. WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN..

// …denn das Gute liegt so nah ..! Na ja, „nah“ ist für eine Entfernung von 550km sicherlich nicht zwingend das richtige Wort, aber es muss halt nicht immer Spanien, Italien und co. sein um ein bisschen zu relaxen und tolle Fotos zu machen. So zog es uns diesen Juni an die Ostsee auf die wunderbare und wahnsinnig vielseitige Insel Rügen! Auch wenn die Erholung und das Erlebnis im Vordergrund standen, war die Kamera natürlich immer dabei. Natürlich war es überhaupt kein Problem, tolle Fotomotive auf Rügen zu finden. Die Insel bietet einfach unglaublich viel was man sich anschauen und erleben kann. Neben dem bekanntesten Naturdenkmal – den Kreidefelsen – sollten u.a. auch die Prora, der neue Naturkundepfad (hoch über den Bäumen), die Seebrücke in Sellin, die Insel Hiddensee und natürlich der Strand und die Ostsee an sich unsere Ziele sein. Einige Eindrücke dieser wunderbaren Reise findet Ihr nun hier:

.LANDSCAPE PORN FROM OWL

// In den vergangenen Tagen begrüßte uns stets eine stattliche Nebelfront zu früher Stunde in unserem schönen Ostwestfalen. Dass mit Nebel und schönem Licht bei tiefstehender  Sonne oftmals die besten Landschaftsaufnahmen gelingen. ist kein Geheimnis. Also galt es, eine passende, möglichst naturbelassene Location zu finden, die ein passendes Motiv bietet. Da der Nebel allerdings teilweise so stark war, dass fotografieren sinnlos erschien, gestaltete sich dieses gar nicht so einfach. Am gestrigen Donnerstag sollte ich dann aber doch den richtigen Riecher haben, der mir diese tolle Aufnahme in der Nähe der Autobahnabfahrt Herford/Bad Salzuflen ermöglichte.

OWL_Nebel_HDR

.Morgendlicher Nebelzauber

// Wenn die Temperaturunterschiede besonders krass sind hat man morgens oft mit dichtem (Boden-)nebel zu kämpfen. Für einen Fotografen oftmals sowohl Fluch als auch Segen. Ein bisschen Nebel ist schön, aber zu viel sollte es dann doch nicht sein. So war es auch bei meiner kleinen Fototour am gestrigen Morgen. Eigentlich hätte ich mir ein bisschen weniger Nebel gewünscht und damit einhergehend einen schönen Sonnenaufgang in dessen Zusammenhang. Aber das kann man sich natürlich nicht aussuchen. So ging es in der Hoffnung hoch oben über den Nebel schauen und die Sonne erkennen zu können, hoch zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica. Bereits auf dem Weg dort hin war klar, dass auch dieses Vorhaben ins Wasser (bzw. in die „Nebelsuppe“) fallen sollte. Als ich bereits ein bisschen enttäuscht war, erkannte ich allerdings die mystischen Motive, die trotz der „dicken Suppe“ wunderbar umzusetzen waren.

 

.CHRISTMAS OVER BIELEFELD

// Es wurde mal Zeit die einst von mir 2005 erstellte Aufnahme „Bielefeld zur Weihnachtszeit“ zu erneuern. Mit neuer Technik und neuen Möglichkeiten. Nur etwas schade, dass man nicht mehr auf den alten Eck-Burgturm kommt, um das beste Panorama zu haben. Aber auch mit Baum auf dem Bild, lohnt sich ein Ausflug zur Sparrenburg Bielefeld doch immer wieder! Die Aufnahme von 2005 findet Ihr hier (leider sind die Exif-Daten nicht korrekt, es war wirklich 2005..). Bei der Gelegenheit sind gleich auch noch ein paar weitere „blaue Stunde“-Fotos entstanden, denn einen solchen schönen Wintertag, wie an diesem Freitag hatten in dieser Saison noch nicht. Das will schließlich genutzt werden.

 

.MORGENDLICHER NEBELZAUBER

// Der Übergang vom Sommer zum Herbst ist oft von einem ganz besonderen Zauber geprägt. Ebenso wie es an schönen Herbsttagen vorkommt, dass frühmorgendlicher Nebel uind Dunst sich mit den ersten Sonnenstraheln des Tages zusammenfinden, passiert dieses oft in den letzten Zügen des Sommers. Die erste Kaltfront zieht auf und wird dann noch einmal von einem Hoch überwältigt. So geschehen Anfang September 2013 in Deutschland. In diesen Tagen kündigte sich schon früh an, dass es noch einmal richtig sommerlich werden sollte. Also galt es für den ambitionierten Fotografen natürlich, dieses Schauspiel zu nutzen und rechtzeitig vor Ort zu sein, um diese einzigartige Stimmung festzuhalten.

 

.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 4: SONNTAG

// ..und plötzlich war es Sonntag und der letzte Tag des Serengeti Festivals 2013 stand an. Heute sollte also der große Festivalheadliner die Senne beehren. Auserkoren war in diesem Jahr mit Seeed dann eine Band, die wohl derzeit ganz oben dabei ist bei dem heissesten Scheiss der Republik. Mit Bosse und Kettcar standen obendrein zwei „massenkompatible“ Acts im Line-Up, welche ein passendes Rahmenprogramm dafür bildeten, am heutigen Sonntag auch den größten Besucherstrom des Wochenendes an den Safaripark zu ziehen. An dieser Stelle will ich aber auch meinen Hut davor ziehen, dass es den Veranstaltern gelungen ist, ein so tolles Programm auf die Beine zu stellen. Für mich persönlich gehören diese drei Acts ebenfalls zu den Favoriten, weshalb der Sonntag natürlich allein deshalb schon ebenfalls wieder etwas Besonderes darstellte. Aufgrund der enormen Hitze und der Tatsache, dass die vergangenen Tage schon ein bisschen an den Kräften gezerrt hatten, sparten wir uns an diesem Tag dann auch alle anderen Konzerte und standen erst pünktlich zu Kettcar an der Bühne bzw. im Bühnengraben. Die pralle Sonne, die direkt auf die Bühne schien, machte es an diesem Tag nicht nur den Musikern schwer. So ist es schon eine kleine Herausforderung noch gute und interessante Fotos zu schießen, wenn schon die realen Verhältnisse für ein Ungleichgewicht in der Belichtung sorgen und praktisch jedes Gesicht per se überbelichtet ist, sofern man nicht auf die Tiefenwirkung größerer Blenden verzichten möchten. Auch wenn Frontmann Marcus Wiebusch sich eine Sonnenbrille aus dem Publikum leihen musste, blieb die Vorzeigeband des Hamburger „Grand Hotel van Cleef“ aber völlig cool und spielte ein munteres Set, was die Leute zum Tanzen und träumen brachte. Eben das, was man von Kettcar erwartet! Mehr als 45 Minuten waren aber leider nicht drin, weshalb es natürlich bei weitem nicht ausreichte die besten Kettcar-Lieder alle unterzubringen. Dennoch waren schlussendlich alle glücklich, da die großen Klassiker wie „Landungsbrücken raus“ und „Balu“ glücklicherweise integriert und entsprechend abgefeiert wurden. Ein paar Becher Wasser später bestieg bereits Axel Bosse mit seiner Band die Bühne. Hätte ich vom Braunschweiger ebenfalls eher einen ruhigen und relaxten Auftritt erwartet, staunte ich nicht schlecht, als meine Kamera und ich den Burschen plötzlich die die Zuschauermassen und quer über die Bühnenkonstruktion verfolgen mussten. War ich doch schon begeistert vom aktuellen Album „Kraniche“, so war ich heute erst recht begeistert, als ich mit ansehen und fotografieren durfte mit welcher Leidenschaft und Emotion der Niedersachse seine Songs zum Besten gab. Zum Ende des Konzerts war er gar dermaßen durchgeschwitzt, dass man meinen könnte, er hätte zwischenzeitlich eine Fahrt mit der Wildwasserbahn im benachbarten Freizeitpark absolviert. Völlig begeistert warteten wir anschließend also nun auf die großen Berliner und freuten uns direkt als die Bassboxen zitterten. Wie im letzten Jahr Deichkind, brachten auch Seeed ihre komplett eigene Bühnenkonstruktion mit, welche sie hinter einem Vorhang aufbauten. Die stufige Konstruktion im Holzlatten-Design erwies sich auch als angebracht, um wirklich alle Musiker der großen „Seeed-Familie“ auch sehen zu können. Da die meisten Besucher wohl vor allem wegen ihnen hier waren, ging nun auch ordentlich die Party ab und so ziemlich jeder – von der ersten Reihe bis hinten zum Autoscooter – ließ sich von der guten Laune Mischung aus Raggae, Dancehall, Soca, Hip Hip und co. anstecken. Die tiefstehende Abendsonne sorgte für tolles Licht und brachte eine ganz eigene Atmosphäre mit zu diesem Konzert. Da störte es mich dann letztendlich auch nicht, dass die Bühnenbeleuchtung nicht wahrgenommen und die Gesichter natürlich trotzdem noch zu hell waren. Viel mehr störte mich dagegen die Tatsache, dass wir Fotografen nach nur wenigen Sekunden Anwesenheit von der Rolli-Tribüne geschmissen wurden, da es sich hier nun eine Schar Kinder bequem gemacht hatte um besser sehen zu können. Letzteres war ja verständlich, nur frage ich mich, mit welcher Berechtigung wir dann nicht mehr dort sein durften. Nun ja, selbstverständlich konnte diese Nebensächlichkeit das grandiose Wochenende dann auch nicht trüben und so blieben rundum positive Eindrücke hängen, nachdem wir Seeed noch bis in die frühe Nacht gebührend abgefeiert hatten. Ich freu mich schon jetzt auf das nächste Jahr!

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.SERENGETI FESTIVAL 2013 – TAG 3: SAMSTAG

// Am Samstag versprach das Line-Up schon im Vorfeld einiges: So sollten am Abend die Broilers die Bühnenbretter in ihrer ersten Headliner-Festivalshow betreten. Bevor ich meine Lieblingsband dann aber aus dem Graben heraus fotografieren durfte, gaben andere Kaliber ihr Stelldichein – und das war nicht von schlechten Eltern: Wir entschieden uns dafür, mit Skindred ein mögliches Highlight auszulassen und erst am Abend pünktlich zu Itchy Poopzkid anzureisen. Die Eislinger kennen viele vor allem von MTV. Hier gewannen Sie einen Band-Contest gegen die Band Madsen und moderierten fortan eine eigene Show auf dem Sender. Das ist mittlerweile allerdings schon 5 Jahre her. Heute sind sie mit ihrem fünften Album „Ports & Chords“ auf Tour und machten dabei auch Halt in der Senne. Die Punkrocker erinnern an üblichen amerikanischen „gute Laune Punk“ wie man ihn oft in amerikanischen Komödien findet, aber auch an die Donots aus dem Münsterland (mit ihnen haben sie ja immerhin auch schon zusammen getourt). Dazu gab es immer wieder Interaktionen mit dem Publikum, was unter dem Strich ein rundes Paket darstellte  und trotz praller Sonne in Bühnenrichtung zu bester Stimmung führte. Im Zelt stellten die Berliner Mega Mega mit ihrem Hipster Rap-Punk bereits den nächsten Act, bevor mit Danko Jones eine klasse Streetrock-Kappelle auf der Hauptbühne aufspielte und ordentlich ablieferte. Im Anschluss stand schließlich Daniel Wirtz als Act im Zelt auf dem Programm. Der ehemalige Frontmann der Band Sub7even kann mittlerweile eine stolze Fangemeinde vorweisen, die sich auch hier deutlich zu erkennen gab und seinem Konzert einen würdigen Rahmen gab. Beor die Headliner den Abend krönen konnten, folgte ein absolutes Highlight des Wochenendes: Irié Révoltes! Auch wenn ihre Texte meist französisch sind, stammen die neun Jungs aus dem Baden-Württembergischen Heidelberg. Mit Ihrer Mischung als Ska, Raggae, Punk, Dancehall und Hip Hop prägen sie einen eigenen Stil, den es in ähnlicher Form wohl nur selten gibt. Warum sie als „Live-Band“ gelten, bewiesen sie an diesem Samstag eindrucksvoll. Weder auf noch vor der Bühne war an Rumstehen und Kopfnicken zu denken. Stattdessen ging es an allen Fronten richtig zur Sache. Während mit T-Shirts gewedelt, gepogt und getanzt wurde, posaunten die sozial und gesellschaftlich engagierten Bandmitglieder Ihre teilweise politischen, kritischen und deutlichen Rhymes in den Senner Abendhimmel. Dass dabei kein Halten angesagt war, war klar. Insofern mussten die Düsseldorfer Punkrocker später am Abend dann einiges abliefern, um diese Show noch zu toppen. Bei dem Werdegang, den diese Band hinter sich hat, bestand daran aber überhaupt kein Zweifel. So ist es schon interessant mitzuerleben wie eine Band aus dem Skinhead-Milieu, die vor 10 Jahren noch keiner im Mainstream kannte, plötzlich eine der besten Livebands der Republik stellt. Daran, dass sie dazu fähig wären, bestand für mich als Fan  der (fast) ersten Stunde, eigentlich kein Zweifel. So war die Livepower der Band bereits bei meinem ersten Livekonzert dieser Band zu spüren. Das war Anno 2005 im Jugendzentrum „Regenbogen“ in Hameln. Damals versammelten sich vielleicht zwischen 50 und 100 Jugendliche, Punks, Skinheads und Sozialarbeiter in dem eigentlich nicht unbedingt für Livekonzerte gedachtem Jugendzentrum. Diese hatten aber genauso viel Spaß an diesem Aprilabend wie die Band selbst. Seit der Veröffentlichung des Albums „Vanitas“ im Jahre 2007 ging es steil bergauf mit der Band. Das einstige Hobby würde für die Bandmitglieder zur Berufung und sie waren alsbald im Mainstream angekommen. Ohne ihre Wurzeln zu vernachlässigen und auf irgendwelche Hypes aufzuspringen verfolgten sie konsequent ihren eigenen Stil, den sie bis heute prägen. Dass mittlerweile eben ein paar mehr Leute zu den Konzerten kommen als früher hat – wie immer – natürlich seine Licht und Schattenseiten. Nach den beiden ausverkauften Konzerten in der Düsseldorfer Philippshalle vergangenen Dezember, stellte dieser Abend nun also ein weiteres Highlight der Bandgeschichte dar: Die erste Broilers-Headlinershow auf einem Festival. Entsprechend motiviert ging ich meine Sache als Fotograf an und wurde mit tollen Motiven und Fotos belohnt, die die grandiose Stimmung dieses wunderbaren Tages vielleicht ein bisschen wiedergeben.

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.AUF MOTIVJAGD IM ECHTEN SPANIEN

// Der wichtigste Jahresurlaub will gut geplant sein. So sind die Erwartungen meist hoch und es ist beileibe nicht einfach allen gerecht zu werden. Und das schon gar nicht, wenn einer während des Urlaubes seiner fotografischen Leidenschaft nachgehen will. Ja, natürlich gibt es gerade im Urlaub unheimlich viele tolle, exotische Motive, die man zu Hause kaum finden würde. Trotzdem sollte der komplette Urlaub ja auch nicht nur daraus bestehen, ständig auf der Suche nach den tollsten Motiven zu sein. Schließlich will man selbst ja auch etwas zur Ruhe kommen und der Partner/die Partnerinnen oder die Mitreisenden möchten auch etwas von einem haben. Eine Lösung für dieses Problem ist es, sich ein Urlaubsziel auszusuchen, was allen Mitreisenden gerecht wird, so dass weder Urlaub noch die Fotografie zu kurz kommen, ohne dass sie zur Last wird. Ein solcher „Kompromiss“ war mit dem schlussendlichen Ziel Spanien allerdings schnell gefunden. Genauer gesagt: Der südlichste Gipfel Spaniens – die autonome Gemeinschaft Andalusien. Wer an Spanien denkt, denkt eigentlich an Andalusien, so sagt man. Schließlich hat vieles von dem, was wir mit Spanien in Verbindung bringen, seinen Ursprung in dieser Region. Flamenco, Stierkampf, schöne naturbelassene Strände, Olivenöl, Sherry, Weine … all das stammt von dort.

Aber neben seiner Geschichte und Tradition hat die Region auch eine Menge mehr anzubieten: Die großen Städte Sevilla, Málaga, Córdoba oder Granada mit der Alhambra sind ebenso weltweit bekannt wie Gibralter und sein berühmten Felsen, dieSierra Nevada im Süd-Osten und die Baderegionen wie die Costa del Sol.

An letzterer bezogen wir unser Quartier, um diverse Ausflüge zu unternehmen, die Region zu erkunden und natürlich auf die bereits erwähnte „Motivjagd“ zu gehen. Denn Andalusien hat vor allem eine ganze Menge für das Auge zu bieten: Die wunderschöne Landschaft genießt man am besten bei einer Überlandfahrt. Die Andalusische Landschaft ist so vielfältig, dass man als Mitteleuropäer schnell ins schwärmen geraten kann bei der Kombination aus Berglandschaften, satten Feldern und dramatischen Wolkenbewegungen, die von den zügigen Atlantikwinden verursacht werden. Auf den Landstraßen gibt es zig Möglichkeiten für eine Rast oder einen Fotostopp. Die extra eingerichteten Aussichtspunkte (spanisch = „mirador“) eignen sich hervorragend zu beidem, ohne die Straße verlassen oder sich auf gefährlichen Wegen durch das Gelände schlagen zu müssen. So gestaltete sich unser Ausflug durch die Berge nach Ronda, zu einem „optischem Gourmet“, was sich natürlich auch prompt auf die Speicherkarten übertrug. Dabei begegneten wir immer wieder den charakteristischen „weißen Dörfern“, welche oft an Berghängen gelegen, stolz ins Tal blicken. Gaucín ist eines dieser Dörfer, was auf unserer Route lag. Alleine die Durchquerung war ein Abenteuer für sich. Sind die Straßen doch mitunter so eng gebaut, dass auf jeder Seite vom Außenspiegel gerade mal ein Blatt Papier zwischen die Häuserwände passt (..und das bei einem kleinen Corsa..). Eine Rast in dem Dorf verdeutlichte uns seine „Echtheit“. Schließlich gab es hier keinen Tourismus, keine fliegenden Händler und keine überteuerten Restaurants.

Das Städtchen Ronda und vor allem die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad liegen auf einem steil abfallenden Felsplateau. Die zwei Stadtteile sind durch eine knapp 100 tiefe Schlucht getrennt. Um die Stadt zu verbinden wurde die sogenannte „El Puente Nuevo“ („neue Brücke“) gebaut, welche heute das charakteristische Symbol und meistfotografierte Motiv der Stadt darstellt.

Natürlich sollte nun auch die andalusische Hauptstadt besucht werden: Dabei konnte bereits der Weg unseres Urlaubsortes Estepona nach Sevilla landschaftlich absolut begeistern. Eigentlich kann man nach jedem Berg anhalten und ein neues – noch schöneres – Foto schießen. Leider fehlten hier die Aussichtsplätze dafür, weshalb die Stieraufzuchtfarmen und der Hauptteil des Naturschutzgebietes Parque Natural Los Alcornocales nur vom Auto aus betrachtet werden. Ein kleiner Stop an einer Raststätte machte es dennoch möglich, ein paar Impressionen auf den Sensor zu bannen. Das Highlight waren aber schlussendlich doch die riesigen Sonnenblumenfelder, welche sich in beträchtlicher Größe teilweise majestätisch vor uns erhoben. Die Sonnenblumen – welche im Landesinneren angebaut werden – gehören zusammen mit Zitrusfrüchten zum wichtigsten Anbauprodukt.

Sevilla ist mit 700.000 Einwohnern die Hauptstadt Andalusiens und insgesamt die viertgrößte Stadt Spaniens. Die Innenstadt bietet allerhand touristische Ziele, wie die Kathedrale Maria de la Sede – die größte gothische Kirche der Welt. Leider ist die Metropole aber auch so sehr touristisch ausgeschlachtet, dass an sich schöne Stadtviertel wie Santa Cruz mit seinen vielen kleinen Kneipen und Tapas Bars nicht wirklich zum längeren Verweilen einladen. So wird man doch andauernd von Bettlern und fliegenden Händlern belästigt und kann seinen Aufenthalt nicht wirklich genießen. Wir jedenfalls waren ein bisschen enttäuscht von dem, was Sevilla uns schließlich in der Realität anbieten konnte. Nichts desto trotz konnte ich hier schließlich eine große Zahl an spannenden Aufnahmen für meine Streetfotografie-Serie dieser Reise gewinnen – wobei natürlich (zugegebenermaßen) auch die üblichen Touristen- und Travelfotos nicht fehlen durften.

Bevor Granada und Málaga noch angesteuert wurden, blieb genügend Zeit die Atmosphäre am hiesigen Strand einzufangen. Da die Sonne hier leider nicht im Meer unter ging, blieb für spektakuläre Aufnahmen mit tollem Licht nur deren morgendliche Begrüßung übrig. Um kurz nach 7 sollte es soweit sein, was zwar ein frühes, aber keinesfalls zu frühes Aufstehen bedeutete. Schließlich ist die Atmosphäre mit dieser Lichtstimmung einfach unbezahlbar, was sich natürlich auch für die Fotos bewährte, die hier sogar mit Stativ und langen Belichtungszeiten realisiert werden konnten.

Nicht weit entfernt von unserem Hotel gibt es da ein Örtchen namens „Marbella“. Bevor es Mallorca für die Touristen gab, war das die spanische Anlaufstelle Nummer 1. Allerdings damals wie heute mit einem etwas mondänem Touch. Ein Besuch konnte die weit verbreiteten Vorurteile weitestgehend nicht bestätigen. Zwar sollte man sich gut überlegen, ob man hier sein Hotel beziehen möchte, aber einiges zu bieten, hatte das Städtchen auf jeden Fall. So konnten Altstadt und Strand-Promenade doch weitestgehend überzeugen, zumal es sogar möglich ist, hier für wenig Geld ein paar wirklich gute Tapas mit Blick auf’s Meer zu verspeisen.

Unsere letzte Tour führte uns zunächst ins etwa 250km entfernte Granada. Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada in Andalusien. Sie zählt ca. 240.000 Einwohner. Wichtigstes Gut der Stadt ist die mächtige Alhambra, welche den Ort überragt. Neben der Alhambra hat aber auch die Universität eine große Bedeutung. Hier studieren etwa 60.000 Menschen. Das Panorama wurde vom „Mirador de San Nicolas“ aufgenommen, von wo aus man den besten Blick auf die Alhambra und die Stadt Granada hat. Die Alhambra ist ein bedeutendes Bauwerk aus der maurischen Zeit. Die Residenz der maurischen Könige wurde im 13. und 14. Jahrhundert gebaut und ist Befestigungsanlage, die aus mehreren Festungen besteht. Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und Weltkulturerbe. Die Stadt an sich konnte uns leider nicht überzeugen noch längere Zeit dort zu bleiben, weshalb mit Málaga auch bereits das nächste Ziel anvisiert wurde.

Málaga ist mit ca. 560.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Andalusiens. Neben dem Flughafen, der täglich tausende Touristen auffängt, hat sie auch allerhand zu bieten: Der Hafen wurde in den letzten Jahren komplett neu gestaltet. Auch sonst kann sich die Metropole sehen lassen. Ein schicker Innenstadtbereich lädt zum Schlendern und verweilen in einer vielen Tapas-Bars ein. Dabei wird man auch nicht permanent von Bettlern oder übereifrigen Verkäufern und Touristenabzockern bedrängt, wie in anderen (andalusischen) Metropolen und Touristenorten. Auf dem Castillo de Gibralfaro und der benachbarten Aussichtsplattform hat man einen grandiosen Blick über Stadt und Hafen, was wiederum zu tollen Aufnahmen aber auch zu fantastischen Erinnerungen führte.

Alles in Allem ist Andalusien sicherlich ein Reiseziel, was man im Grunde jedem empfehlen kann. Hier sollte jeder sein Glück finden können. Egal ob Pauschalurlauber, Backpacker oder eben „Motivhunter“. An Erlebnissen und Motiven blieb trotz der großen Anzahl an wunderbaren Fotos natürlich noch einiges auf der Strecke, was in der Zeit nicht mehr realisierbar war. So bleiben aber auch direkt noch Ziele für einen weiteren Besuch im Hinterkopf. Und den wird es sicherlich geben!

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.DER CARNIVAL 2013 HEIZT BIELEFELD EIN

// Am 1. Juni war es wieder soweit: Der 17. „Carnival der Kulturen“ zog durch Bielefeld. Leider spielte das Wetter an diesem Samstag nicht ganz so gut mit wie in den vergangenen Jahren. Man kann sicherlich nicht abstreiten, dass dieser trübe und teilweise auch leicht verregnete Samstag ein bisschen die Stimmung unter den Besuchern getrübt hat. Dennoch waren es wohl 80.000, die das bunte Treiben und die heißen Sambarythmen gefeiert haben. Das diesjährige Motto lautete „799 Jahre. Die Stadt am Teuto. Waldgeflüster – Wood Whispering“, welches auch von einigen Gruppen aufgegriffen und kreativ umgesetzt wurde. Aber es ging nicht nur wild und bunt zu, sondern es gab auch ernste Themen. So zum Beispiel bei Amnesty International oder der Jugendorganisation von Greenpeace. Aber seht selbst…

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.LUCHS-BABYS IN OLDERDISSEN

// Das derzeitige Highlight des Bielefelder Tierparks „Olderdissen“ sind wohl zweifelsfrei die drei kleinen Luchs-Babys, die Mitte April das Licht der Welt erblickten. Zwei Männchen und ein Weibchen sind es. Sie laden in den noch schönen frühen Nachmittagsstunden des 25. Mai in der Sonne und taten das, was Terbabys eben so tun. Rum albern, spielen, auf die stolze Mutter warten. Das Wetter und das Ausharren der Luchse auf der sichttechnisch sehr günstigen Position, ließen es zu, dass ich Minuten lang Aufnahmen der kleinen Racker machen konnte.

 

.KIRSCHBLUETENALLEE IN BIELEFELD

// Die Straße „Auf Dem Langen Kampe“ bietet derzeit wohl die spannendsten Motive unserer Stadt. Die mehr als 240 japanischen Kirschbäume sorgen dafür, dass die Allee bei Fotografen hoch im Kurs steht. So gibt es doch auf gut 1km Strecke einiges, was sich lohnt auf den Chip gebannt zu werden. Auch wenn ich für Aufnahmen der „vollen Blüte“ leider ein paar Tage zu spät war, lohnte sich ein Besuch am gestrigen Brückentag allemal!

 

.BEREIT MACHEN ZUM AUFSTIEG – ARMINIA

// 10.05.2013: Abschlusstraining der ersten Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld vor dem entscheidenden vorletztem Saison-Heimspiel gegen den VfL Osnabrück. Mit einem Sieg am nächsten Tag wäre der Aufstieg und damit die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt!

 

.NACHTANSICHTEN

// Die Bielefelder „Nachtansichten“ und gleichzeitig „die lange Nacht der Museen“ schafft es immer wieder eine ganz besondere Stimmung in unsere Stadt zu zaubern. Auch ein recht rapider Temperatursturz in den vergangenen Tagen konnte die Bielefelder nicht davon abbringen an diesem Abend die Altstadt aufzusuchen, um sich vom Lichterspiel verzaubern zu lassen oder sich ein bisschen Kultur in einer der zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen zur Gemüte zu führen- Natürlich waren auch zig Fotografen anwesend, welche ebenso wie ich diesen Abend genossen!

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.KONTAKT