26. September 2016 admin

.PHOTOKINA 2016

// Nach der Photokina 2014 war ich eigentlich ziemlich resigniert. Hat mir die Messe vor zwei Jahren doch nicht wirklich gefallen. Warum? Ich habe damals nichts Neues gesehen oder erlebt, was ich nicht vorher auch schon kannte. Die Messestände der großen Hersteller waren annähernd identisch zum Jahr 2012 und obendrein gingen mir die vielen speichelnden „Rudelshootings“ gehörig auf die Nerven, die sich immer dann bildeten, sofern irgendwo ein halbnacktes Mädel als Model auftauchte. Daher wollte ich dieses Jahr eigentlich auch gar nicht wieder hinfahren. Plötzlich flatterten dann aber ein paar gratis Gutscheine ins Haus und Zeit sowie Mitfahrer waren auch schnell gefunden. Also ging es am zweiten Messetag (Mittwoch) auf den recht überschaubaren Weg ins knapp 200km entfernte Köln.

Um es vorweg zu nehmen: Ich freue mich, dass ich dann doch hingefahren bin! Positiv überrascht war ich einerseits von den vielen, tollen neuen Messeständen der großen Hersteller und andererseits auch von den Produkten. So gab es dieses Mal doch einiges zu entdecken: Wie in den Medien ja schon ausschweifend berichtet, war auf der diesjährigen Photokina das Thema Nr. 1: „360 Grad Videos“ und deren dazugehörige Kameras. Nikon setzte sein Modell gekonnt in Szene, so dass man es mithilfe einer VR-Brille direkt erleben konnte. Ich muss zugeben, dass ich seit dieser Erfahrung geil auf diese Technik bin und schon große Lust darauf hätte, selbst damit herumzuexperimentieren. Allerdings hat mich die Qualität aber auch nicht überzeugen können. Zumindest die Qualität. die ich durch die VR-Brille gesehen habe, lässt (noch) arg zu wünschen übrig. Mir ist dabei im Moment nicht ganz klar, ob es hier an der Brille oder an der Kamera liegt. Generell ist aber klar, dass die 360°-Kameras jetzt erst auf dem Qualitätsstandard der Smartphones von vor fünf Jahren sind. Insofern steht die Technik also noch ziemlich am Anfang und es ist wohl etwas Geduld gefragt, bevor man dafür viel Geld ausgibt.

Der wichtigste Besuch des Tages sollte allerdings der des Sigma-Standes sein: Zur diesjährigen Photokina ist nun dann doch tatsächlich das 85mm ART von diesem Hersteller vorgestellt worden. Die Präsentation vor Ort war allerdings recht ernüchternd. Abgesehen davon, dass das Standpersonal recht unfreundlich war, durfte ich die Linse nicht an meinem eigenen Body testen und konnte mir daher leider auch keine Testbilder mit nach Hause nehmen. Ich schätze, dass das Objektiv einfach nicht für fremde Bodies ausgelegt war und man daher auch vermeiden wollte, zu viele schlechte Testbilder herauszugeben. Das, was ich auf dem ersten Blick auf dieser Demo-Linse gesehen habe, war allerdings sehr vielversprechend. Im November soll es mit einer UVP von 1.299,- Euro in den Handel kommen. Anfang des kommenden Jahres dürfte der Straßenpreis dann erträglich genug sein, um zuzuschlagen! Ich freue mich schon drauf!

Ebenfalls freue ich mich aber auch auf mein neues Spielzeug: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR
Dieses Zoom-Schätzchen konnte ich auf der Photokina dann einmal kurz in Augenschein nehmen und war ob der Qualität und Schärfe bei den miesen Bedingungen absolut beeindruckt. Mein Bauchgefühl zu diesem Objektiv wurde also bestätigt. So habe ich mich dann nun final gegen die Pendants von Sigma und Tamron entschieden und nun gestern das „Original“ bestellt. Dazu werdet Ihr an dieser Stelle ganz bestimmt demnächst mehr lesen. Jetzt beende ich diesen Bericht mit ein paar optischen Eindrücken von der Messe:

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