.VON WEIDEN – ADRETT & ELEGANT

Es ist schon etwas Besonderes, mal ein komplettes Konzert durchfotografieren zu dürfen und dabei Zugang zu allen Bereichen zu haben. Wenn die Protagonisten dann noch so abliefern wie an dem Abend und alles in einer kollektiven Gänsehautstimmung endet, dann ist das nur schwer zu toppen!
 
Vielen Dank noch einmal an Von Weiden für das Engagement, um ihr bisher fettestes Konzert fotografisch zu begleiten! Ich habe es sehr genossen!
 
Hier findet Ihr nun die Foto-Galerie von Von Weiden – Adrett & Elegant am 23.März in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld.
 
Viel Spaß beim Durchklicken: https://flic.kr/s/aHsmgWLbkw

.PARKLICHTER-FESTIVAL 2015

// Mit Clueso, Patrice, Olson und Joris war das Konzert des Bad Oeynhausener Parklichter-Festivals in diesem Jahr hochkarätig besetzt. Hinzu kamen viele kleinere Künstler, die einen ebenso besonderem Charme versprühten wie die tolle Kulisse des Kurparks. Für mich stellte der Besuch dieses Events ein Novum dar. Mit Clueso hatten die Veranstalter allerdings auch ein handfestes Argument, welchem ich mich nicht verschließen konnte. So habe ich doch vor ein paar Jahren am Dresdener Elbufer eines der besten Konzerte überhaupt erleben dürfen. „Hauptdarsteller“ an jenem Abend war ebenfalls der sympathische „Cluesn“. Aber zurück  in das Jahr 2015:

Am heutigen Freitag machten wir uns am frühen Abend auf den Weg in das nahe gelegene Bad Oeynhausen. Damit mussten wir uns leider den sympathischen Joris entgehen lassen, der an diesem Abend hier seinen großen Heimauftritt hatte. Immerhin hörten wir auf dem Weg zum Festivalgelände noch die letzten Klänge seines großen Hits „Herz über Kopf„.

An der Location angekommen, waren wir ein bisschen verwundert darüber, dass diese trotz der großen Fläche so eng gehalten wurde. Bietet der Kurpark doch eine wesentlich weitläufigere Fläche als die, die letztendlich für diesen Festivaltag zur Verfügung stand. Zwar wurde ich später darüber aufgeklärt, dass die restliche Fläche bereits für das Feuerwerk am Samstag abgegrenzt wurde, welches wohl noch mal wesentlich mehr Besucher anlockt, aber mein Verständnis dafür, dass annähernd alle Stände mit essbarem nebeneinander auf dem schmalen Weg zwischen Hauptbühne und den anderen Bühnen aufgebaut waren, hielt sich sehr in Grenzen. Hier staute es sich somit eigentlich ununterbrochen und an jedem Stand gab es endlose Schlangen, die zu halbstündigen Wartezeiten führten. Ein bisschen mehr Entzerrung wäre hier absolut wünschenswert gewesen, zumal selbst auf dem zur Verfügung stehenden Gelände noch ordentlich Platz im hinteren Bereich war. Vielleicht bin ich hier ein bisschen empflindlich, aber ich mag halt einfach kein Gedränge.

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Als wir uns dann aber doch zur Hauptbühne durchgekämpft hatten, betrat diese schon bald Olson. Der in Neuss geborene Rapper bezeichnete sich zu Beginn seiner Karriere noch als „Olson Rough“ und brachte ein Demo mit dem damals passenden Titel „Rudeboy“ heraus. Diese jugendlichen Auswüchse sind inzwischen allerdings längst vorbei, weshalb sein 2014 erschienenes Debütalbum auch den Titel Ballonherz trägt und sich somit bereits im Titel gänzlich vom Image früherer Tage abgrenzt. So kam er auch an diesem Abend überaus sympathisch daher und begeisterte vor allem die jüngeren Fans unter den 6.000 Besuchern, die ihn in der untergehenden Abendsonne gebührend feierten.

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Einen kurzen Moment konnte ich anschließend noch dem Soundcheck von James Hersey lauschen, bevor ich pünktlich um 20 Uhr im Theater eintraf wo Mani Orrason seinen Auftritt hatte. Diese Location stellt sicherlich ein kleines Highlight des Festivals dar. Sind Konzerte in einem Theater doch immer etwas ganz besonderes. Hier konnte man auch mal „runter kommen“ und einfach ein bisschen entspannt den Klängen des talentierten Musikers lauschen. Aufgrund des engen Timings (und der engen Wege) blieb aber nicht allzu lange Zeit dafür.

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Schließlich wollte ich pünktlich zu Patrice wieder im Graben der Hauptbühne stehen. Die Raggae-Klänge des in Köln geborenen Songwriters sollten ihre Wirkung nicht verfehlen und machten das Sommer-Feeling im Park perfekt. Immer wieder erstaunlich wie der Ostwestfale dann plötzlich doch einmal aus sich heraus kommen kann 😉 Fotografisch bot dieser Auftritt nun auch bereits deutlich mehr als die vorherigen. Schließlich war es inzwischen dämmrig, was nunmal deutlich stimmungsvoller ist als Konzerte bei Tageslicht. Hinzu kam aber auch, dass die Lichtcrew hier einfach einen guten Job machte und die Bühne in wunderbaren Farben ausleuchtete, die Patrice nicht nur sprichwörtlich im besten Licht dastehen ließen.

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Bevor Clueso später die Bühne betreten sollte und Patrice seinen Auftritt beendete, schaute ich noch einmal im Theater vorbei, wo ich mir ein paar Songs von Ida Gard anhörte. Die Dänin wusste mit ihrer Stimme vom ersten Klang an zu begeistern so dass ich mir durchaus vorstellen kann mich später noch einmal intensiver mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Hier und heute ging es aber alsbald wieder Richtung Hauptbühne bevor das Gedränge zu unübersichtlich wurde. Da lobe ich mir doch so weitläufige Gelände wie beim Serengeti Festival, wo man innerhalb von 2 Minuten die Location wechseln kann und sich dabei auch nicht durchzudrängeln braucht.Parklichter-Festival_20150807-254

Pünktlich um 22.30 Uhr betrat der Headliner dann auch die große Hauptbühne und packte mit seinem Opener „Pack meine Sachen“ gleich einen allgegenwärtigen Gute-Laune-Hit aus, der das Publikum mitriss. Auch hier geht ein großes Lob an die Leute, die für das Licht zuständig sind. Uns Fotografen spielte das am heutigen Abend perfekt in die Karten. Spannendes Gegenlicht, das für etwas Dramatik sorgte und jederzeit präsentes Hauptlicht auf den Künstler. So lob ich mir das 🙂 Die Show von Clueso bot aber auch grundsätzlich schon eine Menge für’s Auge. Auf den großen LED-Bildschirmen liefen permanent Grafiken und passende Videos ab und der quirlige Erfurter flitzte ganz ordentlich über die Bühne und tauchte auch mal ins Publikum, so dass ihm mancher Besucher an diesem Abend doch recht nahe kommen konnte. Ich nehme vorweg, dass dieses Konzert nicht an den oben erwähnten Abend in Dresden heranreichte, aber es war dennoch klasse. Auch weil Cluesn im Gegensatz zu vielen anderen großen Künstlern seiner „Kategorie“ noch keine perfekt durch inszenierte Show ablieferte, sondern zwischendurch immer mal wieder improvisierte und sogar kurrzeitig die Setlist umwarf auf Wunsch des Publikums. Mir persönlich waren manche Songs schon ein wenig zu weit vom Original abgewschweift in dem sie mit diversen (elektronischen) Beats unterlegt waren, aber andererseits freue ich mich auch immer auf Konzerten etwas Anderes zu hören als aus der heimischen Anlage.

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Der Inhalt des Songs „Love the People“ konnte an diesem Abend allerdings von meiner Seite aus nicht gelebt werden. So war es einfach absolutes Unding wie sich manche Besucher hier benahmen. Aufgrund des engen Geländes kam es an der Stelle wo wir standen zu Gedränge. Aber anstatt in so einer Situation gelassen und respektvoll miteinander umzugehen, schienen einige nur an sich selbst zu denken und sich nicht darum zu scheren wie es anderen ergeht. Dreistes Vorgedrängel, Dickfälligkeiten und Nörgeleien wegen Rücksacken gehörten schließlich noch zu den harmloseren Dingen als sich plötzlich zwei Mädchen heftigst an die Köpfe gerieten. So kam es kurzzeitig zu einer wilden Prügelei, die allerdings vom Ordnungsdienst auch schnellstens aufgelöst wurde. Einfach schade, dass manche Leute sich scheinbar immer direkt wie eine offene Hose benehmen müssen, wenn sie denn einmal im Jahr ihre 4 Wände verlassen. Ich jedenfalls habe noch nie so eng bei einem Festival bzw. Outdoor-Konzert gestanden (auch nicht dort wo 120.000 Menschen waren) und habe ein solches Benehmen noch nicht einmal auf den wildesten Punk- oder Metal-Konzerten erlebt. Dort gehen die Leute zumeist wesentlich respektvoller miteinander um.

Zugegeben: Das trübte den eigentlich schönen Abend doch ein bisschen, aber unter dem Strich darf man den Veranstaltern der Vibra Agency wohl ein weiteres Mal ein Lob für eine sehr gute Veranstaltung mit tollen Künstlern aussprechen. Freuen würde ich mich aber dennoch, wenn einige Anregungen (Vergrößerung des Geländes und/oder Entzerrung durch andere Platzierung der Gastronomie) in Zukunft umgesetzt würden.

Alle Fotos des Tages gibt es hier!

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.RON DIVA AM 23.01.2015 IN BAD SALZUFLEN

// Die Musik von Ron Diva und ich, das passte von Anfang an. Schon allein die Tatsache, dass er – genauso wie ich selbst – Bad Salzuflen als seine Heimat bezeichnen kann macht ihn sympathisch. Wenn man sieht, welche Größen der Detschen Indie-Szene ebenfalls dorther kommen, braucht man nicht weiter über Talent oder Qualität zu philosophieren – diese liegt ja quasi in der Wiege. Nach dem ich Ron vor fast exakt 2 Jahren zum ersten Mal live zum Album-Release seinens zweiten Werkes live erlebt habe, habe ich seine beiden Album zig fach gehört. Sie gehören für mich persönlich auch qualitativ in eine Sparte mit deutschsprachigen Indie-Größen wie die Werke von Kettcar, Tomte, die Sterne, Tocotronic oder Element of Crime (sofern man die noch als Indie bezeichnen kann), weshalb sie immer wieder gerne im CD-Player ihre Runden drehen dürfen. Umso schöner war es, nun auch mal wieder ein Live-Konzert in der Heimat zu erleben. Im ehemaligen „Station“ habe ich selbst quasi meine Jugend verbracht, während es heute von einem Verein zum „Gleis 1 Kulturbahnhof“ benannt wurde. Auch hier durften schon regelmäßig tolle Acts spielen. Ich selbst habe hier schon die Sterne und I-Fire erlebt. Ron ließ es sich an diesem Abend jedenfalls trotz hartnäckiger Erältung, nicht nehmen, seiner Heimat ein tolles Konzerterlebnis zu bieten. Der Laden war proppevoll und das Publikum ließ sich auch nicht zwei Mal bitten als es ums „Mitmachen“ ging. Zusammen mit seiner Band spielte Ron Diva an diesem Abend eine gute Mischung der besten Songs aus seinen zwei Alben und gab sogar ein neues Lied zum Besten. Nach gut 2 Stunden ging nicht nur ich zufrieden nach Hause. Neben den tollen Eindrücken vom Konzert hatte ich schließlich auch noch einige Fotos mit nach Hause genommen:

 

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.THE BUSINESS IN BIELEFELD! OI!

// In der Oi!-Szene gehört die in den 70er Jahren gegründete Londoner Band „The Business“ schon zu den bedeutenderen Kapellen. Dieses liegt sicher unter anderem an dem Album „Suburban Rebels“ von 1983, welches einen gewissen Kultstatus in der Szene besitzt und neben dem bekannten Titelsong unter anderem auch den Hit „Smash the Discos“ beinhaltet. Eben aufgrund dieser gewissen Szenebekanntheit war ich schon etwas verdutzt, als ich zufällig davon erfuhr, dass diese Band ein Konzert in meiner Heimatstadt geben sollte. Schließlich ist Bielefeld nicht gerade die Hochburg für Oi!-Konzerte.. Daher musste ein solches „Ereignis“ natürlich mitgenommen werden – schon alleine, um das Engagement für die Organisation dieses Konzertes zu würdigen. Leider sahen das am Montag, dem 28.10.2013 aber viele anders. So sind die gerade einmal 50 Besucher nichts anderes als erbärmlich! Dass es tatsächlich nur so wenige waren, hatte im Kern sicher zwei Gründe: 1. Wie schon angedeutet, wurde dieses Konzert praktisch nicht beworben, so dass mich (!) selbst Mitarbeiter im Movie nach Infos zu dieser Veranstaltung fragten, als ich um eine Foto-Akkreditierung bat. Ein paar winzige Facebook-Einträge (die auch ich eher zufällig wahrgenommen hatte), waren alles, was hierzu gab. Der 2. Grund für den schlechten Besuch hat wohl gewisse Unstimmigkeiten innerhalb der hiesigen Szenen als Ursache, auf welche ich aber auch nicht näher eingehen will, zumal mir dazu auch als Unbeteiligter diese Informationen im Detail gar nicht vorliegen. Aber nun gut – es ging ja eigentlich auch um Musik und Fotos: Die Akkreditierung für dieses Konzert war im Endeffekt kein Problem (danke dafür!) und so harrte ich mit „geladener Kamera“ der Dinge die da kamen. Und diese kamen zunächst einmal aus Hannover. Mit „Subculture Squad“  spielte eine sehr Hannover 96-affine Band ihren Deutschen „Oi!“ alter Schule. Das wusste durchaus zu gefallen, auch wenn die Songexte sicher auf ein feierwütigeres Publikum abgestimmt sind. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass man zu dieser Band sehr gut abgehen kann, wenn entsprechendes Publikum vorhanden ist. Der Auftritt hat mir jedenalls sehr gut gefallen, zumal ihnen für eine Vorgruppe auch eine ziemlich lange Spielzeit gewährt wurde. Als „The Business“ dann schließlich die Bühne betraten, war die Uhrzeit dementsprechend schon recht weit fortgeschritten. Da es nunmal ein Montag war und von Stimmung bei diesem Konzert keine Rede sein konnte, konzentrierte ich mich auf die Fotografie und die Musik an sich und verabschiedete mich dann schließlich bereits nach ca. einer halben Stunde. Fazit: Das Engagement derlei Konzerte in Bielefeld zu veranstalten ist sicher aller Ehren wert. Schade, wenn sie dann einerseits nicht stark genug beworden und andererseitts auch einfach ignoriert werden. Ich wage mal die Prognose, dass eine solche Veranstaltung vorerst eine gewisse Einzigartigkeit in unserer Stadt darstellen wird… leider!

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