.ON THE STREETS IN BARCELONA

// Wenn ich in einer fremden Stadt bin und eine Kamera dabei habe, versuche ich immer möglichst einige Street-Aufnahmen zu machen. Bestenfalls sind sie charakteristisch für die Stadt, die Menschen und die dortige Lebensweise. Manchmal dokumentieren sie aber auch einfach nur das Leben in der Stadt. Bei meinem Ausflug nach Barcelona hatte ich meine kleine Fuji X20 immer bei mir, womit es problemos möglich ist einige Schüsse „aus der Hüfte heraus“ zu machen, um so möglichst authentische Fotos zu erhalten. Abseits der Aufnahmen von Touristenattrarktionen und einigen privaten Erinnungsfotos, die zu so einer Reise dazu gehören, sind diese Streetshots für mich ein wichtiges Ritual geworden, um authentische Erinnerungen an die Reise und die Stadt zu erhalten.

Weitere Fotos aus Barcelona findet Ihr übrigens hier!

.AUF MOTIVJAGD IM ECHTEN SPANIEN

// Der wichtigste Jahresurlaub will gut geplant sein. So sind die Erwartungen meist hoch und es ist beileibe nicht einfach allen gerecht zu werden. Und das schon gar nicht, wenn einer während des Urlaubes seiner fotografischen Leidenschaft nachgehen will. Ja, natürlich gibt es gerade im Urlaub unheimlich viele tolle, exotische Motive, die man zu Hause kaum finden würde. Trotzdem sollte der komplette Urlaub ja auch nicht nur daraus bestehen, ständig auf der Suche nach den tollsten Motiven zu sein. Schließlich will man selbst ja auch etwas zur Ruhe kommen und der Partner/die Partnerinnen oder die Mitreisenden möchten auch etwas von einem haben. Eine Lösung für dieses Problem ist es, sich ein Urlaubsziel auszusuchen, was allen Mitreisenden gerecht wird, so dass weder Urlaub noch die Fotografie zu kurz kommen, ohne dass sie zur Last wird. Ein solcher „Kompromiss“ war mit dem schlussendlichen Ziel Spanien allerdings schnell gefunden. Genauer gesagt: Der südlichste Gipfel Spaniens – die autonome Gemeinschaft Andalusien. Wer an Spanien denkt, denkt eigentlich an Andalusien, so sagt man. Schließlich hat vieles von dem, was wir mit Spanien in Verbindung bringen, seinen Ursprung in dieser Region. Flamenco, Stierkampf, schöne naturbelassene Strände, Olivenöl, Sherry, Weine … all das stammt von dort.

Aber neben seiner Geschichte und Tradition hat die Region auch eine Menge mehr anzubieten: Die großen Städte Sevilla, Málaga, Córdoba oder Granada mit der Alhambra sind ebenso weltweit bekannt wie Gibralter und sein berühmten Felsen, dieSierra Nevada im Süd-Osten und die Baderegionen wie die Costa del Sol.

An letzterer bezogen wir unser Quartier, um diverse Ausflüge zu unternehmen, die Region zu erkunden und natürlich auf die bereits erwähnte „Motivjagd“ zu gehen. Denn Andalusien hat vor allem eine ganze Menge für das Auge zu bieten: Die wunderschöne Landschaft genießt man am besten bei einer Überlandfahrt. Die Andalusische Landschaft ist so vielfältig, dass man als Mitteleuropäer schnell ins schwärmen geraten kann bei der Kombination aus Berglandschaften, satten Feldern und dramatischen Wolkenbewegungen, die von den zügigen Atlantikwinden verursacht werden. Auf den Landstraßen gibt es zig Möglichkeiten für eine Rast oder einen Fotostopp. Die extra eingerichteten Aussichtspunkte (spanisch = „mirador“) eignen sich hervorragend zu beidem, ohne die Straße verlassen oder sich auf gefährlichen Wegen durch das Gelände schlagen zu müssen. So gestaltete sich unser Ausflug durch die Berge nach Ronda, zu einem „optischem Gourmet“, was sich natürlich auch prompt auf die Speicherkarten übertrug. Dabei begegneten wir immer wieder den charakteristischen „weißen Dörfern“, welche oft an Berghängen gelegen, stolz ins Tal blicken. Gaucín ist eines dieser Dörfer, was auf unserer Route lag. Alleine die Durchquerung war ein Abenteuer für sich. Sind die Straßen doch mitunter so eng gebaut, dass auf jeder Seite vom Außenspiegel gerade mal ein Blatt Papier zwischen die Häuserwände passt (..und das bei einem kleinen Corsa..). Eine Rast in dem Dorf verdeutlichte uns seine „Echtheit“. Schließlich gab es hier keinen Tourismus, keine fliegenden Händler und keine überteuerten Restaurants.

Das Städtchen Ronda und vor allem die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad liegen auf einem steil abfallenden Felsplateau. Die zwei Stadtteile sind durch eine knapp 100 tiefe Schlucht getrennt. Um die Stadt zu verbinden wurde die sogenannte „El Puente Nuevo“ („neue Brücke“) gebaut, welche heute das charakteristische Symbol und meistfotografierte Motiv der Stadt darstellt.

Natürlich sollte nun auch die andalusische Hauptstadt besucht werden: Dabei konnte bereits der Weg unseres Urlaubsortes Estepona nach Sevilla landschaftlich absolut begeistern. Eigentlich kann man nach jedem Berg anhalten und ein neues – noch schöneres – Foto schießen. Leider fehlten hier die Aussichtsplätze dafür, weshalb die Stieraufzuchtfarmen und der Hauptteil des Naturschutzgebietes Parque Natural Los Alcornocales nur vom Auto aus betrachtet werden. Ein kleiner Stop an einer Raststätte machte es dennoch möglich, ein paar Impressionen auf den Sensor zu bannen. Das Highlight waren aber schlussendlich doch die riesigen Sonnenblumenfelder, welche sich in beträchtlicher Größe teilweise majestätisch vor uns erhoben. Die Sonnenblumen – welche im Landesinneren angebaut werden – gehören zusammen mit Zitrusfrüchten zum wichtigsten Anbauprodukt.

Sevilla ist mit 700.000 Einwohnern die Hauptstadt Andalusiens und insgesamt die viertgrößte Stadt Spaniens. Die Innenstadt bietet allerhand touristische Ziele, wie die Kathedrale Maria de la Sede – die größte gothische Kirche der Welt. Leider ist die Metropole aber auch so sehr touristisch ausgeschlachtet, dass an sich schöne Stadtviertel wie Santa Cruz mit seinen vielen kleinen Kneipen und Tapas Bars nicht wirklich zum längeren Verweilen einladen. So wird man doch andauernd von Bettlern und fliegenden Händlern belästigt und kann seinen Aufenthalt nicht wirklich genießen. Wir jedenfalls waren ein bisschen enttäuscht von dem, was Sevilla uns schließlich in der Realität anbieten konnte. Nichts desto trotz konnte ich hier schließlich eine große Zahl an spannenden Aufnahmen für meine Streetfotografie-Serie dieser Reise gewinnen – wobei natürlich (zugegebenermaßen) auch die üblichen Touristen- und Travelfotos nicht fehlen durften.

Bevor Granada und Málaga noch angesteuert wurden, blieb genügend Zeit die Atmosphäre am hiesigen Strand einzufangen. Da die Sonne hier leider nicht im Meer unter ging, blieb für spektakuläre Aufnahmen mit tollem Licht nur deren morgendliche Begrüßung übrig. Um kurz nach 7 sollte es soweit sein, was zwar ein frühes, aber keinesfalls zu frühes Aufstehen bedeutete. Schließlich ist die Atmosphäre mit dieser Lichtstimmung einfach unbezahlbar, was sich natürlich auch für die Fotos bewährte, die hier sogar mit Stativ und langen Belichtungszeiten realisiert werden konnten.

Nicht weit entfernt von unserem Hotel gibt es da ein Örtchen namens „Marbella“. Bevor es Mallorca für die Touristen gab, war das die spanische Anlaufstelle Nummer 1. Allerdings damals wie heute mit einem etwas mondänem Touch. Ein Besuch konnte die weit verbreiteten Vorurteile weitestgehend nicht bestätigen. Zwar sollte man sich gut überlegen, ob man hier sein Hotel beziehen möchte, aber einiges zu bieten, hatte das Städtchen auf jeden Fall. So konnten Altstadt und Strand-Promenade doch weitestgehend überzeugen, zumal es sogar möglich ist, hier für wenig Geld ein paar wirklich gute Tapas mit Blick auf’s Meer zu verspeisen.

Unsere letzte Tour führte uns zunächst ins etwa 250km entfernte Granada. Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada in Andalusien. Sie zählt ca. 240.000 Einwohner. Wichtigstes Gut der Stadt ist die mächtige Alhambra, welche den Ort überragt. Neben der Alhambra hat aber auch die Universität eine große Bedeutung. Hier studieren etwa 60.000 Menschen. Das Panorama wurde vom „Mirador de San Nicolas“ aufgenommen, von wo aus man den besten Blick auf die Alhambra und die Stadt Granada hat. Die Alhambra ist ein bedeutendes Bauwerk aus der maurischen Zeit. Die Residenz der maurischen Könige wurde im 13. und 14. Jahrhundert gebaut und ist Befestigungsanlage, die aus mehreren Festungen besteht. Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und Weltkulturerbe. Die Stadt an sich konnte uns leider nicht überzeugen noch längere Zeit dort zu bleiben, weshalb mit Málaga auch bereits das nächste Ziel anvisiert wurde.

Málaga ist mit ca. 560.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Andalusiens. Neben dem Flughafen, der täglich tausende Touristen auffängt, hat sie auch allerhand zu bieten: Der Hafen wurde in den letzten Jahren komplett neu gestaltet. Auch sonst kann sich die Metropole sehen lassen. Ein schicker Innenstadtbereich lädt zum Schlendern und verweilen in einer vielen Tapas-Bars ein. Dabei wird man auch nicht permanent von Bettlern oder übereifrigen Verkäufern und Touristenabzockern bedrängt, wie in anderen (andalusischen) Metropolen und Touristenorten. Auf dem Castillo de Gibralfaro und der benachbarten Aussichtsplattform hat man einen grandiosen Blick über Stadt und Hafen, was wiederum zu tollen Aufnahmen aber auch zu fantastischen Erinnerungen führte.

Alles in Allem ist Andalusien sicherlich ein Reiseziel, was man im Grunde jedem empfehlen kann. Hier sollte jeder sein Glück finden können. Egal ob Pauschalurlauber, Backpacker oder eben „Motivhunter“. An Erlebnissen und Motiven blieb trotz der großen Anzahl an wunderbaren Fotos natürlich noch einiges auf der Strecke, was in der Zeit nicht mehr realisierbar war. So bleiben aber auch direkt noch Ziele für einen weiteren Besuch im Hinterkopf. Und den wird es sicherlich geben!

zur Galerie!

 

 

 

 

 

 

 

.KONTAKT