.EINE NACHT IN BIELEFELD

// 1LIVE – EINE NACHT IN BIELEFELD
Ort: Bielefeld / diverse Locations
Datum: 12.06.2015

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltungsreihe „Eine Nacht in…“ gastierte der Radiosender 1Live in Bielefeld. Nach 2008 sollten also wieder einige Konzerte, Comedys und Partys in die Leineweberstadt kommen.

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Mein persönliches Interesse galt in diesem Jahr vorwiegend den Österreichern WANDA. Ihr Hit „Bologna“ ist zu einem regelrechten Dauerohrwurm geworden, aber auch die restlichen Songs auf dem Album wissen zu gefallen. Also traf es sich ganz gut, dass die Newcomer nun in meine Heimatstadt kamen, um hier mit 1Live zu feiern.

Der Timetable stellte das Konzert von WANDA allerdings ans Ende. So hatten wir natürlich noch genügend Vorlaufzeit, um bei der ein oder anderen Veranstaltung zumindest mal hinein zu schnuppern. Los ging es dann um 19.00 Uhr mit JORIS im Movie am Bahnhof. Leider hatte uns niemand gesagt, dass wir zunächst ins extra eingerichtete Sendezentrum des Radiosenders pilgern mussten, um dort unsere Presse-Ausweise abzuholen.

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Da es nicht mehr lange dauerte bis JORIS die Bühne stürmen sollte, ließ man uns gegen einen kurzen Check der Personalausweise allerdings trotzdem rein zum fotografieren. So verfolgten wir auch nur die ersten drei Songs des Vlothoers, welcher hier heute quasi ein Heimspiel hatte. Die Musik und die Bühnenperformance des Singer-Songwriters wussten durchaus zu gefallen, aber wir mussten ja erst einmal weiter – die Presse-Ausweise abholen.

Glücklicherweise sind sämtliche Locations in Bielefeld problemlos zu Fuß erreichbar, so dass das recht schnell erledigt war. Warum genau man sich beim Kölner Radiosender dazu entschieden hatte, das „brooks“ (ein Klamottenladen) zum Sendezentrum umzubauen kann ich nicht beurteilen, aber durch die Location direkt in der Innenstadt und des aufgebauten Planschbeckens hatte das tatsächlich einen gewissen Stil.

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Unsere nächste Station sollte die Hechelei im Ravensberger Park sein. Diese schöne Location wird leider viel zu selten genutzt für derlei Veranstaltungen, da sie keinen dauerhaften (Disco-)betrieb mehr beheimatet. Umso schöner mal wieder hier zu sein. Ich muss zugeben, dass ANDREAS BOURANI nicht gerade zu meinen persönlichen Lieblingskünstlern zählt. Aber ich muss auch zugeben, dass sein Dauerbrenner „auf uns“ ein perfekter Soundtrack zum WM-Titel unserer letztjährigen Fußballhelden war und auch mich damals gepackt hat. Insofern also eine schöne Sache ihn dann mal live zu sehen und sogar fotografieren zu dürfen. Letzteres gestaltete sich indem Mini-Graben als gar nicht mal so einfach, da man tatsächlich aufpassen musste, die Musiker nicht anzurempeln und zu behindern. Aber es gibt schlimmere Probleme im Leben eins Konzertfotografen. So verfolgten wir auch hier lediglich drei Songs und bekamen dabei immerhin auch einen seiner bekanntesten Hits „nur in meinem Kopf“ zu hören.

Die komplette Setlist des Konzertes:
1. Refugium
2. Wieder am Leben
3. Alles beim Alten
4. Delirium
5. Hey

6. Ultraleicht
7. Eisberg
8. Zusammen untergehen
9. Nimm meine Hand
10. Was tut Dir gut
11. Auf anderen Wegen
12. Auf uns
13. Ein Ende nach dem Anderen
Zugaben:
14. Welt der Wunder
15. sein
16. Wunder

Nach einer Getränkepause bei feinstem Sommerwetter folgte nun der vermeintliche Höhepunkt des Abends: Zurück im Movie warteten WANDA auf ihren Auftritt. Ohne lange zu fackeln eroberten sie die Bühne und die Herzen des Publikums im Sturm. Bereits der erste Song „Luzia“ brachte die Leute zum ausflippen. Frontmann Marco verstand es dabei vom ersten Akkord an, das Publikum auf seine Seite zu bringen. Auch wenn über das komplette Konzert hinweg durchweg erkennbar war, dass diese Band ein Haufen ausgeflippter Freaks mit dem Herzen am rechten Fleck ist, war es vor allem er, der mit seiner Performance dieses Konzert zu einer grandiosen Show machen sollte. Aufgrund der Tatsache, dass sie mit „Amore“ gerade mal ein Album veröffentlicht haben, war es nicht ganz so einfach die Setlist zu füllen. Die Wiener boten dennoch ein abendfüllendes Konzertprogramm. Einige ihrer Songs wurden einfach abgewandelt in minutenlange extended Versionen („Schnaps“) oder ganz einfach zwei Mal hintereinander („Bologna“) gespielt. Klar, „Bologna“ war einfach der Höhepunkt und wurde auch vom Publikum entsprechend so abgefeiert. Man machte uns aber auch bereits einige Hoffnung auf ein neues Album, welches scheinbar direkt im kommenden herbst erscheinen soll. Zwei Songs daraus wurden dargeboten. Mit dem neuen Song „1,2,3,4“ hat man dann wohl bereits den nächsten live-kompatiblen Hit im Programm. Als dann auch die zweite Zugabe verklungen und das Publikum immer noch in Feierlaune war spielten die sympathischen Jungs einfach noch einmal den Opener, der dieses Mal noch mehr gefeiert wurde als zuvor. Meinen insgeheimen Wunsch, das Konzert einfach noch einmal komplett zu wiederholen, erfüllten sie dann leider nicht. Aber das war ihnen auch nicht zu verdenken, schließlich hatten sie sich völlig verausgabt und lagen zum Teil schweißüberströmt auf und neben der Bühne – wirklich wahr! Alles in allem hat dieses Konzert meine Erwartungen noch bei weitem übertroffen und dürfte wohl als eines der besten überhaupt in Erinnerung bleiben.

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Die Veranstaltung „1Live – Eine Nacht in Bielefeld“ konnte unter dem Strich begeistern, wenngleich ich mir durchaus ein paar weitere Künstler gewünscht hätte, die den Newcomer-Status bereits hinter sich haben. Aber man kann es ja auch nicht jedem Recht machen und schließlich sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Für den dritten Besuch unserer schönen Stadt wünsche ich mir noch mehr Präsenz von 1Live selbst in der Stadt. Hier ist durchaus noch Potential vorhanden um Outdoor-Locations zu eröffnen, Cocktail-bars aufzubauen usw. Aber das nur am Rande! Ihr dürft jedenfalls gerne wiederkommen liebes 1Live-Team.

Alle Fotos des Abends gibt es hier!

.FIDDLER’S GREEN IM FORUM

// Seit dem es das „Kamp“ als Konzertlocation nicht mehr in Bielefeld gibt haben sich auch meine Besuche bei kleineren und mittleren Konzerte deutlich verringert. Und das ganz einfach, weil durch den Wegfall vom „Kamp“ tatsächlich auch etwas weggefallen ist. Denn die Konzerte, die dort stattgefunden haben, finden nicht einfach irgendwo anders statt (..wie man ja meinen könnte..). Da in Bielefeld inzwischen auch offen über die Schließung des „Bunker Ulmenwall“ und des „Falkendom“ debattiert werden, bildet das „Forum“ wohl die letzte Bastion in dieser Größenordnung, die noch nicht geschlossen wurde oder von Schließung bedroht ist. Umso schöner, dass hier immer noch in sehr regelmäßigen Abständen interessante Konzertveranstaltungen stattfinden und dass selbst Größen wie „Tocototronic“ hier nach wie vor gerne spielen! Am heutigen Abend ging es aber weder um das „Forum“, noch um „Tocototronic“. Im Mittelpunkt stand viel mehr die Erlanger Folk-Rock-Band „Fiddler’s Green“! Nachdem ich die bittere Heimniederlage der lokalen Arminia gegen Bochum miterleben musste, eilte ich zum Forum und kam dort – oh Wunder – überpünktlich an! Die Türen wurden gerade geöffnet, als ich mich mit meinem Foto-Equipment in den warmen Laden vorgekämpft hatte. Kaum hatte ich mir ein lauschiges und gemütliches Plätzchen auf der Couch gesucht, betrat die Vorgruppe „Nachtgeschrei“ die Bühne. Die Frankfurter Band ist eindeutig dem Genre „Mittelalter-Rock“ zuzordnen und verstand es somit problemlos das Publikum zu begeistern. Nicht immer erlebt man es, dass eine Vorgruppe so gut bei dem Punlikum ankommt wie an diesem Abend.  „Fiddler´s Green“ betraten schließlich gegen 21.45 Uhr die Bühne und boten den Fans das was sie erwarteten und versprachen: „Wir spielen heute sowohl neue Songs, wie auch altbewährte Klassiker!“. Die irischen Einflüsse der Band sind bereits am Bandnamen und an der Typo dessen zu erkennen. Und so verwundert es nicht weiter, dass die Band es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, irische Folklore unter das Volk zu bringen um zusätzlich andere Genres mit einfließen zu lassen. Manchmal erinnern sie an die „Dropkick Murphys“ oder Bands wie „Mr. Irish Bastard“ und „Flogging Molly“, dann aber kommen wieder neue Elemente ins Spiel, die bei den eben aufgezählten Kapellen keine Rolle spielen. So kann man sagen, dass „Fiddler’s Green“ durchaus ihren eigenen Stil haben, der hervorragend beim Publikum ankommt und entsprechend für Stimmung sorgt. Auch mir haben sie großteils sehr gut gefallen, weshalb ich meine Akkreditierung ausgenutzt habe, um den Großteil des Konzertes dabei sein zu können. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle! Dabei sind natürlich viele tolle Fotos entstanden..:

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.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 2: FREITAG

// Zugegeben: Das reguläre Bühnenprogramm nach der Warm-Up Party am vergangenen Tag startete gemächlich ins Wochenende und das Line-Up des Tages konnte nicht auf Anhieb alle überzeugen. So verwunderte es nicht, dass an diesem Freitag nur sehr wenige Tagesgäste den Weg zum Gelände fanden. Die meisten Besucher durften somit wohl die Wochenendzeltgäste gestellt haben. Ich selbst traf beim Set von The Black Seeds auf dem Gelände ein und konnte so noch kurz in den Sound der Neuseeländer hineinhören. In den Bühnengraben ging es folglich an diesem Tag erstmals bei dem US-amerikanischen Rapper Watsky in das Zelt. Anschließend folgte „Gute-Laune-Musik“ der feinsten Sorte mit Karamelo Santo aus Argentinien. Ein heißer Mix aus Ska, Raggae, Punk, Hip Hop und Jazz wurde auf die Mainstage gezaubert, was die anwesenden zu Tanzeinlagen und Hüftschwüngen animierte. Nach einer Dreiviertelstunde Party, kamen nun die Freunde der härteren Gangart auf Ihre Kosten. Im Zelt machten sich Eskimo Callboy bereit die Bretter zu erobern. Eine beachtliche Fangemeinde feierte die aufstrebende Metalcore-Band ordentlich ab. Die „alten Hasen“ von Suicidal Tendencies stimmten derweil bereits ihre Instrumente auf der Hauptbühne. Die Hardcore-Legende aus den USA brachten ihren teils brachialen Sound für eineinhalb Stunden auf die Hauptbühne und ließen die Fangemeinde entsprechen toben! Hauptact des Abends waren aber  Skunk Anansie, welche wohl so ziemlich jeder Musikfreund vor allem wegen Ihres größten Hits „Hedonism“ kennen dürfte. Entgegen der landläufigen Meinung („one-hit-wonder“) konnte die Band mich an diesem Abend mit ihrem Live-Auftritt absolut überzeugen. Die stimmgewaltige Frontfrau „Skin“ fegte über die Bühne, dass es eine Freude war. Ihre Leidenschaft für die Musik und die ihre Texte waren förmlich greifbar, weshalb auch eher skeptische Zuschauer Gefallen an dem Set fanden und die Briten entsprechend abfeierten. Dass diese Auftritt natürlich auch für mich aus fotografischer Sicht der Höhepunkt des Tages sein sollte, versteht sich somit von selbst! Aber urteilt selbst beim Durchklicken durch die Galerie:

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