.CAMPUS FESTIVAL BIELEFELD 2015

// Wahnsinn! Mit 19.500 Besuchern vermeldete das erste Bielefelder Campus-Festival bereits “ausverkauft”. So gab es erst gar keine Tageskasse und diejenigen, die es verpasst hatten sich rechtzeitig mit den günstigen Tickets einzudecken mussten/durften das Geschehen immerhin aus der Ferne verfolgen. Beliebt waren die dabei die angrenzenden Parkhäuser und der Gang von der Bahnhaltestelle zum Hauptgebäude. Aber von vorne: Während wir arbeitsbedingt erst gegen 17 Uhr am Gelände eintrafen, machten es sich viele Besucher schon vorher nett auf dem Campus. Um 15 Uhr öffneten die Tore und bereits eine Viertelstunde später startete das Programm mit dem Hörsaal Slam. Viele der größtenteils jungen Besucher waren aber gar nicht wirklich wegen den Künstlern auf den Bühnen gekommen. Es ging ihnen mehr um die Atmosphäre und die Party überhaupt. Das war ihnen auch oftmals anzumerken. Dieser Umstand ist mitunter etwas ärgerlich für diejenigen die vornehmlich der Musik wegen da waren oder gar um einen bestimmten Künstler zu sehen. Man kann es den jungen Studentinnen und Studenten aber nicht zum Vorwurf machen. Schließlich war es ja ihr Fest und das sollten sie natürlich auch in allen Zügen genießen und auskosten. Es sei ihnen gegönnt!

20150625_CampusFestival-435

Direkt nach unserer Ankunft durften wir CHEFBOSS aus Hamburg auf der 2. Hauptbühne erleben. Die beiden Mädels verwandelten samt DJ und einer kleinen Crew an Tänzerinnen die Bühne zu einem Dancefloor. Eine Mischung aus Dancehall, Hip-Hop und Dub erinnert mitunter an SEEED und eignet sich natürlich zur völligen Party-Ekstase. Zu späterer Stunde in einem kleinen Club dürfte das eine grandiose Kombo sein, weshalb ich sicher bin, dass man von ihnen noch eine Menge hören wird.

20150625_CampusFestival-23

Pünktlich um 17.30 Uhr standen dann die Newcomer ANNENMAYKANTEREIT auf der großen Hauptbühne. Diese Band ist echt ein Wahnsinns-Phänomen. Wer ihren Hit „barfuß am Klavier“ einmal im Radio gehört hat, hat wahrscheinlich (genau wie ich) mit einem älteren bärtigen Herren gerechnet, dem diese markante Stimme gehört. In Wirklichkeit aber ist der Sänger, Henning May, gerade einmal Anfang 20 und sieht aus wie der Bandleader einer Schülerband. Hätte man die Herren durch ihre mediale Präsenz nicht schon einmal irgendwo gesehen würde man ganz sicher davon ausgehen, dass sie eine Schülerband irgendeiner Musik-AG sind. Der optische Kontrast zu dieser einmaligen markanten Stimme ist schon etwas Besonderes. Und so verwunderte es auch nicht, dass bereits großer Applaus aus dem Publikum kam, als die ersten Worte des Sängers ins Mikro geschmettert wurden. Die authentischen deutschen Texte wussten zu gefallen und kamen größtenteils sehr gut an. Dabei durfte natürlich der oben erwähnte Hit nicht fehlen, aber auch etwas heitere Songs wurden gespielt und gefeiert. Die Durchstarter füllen ohne richtiges Album bereits sämtliche Clubs und auch schon die ersten größeren Hallen. Das sind – ohne Frage – bereits riesige Erfolge und ich persönlich freue mich schon auf das erste Album, welches wohl bereits in der Mache ist. Etwas arbeiten müssten die Jungs vielleicht noch an ihrer Bühnenpräsenz. Wenngleich sie durch ihre Musik überzeugen wirken sie manchmal eben doch etwas wie die kleine, etwas unsichere Schülerband. Aber vielleicht ist es genau das, was es ausmacht!?

20150625_CampusFestival-101 20150625_CampusFestival-77

Nach dem Auftritt wurde es Zeit für einen kleinen Snack und bei dem Gang zu den Imbissbuden wurde uns dann auch erst richtig das Ausmaß dieser Veranstaltung bewusst. Abgesehen davon, dass sich der Campus als Festivalgelände tatsächlich sehr gut eignet, war es gerade im vorderen Bereich schon sehr eng und wuselig. Es ist eben nicht so weitläufig in der Breite und so wird es schnell man etwas eng.

20150625_CampusFestival-170

Pünktlich zu THEES UHLMANN schaffte ich es aber dennoch wieder in den Fotograben vor der Hauptbühne. Er war schließlich auch mein persönlicher Favorit dieses Abends. So cool und authentisch wie er sind aber auch nur wenige. Die mitunter minutenlangen Ansagen sind ja schon legendär. Besonders witzig wird es dann wenn er – wie heute – eine Geschichte über ein bekanntes Bielefelder Spaßbad erzählt. Die Liebesbekundungen an unsere schöne Stadt sind ihm dabei zu 100% abzukaufen, da ich aus sicherer Quelle weiß, dass er gerne mit ein paar Bekannten vom Fußball oftmals um die Bielefelder Häuser zieht und spätabends in der „Zwiebel“ landet. Mittlerweile hat sich da wohl mit einigen tatsächlich eine Freundschaft für‘s Leben entwickelt. Das macht den Gründer des „Grand Hotel van Cleef“ nur noch sympathischer. Aber es gab tatsächlich auch musikalisch etwas auf die Ohren. Und das war – wie gewohnt – vom feinsten. Die Hit seiner ersten beiden Alben kommen einfach immer wieder gut und lassen sich mitunter gepflegt abfeiern. Sein Charterfolg „zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ hat dabei natürlich das meiste Potential. Aber auch eine Rap-Einlage (CASPER konnte ja wieder einmal nicht da sein..) brachte die Gesichter in den ersten Reihen zum strahlen. Wie üblich stellte der Song „die Toten auf dem Rücksitz“ den Schlusspunkt seines einstündigen Auftrittes dar. Mein persönlicher Favorit den ich bei jedem Mal hören noch ein bisschen mehr liebe. Gut und gerne hätte es also noch weiter gehen können, aber die Zeit war nun einmal begrenzt.

20150625_CampusFestival-287 20150625_CampusFestival-235

Kurz danach musste ich natürlich noch flugs an der zweiten Hauptbühne vorbeischauen wo SCHNIPO SCHRANKE einen ebenso interessanten wie auch etwas verstörenden Eindruck hinterlassen. Das Duo gibt offensichtlich einen absoluten Scheiß auf Konventionen jeglicher Art. Das war sowohl ihrer Musik wie auch ihrem optischen Stil anzumerken. Beides erinnert mitunter ein bisschen an die Anfangstage von MIA oder der neuen Deutschen Welle der 80er spielt aber auch mit Hip Hop-Elementen. Zusammengefasst also sehr schräg und wild. Ich bleibe gespannt, ob wir von der Combo in Zukunft noch mehr hören werden..

20150625_CampusFestival-477

Enden sollte der Abend für uns bereits mit GENTLEMAN, welcher pünktlich um 20.30 Uhr die Hauptbühne betrat. Einmal mehr durfte ich dabei feststellen, dass der deutsche Raggae-Veteran fotografisch eine echte Herausforderung darstellt. Ähnlich wie CASPER steht er keine Sekunde still auf einem Fleck sobald er die Bühne betritt, sondern ist immer in Action und bezieht das Publikum mit ein. Das macht natürlich bereits bei den ersten Songs richtig Laune und so war es nicht verwunderlich, dass dieses Feuer direkt auf das Publikum übergesprungen war, welches schon bald mit den Armen in der Luft zu den jamaikanischen Beats tanzte. So soll es sein! „Music ist he answer!“ Wie auf einigen Luftballons vor Ort zu lesen war.

20150625_CampusFestival-400

Ein kurzer Schnack mit ein paar Freunden und bekannten setzte für uns den persönlichen Schlusspunkt unter diese gelungene Veranstaltung.

 

Alle Fotos findet Ihr hier in der Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 4: SONNTAG

// ..und plötzlich war es Sonntag und der letzte Tag des Serengeti Festivals 2013 stand an. Heute sollte also der große Festivalheadliner die Senne beehren. Auserkoren war in diesem Jahr mit Seeed dann eine Band, die wohl derzeit ganz oben dabei ist bei dem heissesten Scheiss der Republik. Mit Bosse und Kettcar standen obendrein zwei „massenkompatible“ Acts im Line-Up, welche ein passendes Rahmenprogramm dafür bildeten, am heutigen Sonntag auch den größten Besucherstrom des Wochenendes an den Safaripark zu ziehen. An dieser Stelle will ich aber auch meinen Hut davor ziehen, dass es den Veranstaltern gelungen ist, ein so tolles Programm auf die Beine zu stellen. Für mich persönlich gehören diese drei Acts ebenfalls zu den Favoriten, weshalb der Sonntag natürlich allein deshalb schon ebenfalls wieder etwas Besonderes darstellte. Aufgrund der enormen Hitze und der Tatsache, dass die vergangenen Tage schon ein bisschen an den Kräften gezerrt hatten, sparten wir uns an diesem Tag dann auch alle anderen Konzerte und standen erst pünktlich zu Kettcar an der Bühne bzw. im Bühnengraben. Die pralle Sonne, die direkt auf die Bühne schien, machte es an diesem Tag nicht nur den Musikern schwer. So ist es schon eine kleine Herausforderung noch gute und interessante Fotos zu schießen, wenn schon die realen Verhältnisse für ein Ungleichgewicht in der Belichtung sorgen und praktisch jedes Gesicht per se überbelichtet ist, sofern man nicht auf die Tiefenwirkung größerer Blenden verzichten möchten. Auch wenn Frontmann Marcus Wiebusch sich eine Sonnenbrille aus dem Publikum leihen musste, blieb die Vorzeigeband des Hamburger „Grand Hotel van Cleef“ aber völlig cool und spielte ein munteres Set, was die Leute zum Tanzen und träumen brachte. Eben das, was man von Kettcar erwartet! Mehr als 45 Minuten waren aber leider nicht drin, weshalb es natürlich bei weitem nicht ausreichte die besten Kettcar-Lieder alle unterzubringen. Dennoch waren schlussendlich alle glücklich, da die großen Klassiker wie „Landungsbrücken raus“ und „Balu“ glücklicherweise integriert und entsprechend abgefeiert wurden. Ein paar Becher Wasser später bestieg bereits Axel Bosse mit seiner Band die Bühne. Hätte ich vom Braunschweiger ebenfalls eher einen ruhigen und relaxten Auftritt erwartet, staunte ich nicht schlecht, als meine Kamera und ich den Burschen plötzlich die die Zuschauermassen und quer über die Bühnenkonstruktion verfolgen mussten. War ich doch schon begeistert vom aktuellen Album „Kraniche“, so war ich heute erst recht begeistert, als ich mit ansehen und fotografieren durfte mit welcher Leidenschaft und Emotion der Niedersachse seine Songs zum Besten gab. Zum Ende des Konzerts war er gar dermaßen durchgeschwitzt, dass man meinen könnte, er hätte zwischenzeitlich eine Fahrt mit der Wildwasserbahn im benachbarten Freizeitpark absolviert. Völlig begeistert warteten wir anschließend also nun auf die großen Berliner und freuten uns direkt als die Bassboxen zitterten. Wie im letzten Jahr Deichkind, brachten auch Seeed ihre komplett eigene Bühnenkonstruktion mit, welche sie hinter einem Vorhang aufbauten. Die stufige Konstruktion im Holzlatten-Design erwies sich auch als angebracht, um wirklich alle Musiker der großen „Seeed-Familie“ auch sehen zu können. Da die meisten Besucher wohl vor allem wegen ihnen hier waren, ging nun auch ordentlich die Party ab und so ziemlich jeder – von der ersten Reihe bis hinten zum Autoscooter – ließ sich von der guten Laune Mischung aus Raggae, Dancehall, Soca, Hip Hip und co. anstecken. Die tiefstehende Abendsonne sorgte für tolles Licht und brachte eine ganz eigene Atmosphäre mit zu diesem Konzert. Da störte es mich dann letztendlich auch nicht, dass die Bühnenbeleuchtung nicht wahrgenommen und die Gesichter natürlich trotzdem noch zu hell waren. Viel mehr störte mich dagegen die Tatsache, dass wir Fotografen nach nur wenigen Sekunden Anwesenheit von der Rolli-Tribüne geschmissen wurden, da es sich hier nun eine Schar Kinder bequem gemacht hatte um besser sehen zu können. Letzteres war ja verständlich, nur frage ich mich, mit welcher Berechtigung wir dann nicht mehr dort sein durften. Nun ja, selbstverständlich konnte diese Nebensächlichkeit das grandiose Wochenende dann auch nicht trüben und so blieben rundum positive Eindrücke hängen, nachdem wir Seeed noch bis in die frühe Nacht gebührend abgefeiert hatten. Ich freu mich schon jetzt auf das nächste Jahr!

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 3: SAMSTAG

// Am Samstag versprach das Line-Up schon im Vorfeld einiges: So sollten am Abend die Broilers die Bühnenbretter in ihrer ersten Headliner-Festivalshow betreten. Bevor ich meine Lieblingsband dann aber aus dem Graben heraus fotografieren durfte, gaben andere Kaliber ihr Stelldichein – und das war nicht von schlechten Eltern: Wir entschieden uns dafür, mit Skindred ein mögliches Highlight auszulassen und erst am Abend pünktlich zu Itchy Poopzkid anzureisen. Die Eislinger kennen viele vor allem von MTV. Hier gewannen Sie einen Band-Contest gegen die Band Madsen und moderierten fortan eine eigene Show auf dem Sender. Das ist mittlerweile allerdings schon 5 Jahre her. Heute sind sie mit ihrem fünften Album „Ports & Chords“ auf Tour und machten dabei auch Halt in der Senne. Die Punkrocker erinnern an üblichen amerikanischen „gute Laune Punk“ wie man ihn oft in amerikanischen Komödien findet, aber auch an die Donots aus dem Münsterland (mit ihnen haben sie ja immerhin auch schon zusammen getourt). Dazu gab es immer wieder Interaktionen mit dem Publikum, was unter dem Strich ein rundes Paket darstellte  und trotz praller Sonne in Bühnenrichtung zu bester Stimmung führte. Im Zelt stellten die Berliner Mega Mega mit ihrem Hipster Rap-Punk bereits den nächsten Act, bevor mit Danko Jones eine klasse Streetrock-Kappelle auf der Hauptbühne aufspielte und ordentlich ablieferte. Im Anschluss stand schließlich Daniel Wirtz als Act im Zelt auf dem Programm. Der ehemalige Frontmann der Band Sub7even kann mittlerweile eine stolze Fangemeinde vorweisen, die sich auch hier deutlich zu erkennen gab und seinem Konzert einen würdigen Rahmen gab. Beor die Headliner den Abend krönen konnten, folgte ein absolutes Highlight des Wochenendes: Irié Révoltes! Auch wenn ihre Texte meist französisch sind, stammen die neun Jungs aus dem Baden-Württembergischen Heidelberg. Mit Ihrer Mischung als Ska, Raggae, Punk, Dancehall und Hip Hop prägen sie einen eigenen Stil, den es in ähnlicher Form wohl nur selten gibt. Warum sie als „Live-Band“ gelten, bewiesen sie an diesem Samstag eindrucksvoll. Weder auf noch vor der Bühne war an Rumstehen und Kopfnicken zu denken. Stattdessen ging es an allen Fronten richtig zur Sache. Während mit T-Shirts gewedelt, gepogt und getanzt wurde, posaunten die sozial und gesellschaftlich engagierten Bandmitglieder Ihre teilweise politischen, kritischen und deutlichen Rhymes in den Senner Abendhimmel. Dass dabei kein Halten angesagt war, war klar. Insofern mussten die Düsseldorfer Punkrocker später am Abend dann einiges abliefern, um diese Show noch zu toppen. Bei dem Werdegang, den diese Band hinter sich hat, bestand daran aber überhaupt kein Zweifel. So ist es schon interessant mitzuerleben wie eine Band aus dem Skinhead-Milieu, die vor 10 Jahren noch keiner im Mainstream kannte, plötzlich eine der besten Livebands der Republik stellt. Daran, dass sie dazu fähig wären, bestand für mich als Fan  der (fast) ersten Stunde, eigentlich kein Zweifel. So war die Livepower der Band bereits bei meinem ersten Livekonzert dieser Band zu spüren. Das war Anno 2005 im Jugendzentrum „Regenbogen“ in Hameln. Damals versammelten sich vielleicht zwischen 50 und 100 Jugendliche, Punks, Skinheads und Sozialarbeiter in dem eigentlich nicht unbedingt für Livekonzerte gedachtem Jugendzentrum. Diese hatten aber genauso viel Spaß an diesem Aprilabend wie die Band selbst. Seit der Veröffentlichung des Albums „Vanitas“ im Jahre 2007 ging es steil bergauf mit der Band. Das einstige Hobby würde für die Bandmitglieder zur Berufung und sie waren alsbald im Mainstream angekommen. Ohne ihre Wurzeln zu vernachlässigen und auf irgendwelche Hypes aufzuspringen verfolgten sie konsequent ihren eigenen Stil, den sie bis heute prägen. Dass mittlerweile eben ein paar mehr Leute zu den Konzerten kommen als früher hat – wie immer – natürlich seine Licht und Schattenseiten. Nach den beiden ausverkauften Konzerten in der Düsseldorfer Philippshalle vergangenen Dezember, stellte dieser Abend nun also ein weiteres Highlight der Bandgeschichte dar: Die erste Broilers-Headlinershow auf einem Festival. Entsprechend motiviert ging ich meine Sache als Fotograf an und wurde mit tollen Motiven und Fotos belohnt, die die grandiose Stimmung dieses wunderbaren Tages vielleicht ein bisschen wiedergeben.

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 2: FREITAG

// Zugegeben: Das reguläre Bühnenprogramm nach der Warm-Up Party am vergangenen Tag startete gemächlich ins Wochenende und das Line-Up des Tages konnte nicht auf Anhieb alle überzeugen. So verwunderte es nicht, dass an diesem Freitag nur sehr wenige Tagesgäste den Weg zum Gelände fanden. Die meisten Besucher durften somit wohl die Wochenendzeltgäste gestellt haben. Ich selbst traf beim Set von The Black Seeds auf dem Gelände ein und konnte so noch kurz in den Sound der Neuseeländer hineinhören. In den Bühnengraben ging es folglich an diesem Tag erstmals bei dem US-amerikanischen Rapper Watsky in das Zelt. Anschließend folgte „Gute-Laune-Musik“ der feinsten Sorte mit Karamelo Santo aus Argentinien. Ein heißer Mix aus Ska, Raggae, Punk, Hip Hop und Jazz wurde auf die Mainstage gezaubert, was die anwesenden zu Tanzeinlagen und Hüftschwüngen animierte. Nach einer Dreiviertelstunde Party, kamen nun die Freunde der härteren Gangart auf Ihre Kosten. Im Zelt machten sich Eskimo Callboy bereit die Bretter zu erobern. Eine beachtliche Fangemeinde feierte die aufstrebende Metalcore-Band ordentlich ab. Die „alten Hasen“ von Suicidal Tendencies stimmten derweil bereits ihre Instrumente auf der Hauptbühne. Die Hardcore-Legende aus den USA brachten ihren teils brachialen Sound für eineinhalb Stunden auf die Hauptbühne und ließen die Fangemeinde entsprechen toben! Hauptact des Abends waren aber  Skunk Anansie, welche wohl so ziemlich jeder Musikfreund vor allem wegen Ihres größten Hits „Hedonism“ kennen dürfte. Entgegen der landläufigen Meinung („one-hit-wonder“) konnte die Band mich an diesem Abend mit ihrem Live-Auftritt absolut überzeugen. Die stimmgewaltige Frontfrau „Skin“ fegte über die Bühne, dass es eine Freude war. Ihre Leidenschaft für die Musik und die ihre Texte waren förmlich greifbar, weshalb auch eher skeptische Zuschauer Gefallen an dem Set fanden und die Briten entsprechend abfeierten. Dass diese Auftritt natürlich auch für mich aus fotografischer Sicht der Höhepunkt des Tages sein sollte, versteht sich somit von selbst! Aber urteilt selbst beim Durchklicken durch die Galerie:

zur Galerie!

.KONTAKT