auf Hochzeiten und Konzerte verlagert, so dass eine Weitwinkeloptik mit einem Autofokus wieder in meine Überlegungen floss.

Anfangs stand da natürlich das bereits oben erwähnte Nikkor ganz oben auf meiner Liste. Nachdem ich mich allerdings etwas länger mit dem Thema auseinandergesetzt und mir einige Tests zum Tamron SP 15-30mm angesehen hatte, wurde ich immer unentschlossener da sich beide Objektive scheinbar nicht viel geben was die Qualität anbelangt.

Schlussendlich ist es das Tamron geworden, da ich durch ein (damals) gutes Angebot eine Ersparnis von ca. 500 Euro gegenüber dem Nikon hatte (aktuell sind es gar rund 600 Euro) und mir die 30mm „nach oben“ passend für mein Anwendungsgebiet erscheinen. So bin ich mit zwei Kameras, dem Tamron an der einen und dem Nikkor 70-200 VRII an der anderen in den meisten Situationen hervorragend ausgestattet bei Konzerten und Trauungen. Ein Objektivwechsel entfällt somit in der Regel völlig.

Nun habe ich das Tamron bereits knapp drei Monate im Einsatz und ich kann eigentlich nur sagen, dass ich rundum zufrieden bin: Die Flexibilität mit den 30mm nach oben ist (für mich) toll und genau der Vorteil, den ich mir erhofft hatte. Insgesamt ist die Verzeichnung recht human und mit einem Klick in den Adobe-Programmen bei Bedarf behoben. Versehentlich habe ich auch schon Freihandbilder mit ausgeschaltetem VC gemacht, welche trotzdem scharf geworden sind. In Sachen Schärfe und Zuverlässigkeit kann ich also überhaupt nicht klagen. Der VC arbeitet – wie erwartet und angepriesen – hervorragend, so dass auch bei Dämmerlicht scharfe Aufnahme mit unvorstellbaren Einstellungen (1/4 Sekunde-1/1 Sekunde!!!) aus der Hand möglich sind! Als kleiner negativer Beigeschmack können die Größe und das Gewicht des Objektives angeführt werden, welches wirklich ein echter „Klopper“ ist. Das Bokeh ist kein weicher, Zeiss-artiges Sahnestück aber das ist bei dieser Brennweite auch nicht wirklich entscheiden.

Insgesamt kann ich nur die Empfehlung geben: Vergleicht und testet nicht so viel, sondern fotografiert. Und dafür ist dieses Objektiv ein Kracher.

Ich habe es bislang bereits bei einigen Festivals und Hochzeiten sowie einem People-Shooting eingesetzt. Gerade auf Hochzeiten möchte ich es bei Reportagesituationen manchmal gar nicht mehr von der Kamera nehmen. Der Brennweitenbereich erlaubt mir genügend Flexibilität um für die meisten Situationen gut gewappnet zu sein. Gruppenfotos, Partyfotos, die Location und dessen Stimmung, mal ein Portrait – alles kein Problem mit dieser Linse.

Bei Landschafstaufnahmen fehlen mir noch tiefgreifende Erfahrungswerte. Aber immerhin hatte ich es in meinem Sommer-Urlaub auch in der Fototasche, wo es auch nicht zu knapp zum Einsatz gekommen ist. Auch wenn dieses Mal die richtig außergewöhnlichen Motive für diese Brennweite fehlten, eignet es sich natürlich perfekt für viele Situationen wie Architekturaufnahmen in Städten oder einen schönen Ausblick. Aufgrund der Lichtstärke eignet sich sich natürlich auch immer wunderbar Indoor oder/und zum Freistellen von bestimmten Motiven.

Wer auf Portraits in Weitwinkel-Optik steht, bekommt ebenfalls etwas passendes geboten. Der größte Gewinn ist das Objektiv für mich allerdings in meinem Lieblingsfeld: Konzerte! Hier verdiene ich zwar kein Geld, aber es macht unglaublich viel Spaß. Mit dem Weitwinkel ist es möglich, besondere Aufnahmen zu machen die über die „normalen“ Konzertportraits (die ich allerdings trotzdem ebenso gern mag) hinausgehen. In diesem Bereich zeigt sich für mich übrigens auch der größte Zugewinn im Vergleich zum Walimex pro 14/2,8 IF. Schließlich war eine genaue Fokussierung mit dem Walimex in actionreichen Situationen auf Konzerten eigentlich immer unmöglich. Gerade in kleinen dunklen Location ist die Fokussierung hier oftmals Glückssache. Hier bleibt dann nur die Alternative, den Fokusring auf unendlich zu stellen. Das dieses natürlich auch nicht immer die beste Einstellung ist, dürfte klar sein.. Der Autofokus ist schon eine tolle Erfindung und wenn man Motive fotografiert die sich (oftmals sehr schnell) bewegen eigentlich auch unabdingbar. Aus heutiger Sicht für mich somit eigentlich auch nicht mehr unbedingt nachzuvollziehen, warum ich darauf freiwilillig so lange verzichtet habe.

Mein Fazit zu diesem Objektiv ist somit: Klare Kaufempfehlung! Ob es besser ist als das Nikon? Wen interessiert’s, wenn es so tolle Bilder macht, günstiger ist und mit seinem Brennweitenbereich genau den gewünschten Bereich abdeckt?

Hier nun die bereits zu Beginn des Artikels versprochenen Bilder aus den unterschiedlichsten Bereichen. Viel Spaß beim Anschauen und durchklicken:

20150801_Hochzeit_Witte_240

20150717_Hochzeit-91

20150731_Hochzeit_Kira+Sebastian-18 

Holstentor Lübeck

20150720-26_Urlaub_Ostsee+Oslo-266

Fram Oslo

fürstlich speisen an Board

Sonne und Mond

20150701_Rauch_Eisenbahn_Steppenwolf-112b

Parklichter-Festival_20150807-319

RoyalRepublic_Serengeti-Festival2015_FR-468

20150625_CampusFestival-23

Trailerpark_Serengeti-Festival2015_FR-871

Serengeti-Festival2015_SA-1-99

Madsen_Serengeti-Festival2015_SA-1-246

FuenfSterneDeluxe_Serengeti-Festival2015_SA-1-857

DillingerEscapePlan_Serengeti-Festival2015_SA-1-472

MarcusWiebusch_Serengeti-Festival2015_FR-148

MarcusWiebusch_Serengeti-Festival2015_FR-141

concert photographer at work

RoyalRepublic_Serengeti-Festival2015_FR-477

Weinberg in Bielefeld

Der Weg zur Burg

Die Sparrenburg im Sonnenaufgang

Alm Bielefeld

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