.THE FINAL ROAR

// Tja, da ist es nun vorbei unser schönes ostwestfälisches Festival. Für immer. 10 Jahre lang war das Serengeti Festival der gelebte Traum, ein großes Musikevent in die ostwestfälische Provinz zu holen. Ein bisschen „Rock am Ring“- und ein ganz bisschen „Woodstock“-Feeling sollte es von 2006 an auch in Schloß Holte-Stukenbrock geben. Zugegeben: Anfangs war alles noch ein paar Nummern kleiner. Gelände und Line-Up konnten sich noch nicht mit den großen Festivals anderer Standorte messen. Dennoch gelang es dem Veranstalter Vibra Agency stets von Beginn an für Überraschungen zu sorgen und bekannte Musikgrößen zu engagieren. Beim allerersten Serengeti Festival immerhin H-Blockx, Tita & Tarantula und Dog eat Dog an einem Tag. Im Jahr darauf gar The Boss Hoss und Juli, die zur damaligen Zeit gerade große Nummern in Deutschland waren. Mit dem Line-Up des zweiten Serengeti Festivals wäre auch der Mythos widerlegt, dass es anfangs immer rockig war und erst viel später das poppige, „mainstreamige“ dazugekommen sei.

2011 dann zog das einstmals kleine Festival um an den Safari-Park, womit der Name noch ein Stück authentischer wurde. Es ging bei dem Umzug aber wohl nicht ausschließlich um die Atmosphäre, sondern vor allem um die Größe des Festivalgeländes. Die Veranstaltung wurde schließlich immer größer und die Besucher schrien nach einem Campingplatz. Damit wurden gleichzeitig auch die fettesten Jahre der Festivalgeschichte eingeläutet. 2012 fand das Serengeti Festival zum ersten Mal über einen Zeitraum von 3 Tagen statt. Headliner waren Kraftklub, Deichkind und Maxïmo Park. Zugegebenermaßen besuchte ich selbst das Festival in diesem Jahr auch zum ersten Mal. Dann aber auch direkt an allen drei Tagen!

Ohne groß zu überlegen, würde ich behaupten, dass das Festival im Jahr drauf seinen absoluten Höhepunkt erreichen sollte. Durch den mittlerweile entstandenen Festivalhype war auch OWL plötzlich „in“ und es kamen Musikgrößen wie SEEED ins beschauliche Schloß Holte-Stukenbrock. Zudem meinte es der Wettergott an diesem Wochenende gut mit den Besuchern. Samstag und vor allem Sonntag herrschte strahlender Sonnenschein so dass ein unbeschreibliches „lauer Sommerabend“-Feeling aufkam. Im Jahr drauf kamen Lokalmatador Casper und Biffy Clyro – letztere hatten geraden das Londoner Wembleystadion ausverkauft. Nun war klar, dass 2015 schließlich das 10-jährige Jubiläum zelebriert werden sollte. Ich war mir daher sicher, dass die Veranstalter noch einen drauf setzen und 1-2 richtig fette Acts engagieren würden.

Es kam anders – und wie sich später herausstellen sollte mit verheerenden Folgen … Selbst die kühnsten Optimisten mussten einsehen, dass das Jubiläums-Line-Up ein Rückschritt zu den vergangenen Jahren darstellte. Zwar konnten mit The Offspring, Fünf Sterne Deluxe, H-Blockx oder Bad Religion immer noch „Namen“ verpflichtet werden, aber wenn man ehrlich ist, ist keiner davon ein aktueller nationaler oder internationaler Top-Act. Diese 4 Acts hatten eigentlich allesamt ihre ganz großen Zeiten bereits hinter sich. Die H-Blockx wurden gar als mysteriöser „SECRET HEADLINER“ erst eine Woche vor dem Festival bekanntgegeben. Bei allem was im Vorfeld erzählt und geschrieben wurde, war es (für mich) irgendwie logisch, dass es diese Band sein würde. Und damit wird ja schließlich auch die Festivalgeschichte irgendwie abgerundet. Aber bei allem „Hype“ der um diesen „SECRET HEADLINER“ gemacht wurde, waren sie auch irgendwie ein bisschen „zu wenig“. Nachdem bekannt wurde, dass es ein Act sein würde, der schon mal da war, wurde von den meisten eher noch einmal etwas in der Liga wie Casper, Deichkind, oder die Broilers erwartet. Ich jedenfalls habe nicht einen getroffen, der mit dem diesjährigen Line-Up wirklich glücklich und zufrieden war. Wäre die „Aufstellung“ 2011 so ausgefallen, hätte die Sache sicher anders ausgesehen aber mit der Erwartungshaltung, die in den letzten Jahren erzeugt wurde, war das unter dem Strich doch alles recht dürftig. Warum das alles so ist, erklärten die Veranstalter in einer etwas frustriert klingenden Nachricht am 3. Juli:

„Eine Ära geht zu Ende: Aus Liebe zur Musik, zum Festivalstandort Ostwestfalen und den Serengeti Festivalfans haben wir das Serengeti Festival seit 10 Jahren mit viel Ausdauer, Herzblut und Einsatz aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Entscheidung für die Aufgabe des Festivals ist uns daher nicht leicht gefallen. Bei allen sitzt momentan eine große Löwenträne im Knopfloch.
Aber die Entwicklungen im deutschen und internationalen Festivalmarkt haben sich in den vergangenen Jahren zugespitzt: Steigende Gagen, immer mehr Festivals bieten um die gleichen Bands, höhere Produktionskosten und eine weitgehende Kontrolle der Festivallandschaft durch wenige Großkonzerne haben letztlich zu einer Situation geführt, in der ein unabhängiges Open Air im Format des Serengeti Festivals nicht mehr nachhaltig und budgetär seriös arbeiten kann. So schwer dieser Schritt auch fällt, müssen wir aus den genannten Entwicklungen unsere Konsequenzen ziehen. Das sind wir unseren Mitarbeitern und den zahlreichen anderen Projekten schuldig.

Alle Verantwortlichen sind sich einig, dass man weder an der Qualität des bekannten Festivalformats schrauben möchte, noch die Ticketpreise erhöhen will. Beide Lösungen hätten am Ende nichts mehr mit dem Serengeti Festival zu tun. Auch andere Maßnahmen wie Absage, Reduzierung auf nur einen Tag oder Verlegung in eine andere Stadt standen daher nicht zur Diskussion. Am Ende des Tages möchte man wir uns mit der 10. und letzten Festivalausgabe gebührend verabschieden und allen Beteiligten, Partnern, Freunden, Musikern und vor von Euch für die letzten zehn tollen Jahre danken.“ (Serengeti Festival vom 3. Juli 2015)

Ich habe diese Worte gleichzeitig auch als Erklärung dafür gesehen, warum das diesjährige Line-Up nicht mehr das Niveau der letzten 2-3 Jahre erreichen konnte (auch wenn das natürlich so direkt nie gesagt wurde).

Trotz allen Vorzeichen habe ich mich natürlich derbe gefreut, auch in diesem Jahr vom Veranstalter wieder eine Akkreditierung mit Fotopass erhalten zu haben. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit der letzten 3 Jahre an die Vibra Agency!

 

Grafik_Freitag

Los ging es schließlich am Freitag mit einer Unwetterwarnung und einer vorübergehenden Räumung des Veranstaltungsgeländes. Für mich persönlich machte sich hier gleich der Standort-Vorteil bemerkbar. Die Tatsache, dass ich das Veranstaltungsgelände in knapp 20 Minuten mit dem Auto erreichen kann, erlaubte es mir, ganz entspannt zu Hause abwarten zu können wie sich die Lage entwickeln würde. Glücklicherweise war alles halb so schlimm und die Tore konnten schließlich um 18 Uhr (wieder) geöffnet werden. Blöd nur für Apologies, I have None und Jesper Munk, die leider komplett ausfallen mussten. Ich selbst passierte schließlich erst während des Gigs von Zugezogen Maskulin die Einlasskontrolle. Durch die Verlegung des Campingplatzes war der Tagesparkplatz der vergangenen Jahre quasi abgeschafft. Hatten hier doch annähernd 100% aller Camper ihr Auto abgestellt. Logisch, dass für die Tagesbesucher dann nicht mehr viel Platz dort blieb. Ich und viele andere durften somit einmal durch die Savanne ähhh.. Senne fahren, das Gelände umkreisen und ein gutes Stück hinter dem Safari-Park parken. Organisatorisch war das dort alles andere als professionell. Wurden die Einbahnstraßen auf dem Parkplatz doch von verschiedenen Richtungen genutzt und die (jungen und vermutlich unerfahrenen) Hilfskräfte waren völlig überfordert damit die Leute einzuweisen. Nun denn – nach dem der (doch recht lange) Fußweg zurückgelegt war, hieß es anstehen an der Presse/Gästelisten-Kasse. Hier bin ich es inzwischen schon gewohnt, dass lange Wartezeiten entstehen, da es immer wieder „Experten“ gibt, die dort versuchen Ihre normalen Festivalbändchen zu bekommen oder die Kasse als VIP-Kasse verstehen. Angesichts dieser Tatsachen ging das allerdings dieses Mal doch recht zügig und problemlos über die Bühne. Schließlich betraten gerade Emil Bulls die Hauptbühne, als ich noch nicht einmal meine Kameras ausgepackt hatte. Der Sound der Münchner Band geht steil nach vorne und brachte es fertig, die Festivalbesucher von Beginn an mitzureißen. Rechtzeitig als das Publikum die vom Sänger gewünschte „wall of death“ initiert hatte, war meine Kamera „schussbereit“, was sogleich einige actionreiche Bilder bedeutete. Nach diesem furiosen Auftakt sollte es etwas ruhiger weitergehen und es folgte bereits mein persönlicher Favorit des Abends: Marcus Wiebusch. Der Hamburger befindet sich gerade auf „Abschiedstournee“, bevor es nach seinem Soloprojekt dann wieder mit Kettcar weitergehen soll. Nach dem kurzzeitigen Regenschauer und der Startverschiebung herrschte ein tropisches Feeling in der Senne. Wenn man es nicht besser gewusst hätte, hätte man sich in den Australischen Dschungel hineinversetzt gefühlt. Eine wahnsinnige Wärme mit tierisch hoher Luftfeuchtigkeit schaffte es irgendwie (dennoch) eine unfassbar gute Atmosphäre unter die Festivalbesucher zu zaubern. Anders als vorab befürchtet, ging Marcus Wiebusch mit seinem Gig hier keinesfalls unter, sondern brachte die Menge vor der kleineren (aber immer noch größen) Bühne zum pogen, lachen, tanzen und ausrasten. Höhepunkt im Set war wohl der Kettcar-Song „Deiche“, der richtig abgefeiert wurde. Es war einfach grandios! So fiel es mir auch schwer, rechtzeitig zu Genetikk den Ort des Geschehens zu verlassen. Aber natürlich wollte ich den Besuch im Graben auch hier nicht versäumen. Wie sich herausstellte, sollte dieser dann aber nur bedingt lohnen. Durch übertrieben viel Bühnennebel waren die in Masken gehüllten Künstler kaum zu entdecken oder gar anständig zu fotografieren. Das Gegenlicht machte es gar beinahe unmöglich. Zudem war ich relativ schnell angenervt von der Musik. Diese Art von Hip-Hop ist nun so gar nicht mein Fall. Keine Ahnung, warum die Kids hier drauf stehen und das entsprechend feiern..!? Also schnell wieder weg von der Hauptbühne zur 2nd Stage, wo um 21.15 Uhr die Mad Caddies ihren Auftritt haben sollten. Das war schon eher nach meinem Geschmack, auch wenn leider viel zu wenig Zeit war den Auftritt wirklich zu verfolgen und zu genießen. Schließlich legten Royal Republic dann um 22 Uhr den Auftritt des Abends (wenn nicht sogar des gesamten Wochenendes) hin! Die Schweden wussten mit einfachster Bühnendeko aus vermeintlich vergangenen Zeiten – ein paar Glühlampen sollten es richten – und einem ordentlichen Brett ehrlicher Gitarrenmusik sowohl für uns Fotografen als auch für die Zuschauer vollends zu überzeugen. Eigentlich schade und ein bisschen ungerechtfertigt, dass sie nicht den Headliner des heutigen Abends darstellen sollten – dazu aber später mehr. Bevor wir zum Headliner kommen, geht nichts an der Kyle Gass Band vorbei. Wer – wie ich – unwissend bei dem Namen mit den Schultern zuckt, dem sei gesagt, dass hier 50% der legendären Tenacious D auf der Bühne steht. Pünktlich um 23.45 Uhr sollten dann allerdings die Headliner des ersten Festivaltages die Bühne betreten: Pimpulsiv, Aligatoah DNP und Sudden alias Trailerpark betraten die Bretter vor denen inzwischen hauptsächlich ein recht junges Publikum aufwartete. Wie die Kombo selbst behauptet, möchte sie „das Sprachrohr für eine Jugend geprägt vom Komasaufen YouPorn-Clips und exzessiven Nihilismus“ sein. Dass sich dieses in den Texten nur allzu gut widerspiegelt, die ausnahmslos in der untersten Schublade und fern jeglicher Konventionen beheimatet sind, dürfte logisch sein. Ich kann hier zwar durchaus eine gewisse satirisch-ironische-Ader erkennen, habe aber trotzdem kein großes Verständnis für derlei Musik. Da höre ich mir dann im Zweifel doch noch eher die Kassierer an.. So ging der Freitag auch nach den drei Songs im Fotograben zuende ehe ich mich auf den langen und fast gänzlich unbeleuchteten Fußweg zum Auto aufmachte. Eine (!) einzige (!!) Lampe zierte hier den mehrere hundert Meter langen Weg durch den Wald, der auch regelmäßig von Bussen und Autos befahren wird. Wohl dem, der eine Taschenlampe hat. Ansonsen kann man wohl einfach froh sein, dass hier noch niemand zu größerem Schaden gekommen ist.

 

Grafik-Samstag

Anders als einige Fotokollegen, die bereits seit Stunden vor Ort waren, erreichte ich erst um kurz nach 17 Uhr das Gelände. Dadurch verpasste ich zwar leider Panteón Rococó, musste mir so aber wesentlich weniger Stress machen. Nicht verpassen wollte ich aber Sepultura. Die 1984 gegründete brasilianische Metalband ist schließlich eine Instutition, die es schließlich nun schon seit mehr als 30 Jahren gibt. Ein wahrlich brachialer Auftritt, der allerdings nicht unbedingt die Massen begeisterte. Direkt im Anschluss traten RDGLDGRN bzw. Red Gold Green auf der zweiten Bühne auf. Die Amerikaner, die hierzulande als Newcomer gelten, haben bereits 2013 ihr erstes Album herausgebracht und bringen in ihrem Sound eine spannende Mischung aus Hip-Hop, Raggae und (Indie-)Rock auf die Bühne. Das kann sich wahrlich hören und sehen lassen. Das Album jedenfalls dreht derzeit fleißig seine Runden in meinem CD-Player. Aufgrund des lediglich halbstündigen Auftrittes war es mir allerdings nicht möglich, deren Konzert komplett zu verfolgen bevor es mit Madsen weiterging, welche schließlich live ein absolutes Brett sind. Die Fotos warum somit quasi bereits vorher sicher im Kasten 😉 Die Wendländer rund um die Gebrüber Madsen haben gerade ihr neues Album Kompass auf den Markt geschmissen, was sie dementsprechend auch hier präsentierten. Hinsetzen, aufspringen, T-Shirts wedeln – alles war dabei, was man sich für einen Festivalauftritt wünschen kann. 45 Minuten Spielzeit und die Auftrittszeit von 18.45 Uhr waren dem eigentlich nicht würdig. Dillinger Escape Plan sorgten im Anschluss für Kurzweile – boten sie uns Fotografen doch eine echte Herausforderung damit, dass sie über die Bühne sprangen wie junge Rehe. Skindred hingegen ist inzwischen eine feste Größe des Festivals. Der eigenwillige Sound aus Dubstep, Raggae, Hardcore, Punk und Metal ist inzwischen fast jedem Besucher des Serengeti Festivals bekannt. Ihr Auftritt unterstrich das deutlich! Es folgten Against Me! die u.a. bekannt geworden sind durch die Geschlechterangleichung der Sängerin Laura Jane Grace. Ihr aktuelles Album „Transgender Dysphoria Blues“ thematisiert das ebenfalls. Eine ganz andere musikalische Richtung boten die Headliner Fünf Sterne Deluxe an diesem Abend. Die Combo ist wohl einer der wichtigsten Wegweiser der deutschen Hip-Hop Geschichte und bietet dabei ein ganz anderes Niveau als die Jungs von Trailerpark tags zuvor. Hits wie „die Leude“ wurden quasi von allen Besuchern abgefeiert. Irgendwie sind das ja alles allgegenwärtige Ohrwürmer, die viele noch mit ihrer Jugend verbinden. Interessant war, dass der Fotograben plötzlich aus allen Nähten platzte und zig Fotografen vor Ort waren, die zuvor noch nirgends gesichtet wurden. So kam es zu regelrechten „Grabenkämpfen“ um die besten Plätze. Ich freute mich vor allem über das tolle Bühnenlicht, was knackscharfe Aufnahmen mit geringen ISO-Werten ermöglichte und gepaart mit den Seifenblasen aus der ersten Reihe tolle Motive mit sich brachte. Die „Festivalband“ Monsters of Liedermaching gehört ebenso wie Skindred oder H-Blockx zu den Konstanten des Serengeti Festivals. So durften sie heute gar mit zwei Auftritten glänzen – der zweite dann eben nach Fünf Sterne Deluxe. Als vor dem Auftritt von H-Blockx als Intro „Radio Gaga“ kam, wurde plötzlich klar, dass uns die Veranstalter nur genatzt hatten und der wahre Secret Headliner Queen sein sollte. Scherz beiseite: Die Münsteraner betraten die Bühne und brachten den Samstagabend würdig zu Ende.

 

Grafik-Sonntag

„Bei solch einem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür“ sagt man. Bei ostwestfälischem Dauer-Starkregen überlegte ich tatsächlich stundenlang, ob ich mich überhaupt noch mal auf den Weg machen sollte. Die Tatsache, dass es der letzte Serengeti Festivaltag der Geschichte sein sollte, ließ mich dann aber gut präperiert und vor Regen geschützt, doch noch los fahren. Eine nette Ordnerin ließ mich gar kostenlos auf dem Mitarbeiterparkplatz parken. Dennoch war ich zu spät dran, um die Ruhrpottpunker von Sondaschule komplett zu erleben. Stimmung sollte aber an diesem Sonntag auch nur bei einigen Wenigen wirklich aufkommen, die dann aber immerhin ausgelassen im Schlamm tanzten. So verleitete der Regen die meisten doch wohl schon seit Stunden dazu, hier die Zelte frühzeitig abzubrechen. War man doch von bis zu 10.000 Tagesbesuchern ausgegangen, waren an diesem Nachmittag/Abend maximal um die 3.000 Leute gleichzeitig auf dem Gelände, um dem Treiben zuzuschauen. Immerhin hatte es irgendwann mal aufgehört zu regnen, so dass die 257ers annähernd im Trockenen fotografiert werden konnten. Das Trio schlug musikalisch und textlich in eine ähnliche Richtung wie Trailerpark und co., verbreitete aber mit einer Schaumkanone noch ein bisschen Stimmung an diesem ansonsten doch sehr trüben Sonntag. Coheed and Cambria spielten dann wieder in strömendem Regen. So war für mich auch schnell klar, dass die ersten Songs von Bad Religion meinen persönlichen Abschied vom Serengeti Festival bedeuten würden. Bei schönem Wetter, wäre das mit Sicherheit anders gewesen, zumal die Band mir bereits seit der Jugend ans Herz gewachsen ist. The Offspring hingegen erlaubten keine freie fotografische Berichterstattung. So bekamen nur einzelne Fotografen einen gesonderten Fotopass, der vor Ort um 21.15 Uhr ausgegeben wurde. Dafür mussten sie zuvor einen Vertrag unterschreiben, der ihnen vorschreiben wollte, welchen Ausschnitt vom Sänger sie ablichten durften. Ich bekam diesen Spezial-Fotopass zwar gar nicht angeboten, hätte einen solchen Vertrag aber mit Sicherheit auch nicht unterschrieben. Es ist einfach unfassbar albern, was manche sich einbilden. Aber dieses Thema nimmt im Musikbusiness ja mehr und mehr Überhand. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die meisten Fotografen ihren „Job“ im Fotograben aus purer Leidenschaft für die Musik machen und noch nicht einmal ansatzweise ihren Lebensunterhalt damit finanzieren können, ist das einfach nur traurig. Gute Fotos sind doch schließlich für alle Beteiligten ein Gewinn.

Fazit

Wie eingangs bereits angedeutet, war meine persönliche Erwartungshaltung an dieses Wochenende in diesem Jahr nicht so sonderlich hoch. Natürlich hofft man dennoch darauf einfach positiv überrascht zu werden. Dieses gelang aber auch nur bedingt. Klar waren einige positive Überraschungen dabei: Royal Republic, die ich vorher eigentlich nicht sonderlich positiv in Erinnerung hatte, das tolle Konzert von Marcus Wiebusch, Fünf Sterne Deluxe und Madsen sowie allen voran eine einmalige Atmosphäre am dunstigen Freitagabend. Dennoch war es kein Vergleich mit den letzten drei Jahren. Woran lag’s? Nur an den Acts? Bedingt! Mich störten mitunter die doch recht geringen Spielzeiten. Tolle Künstler wie Marcus Wiebusch und Madsen mussten sich mit gerade einmal 45 Minuten begnügen. RDGLDGRN gar mit lediglich einer halben Stunde. Hinzu kam der oftmals krasse Schnitt zwischen unterschiedlichen Musikstilen. Oft folgten auf Hip-Hop-Acts harte Gitarrenklänge und andersrum. Auch wenn sich Genres heutzutage oftmals vermischen und viele Leute sich auch nicht mehr auf eine „Szene“ oder ein Genre festlegen möchten, empfand ich die Mischung teilweise als kontraproduktiv. Was die Gründe für all diese Sachen sind, weiß ich nicht. Dazu stecke ich nicht tief genug in der Materie. Vielleicht sollte das Programm absichtlich so bunt gemischt sein, damit sich die Leute nicht nur einen Tag aussuchen? Vielleicht hatten die Acts auch nur an dem jeweiligen Tag Zeit um auf dem Serengeti zu spielen? Vielleicht hängen die kurzen Spielzeit mit den beklagten überhöhten Gagen zusammen, die man so etwas drücken konnte? Vielleicht wollte man auch einfach möglichst viele unterschiedliche Bands auftreten lassen? Alles nur Mutmaßungen und darum auch nicht wirklich relevant. Die Eintrittspreise von bis zu 100 Euro für das Wochenende oder gar bis zu 60 Euro für einen Abend, empfinde ich – objektiv gesehen – für das gebotene als zu hoch. Klar, bei den ganz großen Events wie „Rock am Ring“, „Tomorrowland“ und co. werden noch einmal ganz andere Preise aufgerufen. Mir liegt es auch fern den Veranstalter da in irgendeiner Weise zu kritisieren – wahrscheinlich freuen die sich unter dem Strich bereits wenn keine Verluste zu beklagen sind. Vielmehr möchte ich da selbst noch einmal an die Worte des Veranstalters selbst erinnern und der Entscheidung, das Festival endgültig zu beenden, Respekt und Anerkennung entgegenbringen. Dass der Musikmarkt im Jahr 2015 anders funktioniert als noch vor ein paar Jahren sieht ja jeder Laie, wenn er sich mal eine Konzertkarte kauft. Unter 30 Euro ist mittlerweile auch bei unbekannteren Acts in kleineren Locations kaum noch etwas zu machen. Auch aufgrund der Eventisierung der Gesellschaft wird hier heute mehr Geld verdient als mit den eigentlichen Plattenverkäufen. Ich denke daher, dass man durchaus mit Freude auf die 10 Jahre Serengeti Festival zurückblicken sollte und den klugen Spruch „alles hat seine Zeit“ hier durchaus anwenden kann. Es ist eben manchmal besser eine Sache zu beenden als etwas fortzusetzen, was für alle Seiten die nötige Befriedigung nicht mehr mit sich bringt. Ich bin mir daher sicher, dass die Vibra Agency auch zukünftig tolle Konzerte und Events veranstalten wird und Ostwestfalen nach wie vor ein Standort dafür sein wird. In welcher Form auch immer. Wir lassen uns überraschen und freuen uns drauf. Jetzt sage ich einfach noch mal DANKE!

 

ZU ALLEN FOTOS!

Grafik

 

.PARKLICHTER-FESTIVAL 2015

// Mit Clueso, Patrice, Olson und Joris war das Konzert des Bad Oeynhausener Parklichter-Festivals in diesem Jahr hochkarätig besetzt. Hinzu kamen viele kleinere Künstler, die einen ebenso besonderem Charme versprühten wie die tolle Kulisse des Kurparks. Für mich stellte der Besuch dieses Events ein Novum dar. Mit Clueso hatten die Veranstalter allerdings auch ein handfestes Argument, welchem ich mich nicht verschließen konnte. So habe ich doch vor ein paar Jahren am Dresdener Elbufer eines der besten Konzerte überhaupt erleben dürfen. „Hauptdarsteller“ an jenem Abend war ebenfalls der sympathische „Cluesn“. Aber zurück  in das Jahr 2015:

Am heutigen Freitag machten wir uns am frühen Abend auf den Weg in das nahe gelegene Bad Oeynhausen. Damit mussten wir uns leider den sympathischen Joris entgehen lassen, der an diesem Abend hier seinen großen Heimauftritt hatte. Immerhin hörten wir auf dem Weg zum Festivalgelände noch die letzten Klänge seines großen Hits „Herz über Kopf„.

An der Location angekommen, waren wir ein bisschen verwundert darüber, dass diese trotz der großen Fläche so eng gehalten wurde. Bietet der Kurpark doch eine wesentlich weitläufigere Fläche als die, die letztendlich für diesen Festivaltag zur Verfügung stand. Zwar wurde ich später darüber aufgeklärt, dass die restliche Fläche bereits für das Feuerwerk am Samstag abgegrenzt wurde, welches wohl noch mal wesentlich mehr Besucher anlockt, aber mein Verständnis dafür, dass annähernd alle Stände mit essbarem nebeneinander auf dem schmalen Weg zwischen Hauptbühne und den anderen Bühnen aufgebaut waren, hielt sich sehr in Grenzen. Hier staute es sich somit eigentlich ununterbrochen und an jedem Stand gab es endlose Schlangen, die zu halbstündigen Wartezeiten führten. Ein bisschen mehr Entzerrung wäre hier absolut wünschenswert gewesen, zumal selbst auf dem zur Verfügung stehenden Gelände noch ordentlich Platz im hinteren Bereich war. Vielleicht bin ich hier ein bisschen empflindlich, aber ich mag halt einfach kein Gedränge.

Parklichter-Festival_20150807-82

Parklichter-Festival_20150807-91

Als wir uns dann aber doch zur Hauptbühne durchgekämpft hatten, betrat diese schon bald Olson. Der in Neuss geborene Rapper bezeichnete sich zu Beginn seiner Karriere noch als „Olson Rough“ und brachte ein Demo mit dem damals passenden Titel „Rudeboy“ heraus. Diese jugendlichen Auswüchse sind inzwischen allerdings längst vorbei, weshalb sein 2014 erschienenes Debütalbum auch den Titel Ballonherz trägt und sich somit bereits im Titel gänzlich vom Image früherer Tage abgrenzt. So kam er auch an diesem Abend überaus sympathisch daher und begeisterte vor allem die jüngeren Fans unter den 6.000 Besuchern, die ihn in der untergehenden Abendsonne gebührend feierten.

Parklichter-Festival_20150807-24 Parklichter-Festival_20150807-57 Parklichter-Festival_20150807-16

Parklichter-Festival_20150807-84 Parklichter-Festival_20150807-35

Einen kurzen Moment konnte ich anschließend noch dem Soundcheck von James Hersey lauschen, bevor ich pünktlich um 20 Uhr im Theater eintraf wo Mani Orrason seinen Auftritt hatte. Diese Location stellt sicherlich ein kleines Highlight des Festivals dar. Sind Konzerte in einem Theater doch immer etwas ganz besonderes. Hier konnte man auch mal „runter kommen“ und einfach ein bisschen entspannt den Klängen des talentierten Musikers lauschen. Aufgrund des engen Timings (und der engen Wege) blieb aber nicht allzu lange Zeit dafür.

Parklichter-Festival_20150807-126 Parklichter-Festival_20150807-95

Schließlich wollte ich pünktlich zu Patrice wieder im Graben der Hauptbühne stehen. Die Raggae-Klänge des in Köln geborenen Songwriters sollten ihre Wirkung nicht verfehlen und machten das Sommer-Feeling im Park perfekt. Immer wieder erstaunlich wie der Ostwestfale dann plötzlich doch einmal aus sich heraus kommen kann 😉 Fotografisch bot dieser Auftritt nun auch bereits deutlich mehr als die vorherigen. Schließlich war es inzwischen dämmrig, was nunmal deutlich stimmungsvoller ist als Konzerte bei Tageslicht. Hinzu kam aber auch, dass die Lichtcrew hier einfach einen guten Job machte und die Bühne in wunderbaren Farben ausleuchtete, die Patrice nicht nur sprichwörtlich im besten Licht dastehen ließen.

Parklichter-Festival_20150807-227 Parklichter-Festival_20150807-213 Parklichter-Festival_20150807-207 Parklichter-Festival_20150807-204 Parklichter-Festival_20150807-188 Parklichter-Festival_20150807-154

Parklichter-Festival_20150807-210

Bevor Clueso später die Bühne betreten sollte und Patrice seinen Auftritt beendete, schaute ich noch einmal im Theater vorbei, wo ich mir ein paar Songs von Ida Gard anhörte. Die Dänin wusste mit ihrer Stimme vom ersten Klang an zu begeistern so dass ich mir durchaus vorstellen kann mich später noch einmal intensiver mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Hier und heute ging es aber alsbald wieder Richtung Hauptbühne bevor das Gedränge zu unübersichtlich wurde. Da lobe ich mir doch so weitläufige Gelände wie beim Serengeti Festival, wo man innerhalb von 2 Minuten die Location wechseln kann und sich dabei auch nicht durchzudrängeln braucht.Parklichter-Festival_20150807-254

Pünktlich um 22.30 Uhr betrat der Headliner dann auch die große Hauptbühne und packte mit seinem Opener „Pack meine Sachen“ gleich einen allgegenwärtigen Gute-Laune-Hit aus, der das Publikum mitriss. Auch hier geht ein großes Lob an die Leute, die für das Licht zuständig sind. Uns Fotografen spielte das am heutigen Abend perfekt in die Karten. Spannendes Gegenlicht, das für etwas Dramatik sorgte und jederzeit präsentes Hauptlicht auf den Künstler. So lob ich mir das 🙂 Die Show von Clueso bot aber auch grundsätzlich schon eine Menge für’s Auge. Auf den großen LED-Bildschirmen liefen permanent Grafiken und passende Videos ab und der quirlige Erfurter flitzte ganz ordentlich über die Bühne und tauchte auch mal ins Publikum, so dass ihm mancher Besucher an diesem Abend doch recht nahe kommen konnte. Ich nehme vorweg, dass dieses Konzert nicht an den oben erwähnten Abend in Dresden heranreichte, aber es war dennoch klasse. Auch weil Cluesn im Gegensatz zu vielen anderen großen Künstlern seiner „Kategorie“ noch keine perfekt durch inszenierte Show ablieferte, sondern zwischendurch immer mal wieder improvisierte und sogar kurrzeitig die Setlist umwarf auf Wunsch des Publikums. Mir persönlich waren manche Songs schon ein wenig zu weit vom Original abgewschweift in dem sie mit diversen (elektronischen) Beats unterlegt waren, aber andererseits freue ich mich auch immer auf Konzerten etwas Anderes zu hören als aus der heimischen Anlage.

Parklichter-Festival_20150807-478 Parklichter-Festival_20150807-469 Parklichter-Festival_20150807-445 Parklichter-Festival_20150807-438 Parklichter-Festival_20150807-404 Parklichter-Festival_20150807-399 Parklichter-Festival_20150807-368 Parklichter-Festival_20150807-351 Parklichter-Festival_20150807-346 Parklichter-Festival_20150807-333Parklichter-Festival_20150807-319  Parklichter-Festival_20150807-312 Parklichter-Festival_20150807-303 Parklichter-Festival_20150807-290 Parklichter-Festival_20150807-284

Der Inhalt des Songs „Love the People“ konnte an diesem Abend allerdings von meiner Seite aus nicht gelebt werden. So war es einfach absolutes Unding wie sich manche Besucher hier benahmen. Aufgrund des engen Geländes kam es an der Stelle wo wir standen zu Gedränge. Aber anstatt in so einer Situation gelassen und respektvoll miteinander umzugehen, schienen einige nur an sich selbst zu denken und sich nicht darum zu scheren wie es anderen ergeht. Dreistes Vorgedrängel, Dickfälligkeiten und Nörgeleien wegen Rücksacken gehörten schließlich noch zu den harmloseren Dingen als sich plötzlich zwei Mädchen heftigst an die Köpfe gerieten. So kam es kurzzeitig zu einer wilden Prügelei, die allerdings vom Ordnungsdienst auch schnellstens aufgelöst wurde. Einfach schade, dass manche Leute sich scheinbar immer direkt wie eine offene Hose benehmen müssen, wenn sie denn einmal im Jahr ihre 4 Wände verlassen. Ich jedenfalls habe noch nie so eng bei einem Festival bzw. Outdoor-Konzert gestanden (auch nicht dort wo 120.000 Menschen waren) und habe ein solches Benehmen noch nicht einmal auf den wildesten Punk- oder Metal-Konzerten erlebt. Dort gehen die Leute zumeist wesentlich respektvoller miteinander um.

Zugegeben: Das trübte den eigentlich schönen Abend doch ein bisschen, aber unter dem Strich darf man den Veranstaltern der Vibra Agency wohl ein weiteres Mal ein Lob für eine sehr gute Veranstaltung mit tollen Künstlern aussprechen. Freuen würde ich mich aber dennoch, wenn einige Anregungen (Vergrößerung des Geländes und/oder Entzerrung durch andere Platzierung der Gastronomie) in Zukunft umgesetzt würden.

Alle Fotos des Tages gibt es hier!

grafik_parklichter2015

.CAMPUS FESTIVAL BIELEFELD 2015

// Wahnsinn! Mit 19.500 Besuchern vermeldete das erste Bielefelder Campus-Festival bereits “ausverkauft”. So gab es erst gar keine Tageskasse und diejenigen, die es verpasst hatten sich rechtzeitig mit den günstigen Tickets einzudecken mussten/durften das Geschehen immerhin aus der Ferne verfolgen. Beliebt waren die dabei die angrenzenden Parkhäuser und der Gang von der Bahnhaltestelle zum Hauptgebäude. Aber von vorne: Während wir arbeitsbedingt erst gegen 17 Uhr am Gelände eintrafen, machten es sich viele Besucher schon vorher nett auf dem Campus. Um 15 Uhr öffneten die Tore und bereits eine Viertelstunde später startete das Programm mit dem Hörsaal Slam. Viele der größtenteils jungen Besucher waren aber gar nicht wirklich wegen den Künstlern auf den Bühnen gekommen. Es ging ihnen mehr um die Atmosphäre und die Party überhaupt. Das war ihnen auch oftmals anzumerken. Dieser Umstand ist mitunter etwas ärgerlich für diejenigen die vornehmlich der Musik wegen da waren oder gar um einen bestimmten Künstler zu sehen. Man kann es den jungen Studentinnen und Studenten aber nicht zum Vorwurf machen. Schließlich war es ja ihr Fest und das sollten sie natürlich auch in allen Zügen genießen und auskosten. Es sei ihnen gegönnt!

20150625_CampusFestival-435

Direkt nach unserer Ankunft durften wir CHEFBOSS aus Hamburg auf der 2. Hauptbühne erleben. Die beiden Mädels verwandelten samt DJ und einer kleinen Crew an Tänzerinnen die Bühne zu einem Dancefloor. Eine Mischung aus Dancehall, Hip-Hop und Dub erinnert mitunter an SEEED und eignet sich natürlich zur völligen Party-Ekstase. Zu späterer Stunde in einem kleinen Club dürfte das eine grandiose Kombo sein, weshalb ich sicher bin, dass man von ihnen noch eine Menge hören wird.

20150625_CampusFestival-23

Pünktlich um 17.30 Uhr standen dann die Newcomer ANNENMAYKANTEREIT auf der großen Hauptbühne. Diese Band ist echt ein Wahnsinns-Phänomen. Wer ihren Hit „barfuß am Klavier“ einmal im Radio gehört hat, hat wahrscheinlich (genau wie ich) mit einem älteren bärtigen Herren gerechnet, dem diese markante Stimme gehört. In Wirklichkeit aber ist der Sänger, Henning May, gerade einmal Anfang 20 und sieht aus wie der Bandleader einer Schülerband. Hätte man die Herren durch ihre mediale Präsenz nicht schon einmal irgendwo gesehen würde man ganz sicher davon ausgehen, dass sie eine Schülerband irgendeiner Musik-AG sind. Der optische Kontrast zu dieser einmaligen markanten Stimme ist schon etwas Besonderes. Und so verwunderte es auch nicht, dass bereits großer Applaus aus dem Publikum kam, als die ersten Worte des Sängers ins Mikro geschmettert wurden. Die authentischen deutschen Texte wussten zu gefallen und kamen größtenteils sehr gut an. Dabei durfte natürlich der oben erwähnte Hit nicht fehlen, aber auch etwas heitere Songs wurden gespielt und gefeiert. Die Durchstarter füllen ohne richtiges Album bereits sämtliche Clubs und auch schon die ersten größeren Hallen. Das sind – ohne Frage – bereits riesige Erfolge und ich persönlich freue mich schon auf das erste Album, welches wohl bereits in der Mache ist. Etwas arbeiten müssten die Jungs vielleicht noch an ihrer Bühnenpräsenz. Wenngleich sie durch ihre Musik überzeugen wirken sie manchmal eben doch etwas wie die kleine, etwas unsichere Schülerband. Aber vielleicht ist es genau das, was es ausmacht!?

20150625_CampusFestival-101 20150625_CampusFestival-77

Nach dem Auftritt wurde es Zeit für einen kleinen Snack und bei dem Gang zu den Imbissbuden wurde uns dann auch erst richtig das Ausmaß dieser Veranstaltung bewusst. Abgesehen davon, dass sich der Campus als Festivalgelände tatsächlich sehr gut eignet, war es gerade im vorderen Bereich schon sehr eng und wuselig. Es ist eben nicht so weitläufig in der Breite und so wird es schnell man etwas eng.

20150625_CampusFestival-170

Pünktlich zu THEES UHLMANN schaffte ich es aber dennoch wieder in den Fotograben vor der Hauptbühne. Er war schließlich auch mein persönlicher Favorit dieses Abends. So cool und authentisch wie er sind aber auch nur wenige. Die mitunter minutenlangen Ansagen sind ja schon legendär. Besonders witzig wird es dann wenn er – wie heute – eine Geschichte über ein bekanntes Bielefelder Spaßbad erzählt. Die Liebesbekundungen an unsere schöne Stadt sind ihm dabei zu 100% abzukaufen, da ich aus sicherer Quelle weiß, dass er gerne mit ein paar Bekannten vom Fußball oftmals um die Bielefelder Häuser zieht und spätabends in der „Zwiebel“ landet. Mittlerweile hat sich da wohl mit einigen tatsächlich eine Freundschaft für‘s Leben entwickelt. Das macht den Gründer des „Grand Hotel van Cleef“ nur noch sympathischer. Aber es gab tatsächlich auch musikalisch etwas auf die Ohren. Und das war – wie gewohnt – vom feinsten. Die Hit seiner ersten beiden Alben kommen einfach immer wieder gut und lassen sich mitunter gepflegt abfeiern. Sein Charterfolg „zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ hat dabei natürlich das meiste Potential. Aber auch eine Rap-Einlage (CASPER konnte ja wieder einmal nicht da sein..) brachte die Gesichter in den ersten Reihen zum strahlen. Wie üblich stellte der Song „die Toten auf dem Rücksitz“ den Schlusspunkt seines einstündigen Auftrittes dar. Mein persönlicher Favorit den ich bei jedem Mal hören noch ein bisschen mehr liebe. Gut und gerne hätte es also noch weiter gehen können, aber die Zeit war nun einmal begrenzt.

20150625_CampusFestival-287 20150625_CampusFestival-235

Kurz danach musste ich natürlich noch flugs an der zweiten Hauptbühne vorbeischauen wo SCHNIPO SCHRANKE einen ebenso interessanten wie auch etwas verstörenden Eindruck hinterlassen. Das Duo gibt offensichtlich einen absoluten Scheiß auf Konventionen jeglicher Art. Das war sowohl ihrer Musik wie auch ihrem optischen Stil anzumerken. Beides erinnert mitunter ein bisschen an die Anfangstage von MIA oder der neuen Deutschen Welle der 80er spielt aber auch mit Hip Hop-Elementen. Zusammengefasst also sehr schräg und wild. Ich bleibe gespannt, ob wir von der Combo in Zukunft noch mehr hören werden..

20150625_CampusFestival-477

Enden sollte der Abend für uns bereits mit GENTLEMAN, welcher pünktlich um 20.30 Uhr die Hauptbühne betrat. Einmal mehr durfte ich dabei feststellen, dass der deutsche Raggae-Veteran fotografisch eine echte Herausforderung darstellt. Ähnlich wie CASPER steht er keine Sekunde still auf einem Fleck sobald er die Bühne betritt, sondern ist immer in Action und bezieht das Publikum mit ein. Das macht natürlich bereits bei den ersten Songs richtig Laune und so war es nicht verwunderlich, dass dieses Feuer direkt auf das Publikum übergesprungen war, welches schon bald mit den Armen in der Luft zu den jamaikanischen Beats tanzte. So soll es sein! „Music ist he answer!“ Wie auf einigen Luftballons vor Ort zu lesen war.

20150625_CampusFestival-400

Ein kurzer Schnack mit ein paar Freunden und bekannten setzte für uns den persönlichen Schlusspunkt unter diese gelungene Veranstaltung.

 

Alle Fotos findet Ihr hier in der Galerie!

.EINE NACHT IN BIELEFELD

// 1LIVE – EINE NACHT IN BIELEFELD
Ort: Bielefeld / diverse Locations
Datum: 12.06.2015

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltungsreihe „Eine Nacht in…“ gastierte der Radiosender 1Live in Bielefeld. Nach 2008 sollten also wieder einige Konzerte, Comedys und Partys in die Leineweberstadt kommen.

20150612_EineNachtinBielefeld-3

Mein persönliches Interesse galt in diesem Jahr vorwiegend den Österreichern WANDA. Ihr Hit „Bologna“ ist zu einem regelrechten Dauerohrwurm geworden, aber auch die restlichen Songs auf dem Album wissen zu gefallen. Also traf es sich ganz gut, dass die Newcomer nun in meine Heimatstadt kamen, um hier mit 1Live zu feiern.

Der Timetable stellte das Konzert von WANDA allerdings ans Ende. So hatten wir natürlich noch genügend Vorlaufzeit, um bei der ein oder anderen Veranstaltung zumindest mal hinein zu schnuppern. Los ging es dann um 19.00 Uhr mit JORIS im Movie am Bahnhof. Leider hatte uns niemand gesagt, dass wir zunächst ins extra eingerichtete Sendezentrum des Radiosenders pilgern mussten, um dort unsere Presse-Ausweise abzuholen.

20150612_EineNachtinBielefeld-38

Da es nicht mehr lange dauerte bis JORIS die Bühne stürmen sollte, ließ man uns gegen einen kurzen Check der Personalausweise allerdings trotzdem rein zum fotografieren. So verfolgten wir auch nur die ersten drei Songs des Vlothoers, welcher hier heute quasi ein Heimspiel hatte. Die Musik und die Bühnenperformance des Singer-Songwriters wussten durchaus zu gefallen, aber wir mussten ja erst einmal weiter – die Presse-Ausweise abholen.

Glücklicherweise sind sämtliche Locations in Bielefeld problemlos zu Fuß erreichbar, so dass das recht schnell erledigt war. Warum genau man sich beim Kölner Radiosender dazu entschieden hatte, das „brooks“ (ein Klamottenladen) zum Sendezentrum umzubauen kann ich nicht beurteilen, aber durch die Location direkt in der Innenstadt und des aufgebauten Planschbeckens hatte das tatsächlich einen gewissen Stil.

20150612_EineNachtinBielefeld-115

Unsere nächste Station sollte die Hechelei im Ravensberger Park sein. Diese schöne Location wird leider viel zu selten genutzt für derlei Veranstaltungen, da sie keinen dauerhaften (Disco-)betrieb mehr beheimatet. Umso schöner mal wieder hier zu sein. Ich muss zugeben, dass ANDREAS BOURANI nicht gerade zu meinen persönlichen Lieblingskünstlern zählt. Aber ich muss auch zugeben, dass sein Dauerbrenner „auf uns“ ein perfekter Soundtrack zum WM-Titel unserer letztjährigen Fußballhelden war und auch mich damals gepackt hat. Insofern also eine schöne Sache ihn dann mal live zu sehen und sogar fotografieren zu dürfen. Letzteres gestaltete sich indem Mini-Graben als gar nicht mal so einfach, da man tatsächlich aufpassen musste, die Musiker nicht anzurempeln und zu behindern. Aber es gibt schlimmere Probleme im Leben eins Konzertfotografen. So verfolgten wir auch hier lediglich drei Songs und bekamen dabei immerhin auch einen seiner bekanntesten Hits „nur in meinem Kopf“ zu hören.

Die komplette Setlist des Konzertes:
1. Refugium
2. Wieder am Leben
3. Alles beim Alten
4. Delirium
5. Hey

6. Ultraleicht
7. Eisberg
8. Zusammen untergehen
9. Nimm meine Hand
10. Was tut Dir gut
11. Auf anderen Wegen
12. Auf uns
13. Ein Ende nach dem Anderen
Zugaben:
14. Welt der Wunder
15. sein
16. Wunder

Nach einer Getränkepause bei feinstem Sommerwetter folgte nun der vermeintliche Höhepunkt des Abends: Zurück im Movie warteten WANDA auf ihren Auftritt. Ohne lange zu fackeln eroberten sie die Bühne und die Herzen des Publikums im Sturm. Bereits der erste Song „Luzia“ brachte die Leute zum ausflippen. Frontmann Marco verstand es dabei vom ersten Akkord an, das Publikum auf seine Seite zu bringen. Auch wenn über das komplette Konzert hinweg durchweg erkennbar war, dass diese Band ein Haufen ausgeflippter Freaks mit dem Herzen am rechten Fleck ist, war es vor allem er, der mit seiner Performance dieses Konzert zu einer grandiosen Show machen sollte. Aufgrund der Tatsache, dass sie mit „Amore“ gerade mal ein Album veröffentlicht haben, war es nicht ganz so einfach die Setlist zu füllen. Die Wiener boten dennoch ein abendfüllendes Konzertprogramm. Einige ihrer Songs wurden einfach abgewandelt in minutenlange extended Versionen („Schnaps“) oder ganz einfach zwei Mal hintereinander („Bologna“) gespielt. Klar, „Bologna“ war einfach der Höhepunkt und wurde auch vom Publikum entsprechend so abgefeiert. Man machte uns aber auch bereits einige Hoffnung auf ein neues Album, welches scheinbar direkt im kommenden herbst erscheinen soll. Zwei Songs daraus wurden dargeboten. Mit dem neuen Song „1,2,3,4“ hat man dann wohl bereits den nächsten live-kompatiblen Hit im Programm. Als dann auch die zweite Zugabe verklungen und das Publikum immer noch in Feierlaune war spielten die sympathischen Jungs einfach noch einmal den Opener, der dieses Mal noch mehr gefeiert wurde als zuvor. Meinen insgeheimen Wunsch, das Konzert einfach noch einmal komplett zu wiederholen, erfüllten sie dann leider nicht. Aber das war ihnen auch nicht zu verdenken, schließlich hatten sie sich völlig verausgabt und lagen zum Teil schweißüberströmt auf und neben der Bühne – wirklich wahr! Alles in allem hat dieses Konzert meine Erwartungen noch bei weitem übertroffen und dürfte wohl als eines der besten überhaupt in Erinnerung bleiben.

20150612_EineNachtinBielefeld-264

Die Veranstaltung „1Live – Eine Nacht in Bielefeld“ konnte unter dem Strich begeistern, wenngleich ich mir durchaus ein paar weitere Künstler gewünscht hätte, die den Newcomer-Status bereits hinter sich haben. Aber man kann es ja auch nicht jedem Recht machen und schließlich sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Für den dritten Besuch unserer schönen Stadt wünsche ich mir noch mehr Präsenz von 1Live selbst in der Stadt. Hier ist durchaus noch Potential vorhanden um Outdoor-Locations zu eröffnen, Cocktail-bars aufzubauen usw. Aber das nur am Rande! Ihr dürft jedenfalls gerne wiederkommen liebes 1Live-Team.

Alle Fotos des Abends gibt es hier!

.MC FITTI MIT’M BART

// Der bärtige Wahlberliner MC FITTI steht für kaum ein anderer im deutschen Musikbusiness für Party, gute Laune und buntes Treiben auf der der Bühne und überall dort wo er auftritt. So konnten wohl die meisten Besucher eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen, als Sie erfuhren, dass die Spaßkanone verletzt war und somit nur mit angezogener Handbremse auftreten könne. MC FITTI aber wäre nicht MC FITTI, wenn er nicht auch aus diesem Umstand etwas Positives machen würde. So rollte er mit einem aufwendig dekorierten Rollstuhl auf die Bühne, welche an sich bereits aufgrund Ihrer individuellen Bühnendekoration ein Schauspiel für sich war. Wie in einer Theaterkulisse waren hier Türen, Fenster und ein kleiner Vorgarten mit Blumen zu sehen. Die gute Laune ließ MC FITTI sich also auch in dem blinkenden Rollstuhl nicht nehmen und transportierte sie vom ersten Song direkt auf das Publikum!

Alle Fotos gibt es wie immer hier in meinem Flickr-Fotostream. Hier ein kleines best of:

20150226_MCFitti-139 20150226_MCFitti-132 20150226_MCFitti-129 20150226_MCFitti-106 20150226_MCFitti-99 20150226_MCFitti-97 20150226_MCFitti-93 20150226_MCFitti-80 20150226_MCFitti-78 20150226_MCFitti-72 20150226_MCFitti-40 20150226_MCFitti-35 20150226_MCFitti-18 20150226_MCFitti-17 20150226_MCFitti-7

.RON DIVA AM 23.01.2015 IN BAD SALZUFLEN

// Die Musik von Ron Diva und ich, das passte von Anfang an. Schon allein die Tatsache, dass er – genauso wie ich selbst – Bad Salzuflen als seine Heimat bezeichnen kann macht ihn sympathisch. Wenn man sieht, welche Größen der Detschen Indie-Szene ebenfalls dorther kommen, braucht man nicht weiter über Talent oder Qualität zu philosophieren – diese liegt ja quasi in der Wiege. Nach dem ich Ron vor fast exakt 2 Jahren zum ersten Mal live zum Album-Release seinens zweiten Werkes live erlebt habe, habe ich seine beiden Album zig fach gehört. Sie gehören für mich persönlich auch qualitativ in eine Sparte mit deutschsprachigen Indie-Größen wie die Werke von Kettcar, Tomte, die Sterne, Tocotronic oder Element of Crime (sofern man die noch als Indie bezeichnen kann), weshalb sie immer wieder gerne im CD-Player ihre Runden drehen dürfen. Umso schöner war es, nun auch mal wieder ein Live-Konzert in der Heimat zu erleben. Im ehemaligen „Station“ habe ich selbst quasi meine Jugend verbracht, während es heute von einem Verein zum „Gleis 1 Kulturbahnhof“ benannt wurde. Auch hier durften schon regelmäßig tolle Acts spielen. Ich selbst habe hier schon die Sterne und I-Fire erlebt. Ron ließ es sich an diesem Abend jedenfalls trotz hartnäckiger Erältung, nicht nehmen, seiner Heimat ein tolles Konzerterlebnis zu bieten. Der Laden war proppevoll und das Publikum ließ sich auch nicht zwei Mal bitten als es ums „Mitmachen“ ging. Zusammen mit seiner Band spielte Ron Diva an diesem Abend eine gute Mischung der besten Songs aus seinen zwei Alben und gab sogar ein neues Lied zum Besten. Nach gut 2 Stunden ging nicht nur ich zufrieden nach Hause. Neben den tollen Eindrücken vom Konzert hatte ich schließlich auch noch einige Fotos mit nach Hause genommen:

 

20150123_RonDiva_Konzert_BS-6 20150123_RonDiva_Konzert_BS-2 20150123_RonDiva_Konzert_BS-120 20150123_RonDiva_Konzert_BS-115 20150123_RonDiva_Konzert_BS-113 20150123_RonDiva_Konzert_BS-108 20150123_RonDiva_Konzert_BS-68 20150123_RonDiva_Konzert_BS-66 20150123_RonDiva_Konzert_BS-63 20150123_RonDiva_Konzert_BS-47 20150123_RonDiva_Konzert_BS-25 20150123_RonDiva_Konzert_BS-24 20150123_RonDiva_Konzert_BS-22 20150123_RonDiva_Konzert_BS-20

.SERENGETI FESTIVAL 2014

// Es ist nicht unbedingt ein Geheimnis, dass die Vorzeichen für das Serengeti Festival 2014 nicht unbedingt die besten waren. Der ursprünglich geplante Termin wurde im Januar 2014 noch in den August verschoben, was natürlich für allen „schnellen Tiger“, die Ihr Ticket bereits letztes Jahr nach dem Festival kauften ein kleiner Schlag ins Gesicht war. Nun denn: Ich fand’s gut, denn so lief das Festival wenigstens nicht parallel zum WM-Finale, denn diese Konstellation wäre wohl auch schwierig geworden, bei dem Ausgang der WM..! Als der neue Termin (den es laut Veranstalter aufgrund der verbesserten Booking-Situation geben musste) schließlich stand, trudelten auch die ersten Band-Bestätigungen ein. Anders als im letzten Jahr, ließen diese die Vorfreude aber ehrlich gesagt nur in Maßen steigen. Wirklich gefreut habe ich persönlich mich jedenfalls nur über Casper und Flogging Molly. Dass das natürlich immer etwas individuell ist, ist sicher auch klar, aber schade ist schon, dass in diesem Jahr einfach viel weniger Bands dabei waren als 2013 und die eigentlich sehr gute Warm-Up Show am Donnerstag dieses Mal gar nicht stattfand. Aber plötzlich war es auch schon August und dann verabschiedete sich auch noch der Sommer wieder, der vorher dann doch mal über einen etwas längeren Zeitraum vorbeigeschaut hatte. Vorausgesagt waren Regen, Gewitter und Stürmböen. Na herrlich … Zu allem Überfluss machte auch noch der Autoscooter schlapp, weshalb diese Attraktion (hier sollten immerhin auch noch ein paar DJ-Teams auflegen) dann leider komplett ausfallen musste. Ihr seht: Die Vorzeichen waren wahrlich nicht die besten. Aber wie wir Deutschen gerade bei der WM mal wieder vorzüglich bewiesen haben, sind wir immer dann besonders groß. wenn es um’s Meckern und Jammern geht. Und auch wenn das als Ostwestfale manchmal etwas schwer fällt, galt es natürlich, dass für dieses Wochenende abzustellen, sich treiben zu lassen um das genießen zu können, was folgte. Der Freitag begann allerdings mit einem kleinen organisatorischen Desaster. So gab es eine Kasse für Tageskarten, Presse und VIPs und zwei Schlangen für die Bändchen-Ausgabe an denen lediglich 4 Leute arbeiteten. Dementsprechend langsam ging es voran. Hinzu kam noch, dass man teilweise erzählt bekam, mit Tageskarten bräuchte man kein Bändchen und könnte so durchgehen (was ja auch absolut sinnvoll gewesen wäre, aber leider falsch war) und dass man sich mit Fotopass in die normale Schlange am Einlass einreihen sollte, obwohl man gar nicht kontrolliert wurde. Muss man alles nicht verstehen und kennt man sonst in Ostwestfalen eigentlich nur so von unserer Arminia… Unter dem Strich waren wir an diesem Freitag eine Stunde lang damit beschäftigt alles zu regeln, bis wir schließlich auf das Gelände kamen. Das kann es natürlich nicht sein und so etwas habe ich weder hier noch sonst irgendwo bislang so erlebt. Bändchen nur für Wochenend-Besucher, mehr Personal an der Ausgabe und den Kassen und eine klare Struktur und Beschilderung hätten hier auf einfache Weise dazu beitragen können, dass der rundweg vorhandene Unmut der Besucher gar nicht erst auftritt. Ebenso unverständlich ist es für mich, Papierbändchen herauszugeben und die begehrten Stoffbändchen dann für lediglich 1 Euro direkt hinter dem Einlass zu verkaufen, wo dann bereits die nächste Schlange den Durchgang verstopft. Da frage ich mich ganz ehrlich gesagt einfach was so etwas soll. Mit dem einen Euro für das Stoffbändchen dürfte wohl niemand etwas verdienen und der organisatorische Aufwand dahinter ist sicher auch nicht zu vernachlässigen. Also warum nicht einfach jedem Festival-Besucher, der immerhin bis zu 89 Euro für ein Wochenendticket zahlt, ein Stoffbändchen vorab zuschicken? Wahrscheinlich hätte wohl auch niemand etwas dagegen, wenn es dann noch mal ein paar Euro teurer würde.

Um auf meine eigenen Worte zu hören und den Zeigefinger zu erheben, soll es nun aber auch gut sein mit der Kritik. Widmen wir uns dem Wesentlichen und stellen das Positive heraus: Überaus positiv finde ich, dass der Gelände-Aufbau des Veranstaltungsgeländes exakt identisch zu Vorjahr geblieben ist. Diesen habe ich schließlich schon im letzten Jahr lobend erwähnt. Und so bin ich auch 2014 der Meinung, dass dieser viel zur entspannten Atmosphäre des Festivals beiträgt. Das habe ich auf anderen Festivals auch schon ganz anders erlebt. Da war dann zwischen den Bands eher Chaos angesagt. Aber hier passt es einfach und man kann jederzeit völlig problemlos von Hauptbühne zum Klo und weiter zum Zelt laufen ohne Wartezeiten einplanen zu müssen. Außerdem ist alles weitläufig genug, dass man sich einfach mal mit seinem Döner und seinem Bier irgendwo niederlassen und der Musik lauschen kann, während man trotzdem noch Sicht auf die Bühne hat. So soll es sein! Noch besser läuft hier lediglich die zeitliche Abstimmung der Running Order. Auf die Zeiten des Timetables kann man sich hier nämlich absolut verlassen und das ist ja auch nicht immer selbstverständlich. Nicht unerwähnt bleiben soll weiterhin, dass Vieles am Samstag besser lief. Mit Fotopass musste man sich nicht mehr in die normale Schlange stellen und auch ansonsten wirkte einiges wesentlich reibungsloser. Davor ziehe ich gern meinen Hut, wenn man die Probleme selbst erkennt und umgehend Abhilfe schafft! Respekt!

Die erste Band, die ich am Freitag mitbekam, waren Taking Back Sunday (zu den Fotos!). Aufgrund der organisatorischen Hindernisse am Eingang reichte es aber nur für ein paar Fotos bei einem Song, so dass ich nicht viel von der Musik selbst mitbekam. Ein kleines Überraschungshighlight waren dann East Cameron Folkore (zu den Fotos!) die einen interessanten Mix verschiedener Genres auf die Bühne zauberten und dabei ihre Instrumente gekonnt einsetzten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man von denen auch zukünftig noch etwas in Deutschland hören wird. Es folgte nun mein erstes persönliches Highlight mit Flogging Molly (zu den Fotos!): Auch wenn ich die Band schon lange kenne und schätze, war es mir bislang nicht vergönnt einen Live-Auftritt von ihnen zu begutachten. Umso schöner, dass sich das heute ändern sollte. Während ich mir die vergleichbaren Dropkick Murphys mittlerweile absolut kaputt gehört habe, haben mir Flogging Molly heute richtig Spaß bereitet, der lediglich durch den einsetzenden Regen und einigen eimervollen und sich respektlos benehmenden Jungbesuchern ein wenig erschüttert wurde. Als für Casper die Bühne trocken gewischt wurde (zu den Fotos!) waren die Vollidioten verschwunden (wahrscheinlich bereits ins Koma gefallen) und es brannte großer Jubel auf. Der Bühnenwischer wurde gefeiert und mit „Zugabe, Zugabe“-Rufen sogar zu einem zweiten Auftritt bewegt. Casper (zu den Fotos!) legte bei seinem Heimspiel los wie die Feuerwehr und begeisterte das Publikum bereits mit dem ersten Song. Da ich ihn selbst einmal beim „Fest van Cleef“ im Bielefelder Ringlokschuppen erlebt hatte und ziemlich enttäuscht war, überraschte er mich an diesem Abend absolut positiv. Von dem einstigen Gekrächze (sorry, aber so habe ich es damals empfunden) war nichts mehr zu hören. Stattdessen gab es eine Show vom Allerfeinsten mit tollem Bühnenbild, Feuerwerk und einer gut absgestimmten Setlist, die wohl bei keinem Fan Wünsche offen ließ. Casper gelang es gar seine alten Songs mit den poppigeren Werken der letzten zwei Alben zu vermischen, ohne dass es einen Bruch gab. Ein wahrhaft toller erster Festivaltag, der mit einem grandiosen Konzert zum Abschluss alle Widrigkeiten vergessen ließ.

Am Samstag sollten dann also Biffy Clyro als „Festival-Headliner“ nach Ostwestfalen kommen, welche auch bereits das legendäre Wembley Stadion gefüllt haben. Auch wenn ich mir zwei Alben der Band bereits ein paar Mal angehört und für „ganz nett“ befunden habe, kamen sie bei mir nie über den Status der beiläufigen Radiomusik hinaus. Das widerlegten sie heute dann aber so eindrucksvoll, dass ich seit Samstagabend die CD nicht mehr aus dem Player bekomme, dazu aber später mehr und erst einmal der Reihe nach..: Meinen persönlichen Samstag eröffnetem SDP (zu den Fotos!), von denen ich die letzten Lieder noch aus der Ferne bewundern konnte. In den Fotograben ging es zum ersten Mal an diesem Tag dann zu denm Mighty Oaks (zu den Fotos!). Etwas schade, dass diese geniale Band keinen größeren Auftritt auf der Hauptbühne bekam und sich stattdessem im kleinen und irgendwie düsteren Zelt bemühen musste, mit ihren Live-Qualitäten die Leute mitzureissen. Dass dieses vorzüglich gelang ist wohl keine Überraschung, aber nicht nur aufgrund ihrer Radio-Hits wäre ihnen sicher mehr vergönnt gewesen. Einen fulminanten Auftritt legten dann die Guano Apes (zu den Fotos!) auf’s Parkett bzw. auf die Hauptbühne. Auch gefühlte 15 Jahre nach ihrer großen Zeit, versteht es die Band um Frontfrau Sandra Nasic absolut ihr Publikum zu begeistern. Es ist schon schwierig bei einem Guano Apes-Auftritt nicht mitgerissen zu werden und so herrschte eine sehr gute und ausgelassene Stimmung vor der Bühne. Zwischen Turbostaat (zu den Fotos!) und Egotronic (zu den Fotos!) im Zelt, sollten die Alt-Punker von NOFX (zu den Fotos!) die Bühne rocken. Diese demonstrierten zwar eine Ironisch gemeinte Bocklosigkeit, konnten aber zumindest mich durch ihr abwechlsungsreiches Set (mit vielen Reggea-Elementen) und den lustigsten Ansagen des Wochenendes begeistern. Wie bereits eingangs vorweggenommen, übertrafen Biffy Clyro (zu den Fotos!) dann alle meine persönlichen Erwartungen und rissen mich bereits bei dem genialen Opener „Different People“ absolut mit. Schön zu sehen, wenn eine Band, die so groß gehyped wird, ihre Musik scheinbar wirklich lebt. So werde ich jedenfalls zukünftig nicht mehr gelangweilt in die Gegend starren, wenn sie mal wieder im Radio laufen, sondern mich an diesen genialen Aufritt erinnern. Wer weiß, vielleicht war es ja auch nicht der letzte, den ich von ihnen sehen werde..!?

Während der Sonntag in den vergangenen Jahren mit Deichkind und Seeed die Highlights des Wochenendes brachte, war es für den Hauptact Jan Delay & Disco No.1 heute eher ein Schattendasein. Der am Samstag ausgebliebene Regen kam zurück und irgendwie war heute alles ein wenig trist und grau. Es gab Sturmböen, viele Besucher waren bereits abgereist und die Stimmung sah eher nach „Durchhalten“ aus, als nach großem Spaß. Unter dem Strich also ein riesiger Kontrast zu den sonnigen und warmen Sonntagen der letzten beiden Jahre. Schade, aber dafür konnte natürlich niemand etwas. Ein wenig unglücklich wirkte dann aber das Programm: So befeuerten die Editors (zu den Fotos!) die eh schon depressive Stimmung einiger Besucher noch ein wenig mit ihrem doch etwas melancholischem Sound, der wirklich nicht unbedingt zum mitgehen einlädt, wenn man sich deren Konzert aus der Ferne anschaut. Bei näherer Betrachtung, die ich mir dann gern im Verlauf des Konzertes gönnte, wirkte das – nah an der Bühne – aber schon ganz anders. Ich behaupte jedenfalls bei den Editors die besten Fotos des Wochenendes geschossen zu haben. Dass das natürlich auch an der guten Show, des passenden Lichtes und der Austrahlung des Frontmanns lag, liegt auf der Hand. Denn es war an diesem Wochenende auch selten so einfach gute Fotos zu schießen, da einen die Motive dafür fast ansprangen! Allerdings bleibt wohl die Zusammenstellung Editors und Jan Delay etwas unglücklich, da diese Künstler bei den Fans nicht unbedingt zu vereinen sind und die eine Seite jeweils die andere ignorierte. Bevor das Festival aber seinen musikalischen Abschluss fand, durfte die Augustines (zu den Fotos!) noch einen genialen Auftritt im Zelt hinlegen und mich ein bisschen aus den Socken hauen. Denn für mich waren sie die beste Band des Sonntags! Einfach eine Band mit Live-Qualitäten, die dem Publikum von Anfang an zeigt wo der Hammer hängt. So macht es Spaß! Dann setzte der Regen wieder ein und Jan Delay & Disco No.1 (zu den Fotos!) betraten die Bühne, die laut eigener Aussage einige ihrer Hits absichtlich an den Anfang stellten, um die schlechte Stimmung zu vertreiben und die Leute mitzureissen. Das ist ihnen sicher zum Teil gelungen, aber gerade der sehr unangenehme Sprühregen tat doch seinen Teil dazu bei, dass der Sonntag am Ende etwas fad daher kam und der wohl schlecht besuchteste Tag des ganzen Wochenendes war. Während es in den vergangenen Jahren vor allem Sonntags sehr voll und eng im vorderen Bereich wurde, war es heute kein Problem hier einen guten Platz zu finden und einfach durchzulaufen.

Alles in allem hat das Serengeti Festival 2014 auch in diesem Jahr – trotz einiger Einschränkungen, die zum großen Teil wetterabhängig waren – wieder eine Menge Spaß gemacht. Ich bedanke mich an dieser Stelle gern noch einmal bei der Vibra Agency für das Vertrauen und die Akkreditierung und freue mich schon jetzt auf das große Jubiläum im folgenden Jahr. Ich bin mir sicher, dass es der Wettergott dann wieder besser meint mit der Senne und auch die organisatorischen Probleme in dieser Form nicht noch einmal so auftreten. Ein grandisoes Line-Up zum Jubiläum sollte sich darüber hinaus ja wohl von selbst verstehen, oder..!? 😉

Hier noch einmal alle Fotos in der Übersicht:

Fotogalerie Freitag!

Fotogalerie Samstag!

Fotogalerie Sonntag!

.FIDDLER’S GREEN IM FORUM

// Seit dem es das „Kamp“ als Konzertlocation nicht mehr in Bielefeld gibt haben sich auch meine Besuche bei kleineren und mittleren Konzerte deutlich verringert. Und das ganz einfach, weil durch den Wegfall vom „Kamp“ tatsächlich auch etwas weggefallen ist. Denn die Konzerte, die dort stattgefunden haben, finden nicht einfach irgendwo anders statt (..wie man ja meinen könnte..). Da in Bielefeld inzwischen auch offen über die Schließung des „Bunker Ulmenwall“ und des „Falkendom“ debattiert werden, bildet das „Forum“ wohl die letzte Bastion in dieser Größenordnung, die noch nicht geschlossen wurde oder von Schließung bedroht ist. Umso schöner, dass hier immer noch in sehr regelmäßigen Abständen interessante Konzertveranstaltungen stattfinden und dass selbst Größen wie „Tocototronic“ hier nach wie vor gerne spielen! Am heutigen Abend ging es aber weder um das „Forum“, noch um „Tocototronic“. Im Mittelpunkt stand viel mehr die Erlanger Folk-Rock-Band „Fiddler’s Green“! Nachdem ich die bittere Heimniederlage der lokalen Arminia gegen Bochum miterleben musste, eilte ich zum Forum und kam dort – oh Wunder – überpünktlich an! Die Türen wurden gerade geöffnet, als ich mich mit meinem Foto-Equipment in den warmen Laden vorgekämpft hatte. Kaum hatte ich mir ein lauschiges und gemütliches Plätzchen auf der Couch gesucht, betrat die Vorgruppe „Nachtgeschrei“ die Bühne. Die Frankfurter Band ist eindeutig dem Genre „Mittelalter-Rock“ zuzordnen und verstand es somit problemlos das Publikum zu begeistern. Nicht immer erlebt man es, dass eine Vorgruppe so gut bei dem Punlikum ankommt wie an diesem Abend.  „Fiddler´s Green“ betraten schließlich gegen 21.45 Uhr die Bühne und boten den Fans das was sie erwarteten und versprachen: „Wir spielen heute sowohl neue Songs, wie auch altbewährte Klassiker!“. Die irischen Einflüsse der Band sind bereits am Bandnamen und an der Typo dessen zu erkennen. Und so verwundert es nicht weiter, dass die Band es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, irische Folklore unter das Volk zu bringen um zusätzlich andere Genres mit einfließen zu lassen. Manchmal erinnern sie an die „Dropkick Murphys“ oder Bands wie „Mr. Irish Bastard“ und „Flogging Molly“, dann aber kommen wieder neue Elemente ins Spiel, die bei den eben aufgezählten Kapellen keine Rolle spielen. So kann man sagen, dass „Fiddler’s Green“ durchaus ihren eigenen Stil haben, der hervorragend beim Publikum ankommt und entsprechend für Stimmung sorgt. Auch mir haben sie großteils sehr gut gefallen, weshalb ich meine Akkreditierung ausgenutzt habe, um den Großteil des Konzertes dabei sein zu können. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle! Dabei sind natürlich viele tolle Fotos entstanden..:

zur Galerie!

.THE BUSINESS IN BIELEFELD! OI!

// In der Oi!-Szene gehört die in den 70er Jahren gegründete Londoner Band „The Business“ schon zu den bedeutenderen Kapellen. Dieses liegt sicher unter anderem an dem Album „Suburban Rebels“ von 1983, welches einen gewissen Kultstatus in der Szene besitzt und neben dem bekannten Titelsong unter anderem auch den Hit „Smash the Discos“ beinhaltet. Eben aufgrund dieser gewissen Szenebekanntheit war ich schon etwas verdutzt, als ich zufällig davon erfuhr, dass diese Band ein Konzert in meiner Heimatstadt geben sollte. Schließlich ist Bielefeld nicht gerade die Hochburg für Oi!-Konzerte.. Daher musste ein solches „Ereignis“ natürlich mitgenommen werden – schon alleine, um das Engagement für die Organisation dieses Konzertes zu würdigen. Leider sahen das am Montag, dem 28.10.2013 aber viele anders. So sind die gerade einmal 50 Besucher nichts anderes als erbärmlich! Dass es tatsächlich nur so wenige waren, hatte im Kern sicher zwei Gründe: 1. Wie schon angedeutet, wurde dieses Konzert praktisch nicht beworben, so dass mich (!) selbst Mitarbeiter im Movie nach Infos zu dieser Veranstaltung fragten, als ich um eine Foto-Akkreditierung bat. Ein paar winzige Facebook-Einträge (die auch ich eher zufällig wahrgenommen hatte), waren alles, was hierzu gab. Der 2. Grund für den schlechten Besuch hat wohl gewisse Unstimmigkeiten innerhalb der hiesigen Szenen als Ursache, auf welche ich aber auch nicht näher eingehen will, zumal mir dazu auch als Unbeteiligter diese Informationen im Detail gar nicht vorliegen. Aber nun gut – es ging ja eigentlich auch um Musik und Fotos: Die Akkreditierung für dieses Konzert war im Endeffekt kein Problem (danke dafür!) und so harrte ich mit „geladener Kamera“ der Dinge die da kamen. Und diese kamen zunächst einmal aus Hannover. Mit „Subculture Squad“  spielte eine sehr Hannover 96-affine Band ihren Deutschen „Oi!“ alter Schule. Das wusste durchaus zu gefallen, auch wenn die Songexte sicher auf ein feierwütigeres Publikum abgestimmt sind. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass man zu dieser Band sehr gut abgehen kann, wenn entsprechendes Publikum vorhanden ist. Der Auftritt hat mir jedenalls sehr gut gefallen, zumal ihnen für eine Vorgruppe auch eine ziemlich lange Spielzeit gewährt wurde. Als „The Business“ dann schließlich die Bühne betraten, war die Uhrzeit dementsprechend schon recht weit fortgeschritten. Da es nunmal ein Montag war und von Stimmung bei diesem Konzert keine Rede sein konnte, konzentrierte ich mich auf die Fotografie und die Musik an sich und verabschiedete mich dann schließlich bereits nach ca. einer halben Stunde. Fazit: Das Engagement derlei Konzerte in Bielefeld zu veranstalten ist sicher aller Ehren wert. Schade, wenn sie dann einerseits nicht stark genug beworden und andererseitts auch einfach ignoriert werden. Ich wage mal die Prognose, dass eine solche Veranstaltung vorerst eine gewisse Einzigartigkeit in unserer Stadt darstellen wird… leider!

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 4: SONNTAG

// ..und plötzlich war es Sonntag und der letzte Tag des Serengeti Festivals 2013 stand an. Heute sollte also der große Festivalheadliner die Senne beehren. Auserkoren war in diesem Jahr mit Seeed dann eine Band, die wohl derzeit ganz oben dabei ist bei dem heissesten Scheiss der Republik. Mit Bosse und Kettcar standen obendrein zwei „massenkompatible“ Acts im Line-Up, welche ein passendes Rahmenprogramm dafür bildeten, am heutigen Sonntag auch den größten Besucherstrom des Wochenendes an den Safaripark zu ziehen. An dieser Stelle will ich aber auch meinen Hut davor ziehen, dass es den Veranstaltern gelungen ist, ein so tolles Programm auf die Beine zu stellen. Für mich persönlich gehören diese drei Acts ebenfalls zu den Favoriten, weshalb der Sonntag natürlich allein deshalb schon ebenfalls wieder etwas Besonderes darstellte. Aufgrund der enormen Hitze und der Tatsache, dass die vergangenen Tage schon ein bisschen an den Kräften gezerrt hatten, sparten wir uns an diesem Tag dann auch alle anderen Konzerte und standen erst pünktlich zu Kettcar an der Bühne bzw. im Bühnengraben. Die pralle Sonne, die direkt auf die Bühne schien, machte es an diesem Tag nicht nur den Musikern schwer. So ist es schon eine kleine Herausforderung noch gute und interessante Fotos zu schießen, wenn schon die realen Verhältnisse für ein Ungleichgewicht in der Belichtung sorgen und praktisch jedes Gesicht per se überbelichtet ist, sofern man nicht auf die Tiefenwirkung größerer Blenden verzichten möchten. Auch wenn Frontmann Marcus Wiebusch sich eine Sonnenbrille aus dem Publikum leihen musste, blieb die Vorzeigeband des Hamburger „Grand Hotel van Cleef“ aber völlig cool und spielte ein munteres Set, was die Leute zum Tanzen und träumen brachte. Eben das, was man von Kettcar erwartet! Mehr als 45 Minuten waren aber leider nicht drin, weshalb es natürlich bei weitem nicht ausreichte die besten Kettcar-Lieder alle unterzubringen. Dennoch waren schlussendlich alle glücklich, da die großen Klassiker wie „Landungsbrücken raus“ und „Balu“ glücklicherweise integriert und entsprechend abgefeiert wurden. Ein paar Becher Wasser später bestieg bereits Axel Bosse mit seiner Band die Bühne. Hätte ich vom Braunschweiger ebenfalls eher einen ruhigen und relaxten Auftritt erwartet, staunte ich nicht schlecht, als meine Kamera und ich den Burschen plötzlich die die Zuschauermassen und quer über die Bühnenkonstruktion verfolgen mussten. War ich doch schon begeistert vom aktuellen Album „Kraniche“, so war ich heute erst recht begeistert, als ich mit ansehen und fotografieren durfte mit welcher Leidenschaft und Emotion der Niedersachse seine Songs zum Besten gab. Zum Ende des Konzerts war er gar dermaßen durchgeschwitzt, dass man meinen könnte, er hätte zwischenzeitlich eine Fahrt mit der Wildwasserbahn im benachbarten Freizeitpark absolviert. Völlig begeistert warteten wir anschließend also nun auf die großen Berliner und freuten uns direkt als die Bassboxen zitterten. Wie im letzten Jahr Deichkind, brachten auch Seeed ihre komplett eigene Bühnenkonstruktion mit, welche sie hinter einem Vorhang aufbauten. Die stufige Konstruktion im Holzlatten-Design erwies sich auch als angebracht, um wirklich alle Musiker der großen „Seeed-Familie“ auch sehen zu können. Da die meisten Besucher wohl vor allem wegen ihnen hier waren, ging nun auch ordentlich die Party ab und so ziemlich jeder – von der ersten Reihe bis hinten zum Autoscooter – ließ sich von der guten Laune Mischung aus Raggae, Dancehall, Soca, Hip Hip und co. anstecken. Die tiefstehende Abendsonne sorgte für tolles Licht und brachte eine ganz eigene Atmosphäre mit zu diesem Konzert. Da störte es mich dann letztendlich auch nicht, dass die Bühnenbeleuchtung nicht wahrgenommen und die Gesichter natürlich trotzdem noch zu hell waren. Viel mehr störte mich dagegen die Tatsache, dass wir Fotografen nach nur wenigen Sekunden Anwesenheit von der Rolli-Tribüne geschmissen wurden, da es sich hier nun eine Schar Kinder bequem gemacht hatte um besser sehen zu können. Letzteres war ja verständlich, nur frage ich mich, mit welcher Berechtigung wir dann nicht mehr dort sein durften. Nun ja, selbstverständlich konnte diese Nebensächlichkeit das grandiose Wochenende dann auch nicht trüben und so blieben rundum positive Eindrücke hängen, nachdem wir Seeed noch bis in die frühe Nacht gebührend abgefeiert hatten. Ich freu mich schon jetzt auf das nächste Jahr!

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 3: SAMSTAG

// Am Samstag versprach das Line-Up schon im Vorfeld einiges: So sollten am Abend die Broilers die Bühnenbretter in ihrer ersten Headliner-Festivalshow betreten. Bevor ich meine Lieblingsband dann aber aus dem Graben heraus fotografieren durfte, gaben andere Kaliber ihr Stelldichein – und das war nicht von schlechten Eltern: Wir entschieden uns dafür, mit Skindred ein mögliches Highlight auszulassen und erst am Abend pünktlich zu Itchy Poopzkid anzureisen. Die Eislinger kennen viele vor allem von MTV. Hier gewannen Sie einen Band-Contest gegen die Band Madsen und moderierten fortan eine eigene Show auf dem Sender. Das ist mittlerweile allerdings schon 5 Jahre her. Heute sind sie mit ihrem fünften Album „Ports & Chords“ auf Tour und machten dabei auch Halt in der Senne. Die Punkrocker erinnern an üblichen amerikanischen „gute Laune Punk“ wie man ihn oft in amerikanischen Komödien findet, aber auch an die Donots aus dem Münsterland (mit ihnen haben sie ja immerhin auch schon zusammen getourt). Dazu gab es immer wieder Interaktionen mit dem Publikum, was unter dem Strich ein rundes Paket darstellte  und trotz praller Sonne in Bühnenrichtung zu bester Stimmung führte. Im Zelt stellten die Berliner Mega Mega mit ihrem Hipster Rap-Punk bereits den nächsten Act, bevor mit Danko Jones eine klasse Streetrock-Kappelle auf der Hauptbühne aufspielte und ordentlich ablieferte. Im Anschluss stand schließlich Daniel Wirtz als Act im Zelt auf dem Programm. Der ehemalige Frontmann der Band Sub7even kann mittlerweile eine stolze Fangemeinde vorweisen, die sich auch hier deutlich zu erkennen gab und seinem Konzert einen würdigen Rahmen gab. Beor die Headliner den Abend krönen konnten, folgte ein absolutes Highlight des Wochenendes: Irié Révoltes! Auch wenn ihre Texte meist französisch sind, stammen die neun Jungs aus dem Baden-Württembergischen Heidelberg. Mit Ihrer Mischung als Ska, Raggae, Punk, Dancehall und Hip Hop prägen sie einen eigenen Stil, den es in ähnlicher Form wohl nur selten gibt. Warum sie als „Live-Band“ gelten, bewiesen sie an diesem Samstag eindrucksvoll. Weder auf noch vor der Bühne war an Rumstehen und Kopfnicken zu denken. Stattdessen ging es an allen Fronten richtig zur Sache. Während mit T-Shirts gewedelt, gepogt und getanzt wurde, posaunten die sozial und gesellschaftlich engagierten Bandmitglieder Ihre teilweise politischen, kritischen und deutlichen Rhymes in den Senner Abendhimmel. Dass dabei kein Halten angesagt war, war klar. Insofern mussten die Düsseldorfer Punkrocker später am Abend dann einiges abliefern, um diese Show noch zu toppen. Bei dem Werdegang, den diese Band hinter sich hat, bestand daran aber überhaupt kein Zweifel. So ist es schon interessant mitzuerleben wie eine Band aus dem Skinhead-Milieu, die vor 10 Jahren noch keiner im Mainstream kannte, plötzlich eine der besten Livebands der Republik stellt. Daran, dass sie dazu fähig wären, bestand für mich als Fan  der (fast) ersten Stunde, eigentlich kein Zweifel. So war die Livepower der Band bereits bei meinem ersten Livekonzert dieser Band zu spüren. Das war Anno 2005 im Jugendzentrum „Regenbogen“ in Hameln. Damals versammelten sich vielleicht zwischen 50 und 100 Jugendliche, Punks, Skinheads und Sozialarbeiter in dem eigentlich nicht unbedingt für Livekonzerte gedachtem Jugendzentrum. Diese hatten aber genauso viel Spaß an diesem Aprilabend wie die Band selbst. Seit der Veröffentlichung des Albums „Vanitas“ im Jahre 2007 ging es steil bergauf mit der Band. Das einstige Hobby würde für die Bandmitglieder zur Berufung und sie waren alsbald im Mainstream angekommen. Ohne ihre Wurzeln zu vernachlässigen und auf irgendwelche Hypes aufzuspringen verfolgten sie konsequent ihren eigenen Stil, den sie bis heute prägen. Dass mittlerweile eben ein paar mehr Leute zu den Konzerten kommen als früher hat – wie immer – natürlich seine Licht und Schattenseiten. Nach den beiden ausverkauften Konzerten in der Düsseldorfer Philippshalle vergangenen Dezember, stellte dieser Abend nun also ein weiteres Highlight der Bandgeschichte dar: Die erste Broilers-Headlinershow auf einem Festival. Entsprechend motiviert ging ich meine Sache als Fotograf an und wurde mit tollen Motiven und Fotos belohnt, die die grandiose Stimmung dieses wunderbaren Tages vielleicht ein bisschen wiedergeben.

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 2: FREITAG

// Zugegeben: Das reguläre Bühnenprogramm nach der Warm-Up Party am vergangenen Tag startete gemächlich ins Wochenende und das Line-Up des Tages konnte nicht auf Anhieb alle überzeugen. So verwunderte es nicht, dass an diesem Freitag nur sehr wenige Tagesgäste den Weg zum Gelände fanden. Die meisten Besucher durften somit wohl die Wochenendzeltgäste gestellt haben. Ich selbst traf beim Set von The Black Seeds auf dem Gelände ein und konnte so noch kurz in den Sound der Neuseeländer hineinhören. In den Bühnengraben ging es folglich an diesem Tag erstmals bei dem US-amerikanischen Rapper Watsky in das Zelt. Anschließend folgte „Gute-Laune-Musik“ der feinsten Sorte mit Karamelo Santo aus Argentinien. Ein heißer Mix aus Ska, Raggae, Punk, Hip Hop und Jazz wurde auf die Mainstage gezaubert, was die anwesenden zu Tanzeinlagen und Hüftschwüngen animierte. Nach einer Dreiviertelstunde Party, kamen nun die Freunde der härteren Gangart auf Ihre Kosten. Im Zelt machten sich Eskimo Callboy bereit die Bretter zu erobern. Eine beachtliche Fangemeinde feierte die aufstrebende Metalcore-Band ordentlich ab. Die „alten Hasen“ von Suicidal Tendencies stimmten derweil bereits ihre Instrumente auf der Hauptbühne. Die Hardcore-Legende aus den USA brachten ihren teils brachialen Sound für eineinhalb Stunden auf die Hauptbühne und ließen die Fangemeinde entsprechen toben! Hauptact des Abends waren aber  Skunk Anansie, welche wohl so ziemlich jeder Musikfreund vor allem wegen Ihres größten Hits „Hedonism“ kennen dürfte. Entgegen der landläufigen Meinung („one-hit-wonder“) konnte die Band mich an diesem Abend mit ihrem Live-Auftritt absolut überzeugen. Die stimmgewaltige Frontfrau „Skin“ fegte über die Bühne, dass es eine Freude war. Ihre Leidenschaft für die Musik und die ihre Texte waren förmlich greifbar, weshalb auch eher skeptische Zuschauer Gefallen an dem Set fanden und die Briten entsprechend abfeierten. Dass diese Auftritt natürlich auch für mich aus fotografischer Sicht der Höhepunkt des Tages sein sollte, versteht sich somit von selbst! Aber urteilt selbst beim Durchklicken durch die Galerie:

zur Galerie!

.SERENGETI FESTIVAL 2013 VORBERICHT

// Das „Serengeti Festival“ hat sich vom kleinen Versuch auch in OWL mal ein richtiges Festival zu auf die Beine zu stellen, in den letzten Jahren zu einem Garant unter den deutschen Festivals entwickelt. Als 2006 das erste „Serengeti Festival“ in Schloß Holte Stukenbrock startete, konnten mit „Dog eat Dog“ und den „H-Blockx“ zwar bereits bekannte Gruppen an den Teuto geholt werden; so richtig groß wurde es dann aber erst mit dem Umzug 2011. Während das Festival bis 2010 an einer Fläche hinter dem Hallenbad über die Bühne ging und es leider keinen zeltplatz o.ä. gab (bekannte Gäste bis dahin u.a.: H-Blockx, Dog eat Dog, Juli, The BossHoss, MIA., Tito & Tarantula, Revolverheld, Volbeat, Bloodhound Gang, Donots, Subway to Sally, Flogging Molly, In Extremo, Bad Religion, Kraftclub, Deichkund, Maximo Parrk, Madsen und viele Mehr), musste mehr Raum gefunden werden. Allein schon aufgrund des Namens bot sich natürlich ein Umzug zum „Safari-Park“ förmlich an. Erstmals konnte so ein eigener Zeltplatz zur Verfügung gestellt werden. Die Entwicklung der letzten jahre ging steil bergauf. So kamen 2011 noch rund 15.000 Besucher, während 2012 – das erste Jahr nun mit 2 Bühnen und drei Tage Programm -wohl um die 29.000 Musikbegeisterte in Schloß Holte-Stukenbrock feierten. In diesem Jahr versprechen die Veranstalter allerdings noch einmal eins drauf zu setzen. So gibt es neben den drei Tagen Programm nun auch eine sehr attraktive „warm-up“-Party und neben den „normalen“ Hauptacts auch ein Set wo u.a. Fritz Kalkbrenner auflegt. Obwohl ich großer Musikliebhaber und Fan von vielen Bands bin, die bislang dort waren, hat es mich im letzten Jahr zum ersten Mal zum „Heim-Festival“ verschlagen. Die Karten für dieses Jahr sind längst gesichert, denn auch 2013 haben sich die Veranstalter nicht lumpen lassen. Spielen doch alleine schon mit Kettcar, den Broilers und Seeed drei absolute Live-Granaten und drei meiner Lieblingsbands auf! Freut Euch schon auf den Bericht mit hoffentlich vielen Fotos, des wohl bislang größten Serengeti Festivals! Aber noch wichtiger: Greift zu, so lange es noch Karten gibt und feiert mit auf der wohl derzeit größten Party in ganz OWL!
________

19. – 21. Juli 2013 in Schloss Holte-Stukenbrock www.serengeti-festival.de

Präsentiert von: Visions, Festivalplaner, MusiX, Eins Live
Veranstalter: Vibra Agency

3 TAGE + 2 BÜHNEN + knapp 50 Live-Acts

_________

Line-Up 2013:
All Day Long: SEEED, BROILERS, SKUNK ANANSIE, BOSSE, DANKO JONES, SUICIDAL TENDENCIES, SKINDRED, KETTCAR, IRIE RÉVOLTÉS, TRIGGERFINGER, DISCO ENSEMBLE, DIE ORSONS, ITCHY POOPZKID, DOPE D.O.D., ACTION BRONSON, THE BLACK SEEDS, WIRTZ, FUNERAL FOR A FRIEND, BALKAN BEAT BOX, ADEPT, HOFFMAESTRO, MONTREAL, GROSSSTADTGEFLÜSTER, KARAMELO SANTO, ESKIMO CALLBOY, MONSTERS OF LIEDERMACHING, STRIKE ANYWHERE, SOLILLAQUISTS OF SOUND, GASMAC GILMORE, MEGA! MEGA!, TEMPLETON PEK, DIRK SIEDHOFF & FRIENDS

_________

Artikelbild: Aus dem Pressefundus von www.serengeti-festival.de

 

.RON DIVA – ALBUM RELEASE KONZERT

// Bad Salzuflen sei die Wiege der „Hamburger Schule“ so sagt man. Aus der beschaulichen Kurstadt in Ostwestfalen kommen Künstler wie Frank Spilker (die Sterne) und Jochen Distelmeyer (Blumfeld). Lange bevor diese Idee nach Hamburg getragen wurde und Bands wie Tocotronic auch kommerziell Erfolge verbuchen konnten, legten sie den Grundstein für das was später „Hamburger Schule“ genannt wurde. Nun macht sich wieder ein Sohn der Stadt (nun ja, ursprünglich entstammt der gute Ron dem Mecklenburger Land…) auf, die Erben seiner bekannten Vorgänger fortzuführen und verzaubert seine Fans mit wunderbaren deutschen Lyrics, die zwischen Folk und Pop alles sind, aber wahrlich nicht öde oder langweilig! Melancholisch, schön, tiefgründig und auch mal ein bisschen ausgeflippter. Und so hinken die Vergleiche mit Bands wie Blumfeld, Tocotronic oder die Sterne auch nicht wirklich.

Heute, am 18.01.2013, jedenfalls brachte dieser talentierte Künstler sein zweites Album heraus und stellte dieses im Rahmen eines Album Release-Konzertes seinem Publikum vor. Der Bielefelder Falkendom jedenfalls war zu Konzertbeginn gut gefüllt und es soll sogar Fans gegeben haben, die einen Tag Anreise für diesen Abend in Kauf genommen haben. Der Weg jedenfalls war es wert! Das Konzert von Ron und seiner Band konnte vom ersten Moment an begeistern. Auch wenn der ein oder andere Song mal leicht hakte (was wiederum die Stimmung auflockerte), suggerierten die Musiker auf der Bühne, dass sie Ihr Handwerk verstehen und stets mit Leidenschaft bei der Sache sind. Zusammengefasst ein toller Abend, ein tolles Album und sicherlich ein (Geheim-?)Tipp unter den vielen talentierten deutschen Singer-Songwritern. Danke für den Abend und bitte mehr davon, Ron!

zur Galerie!

 

.KONTAKT