29. Mai 2016 admin

.MIT DEM GORILLAPOD AN DER CÔTE D´AZUR

// Kurz bevor es Anfang April auf einen relativ spontanen Urlaubstrip an die französische Côte d’Azur ging, überlegte ich mir, dass ich eigentlich keinen Bock darauf hätte, mein großes Manfrotto-Stativ in den Koffer zu stopfen und dann an den wenigen Tagen, die wir vor Ort sein würden, damit herumzulaufen. Aber ohne Stativ nun mal keine vernünftigen Nachtfotos und so entschied ich mich (ebenfalls relativ spontan) dafür mir ein sogenanntes „Gorillapod“ anzuschaffen der Marke „Joby“ anzuschaffen. Nach wenigen Minuten Internetrecherche wurde schnell klar, dass das Modell „Gorillapod Focus“ das richtige für mich, meine Nikon D810 und meine schweren Objektive sein würde. Ich entschied mich für ein Ebay-Angebot der Firma „Technikdirekt“ aus Würzburg. Nicht zwingend des Geldes wegen. Mehr aufgrund der Tatsache, dass die Firma der einzige Anbieter war, den ich fand, der das gute Stück innerhalb einer Woche liefern konnte. Es wechselten knapp 80 Euro den Besitzer. Ich entschied mich gegen den Kauf eines zusätzlichen Kugelkopfes. Schließlich habe ich einen passenden, den ich voraussichtlich eher nicht zeitgleich mit meinem Manfrotto-Carbon-Stativ benötigen werde.. Pünktlich, zwei Tage vor dem Abflug traf das Paket bei mir ein. Ich wunderte mich anfangs doch ziemlich über die kompakten Ausmaße und das „Fliegengewicht“ (640g). Aufgrund des kompakten Packmaßes entschied ich mich für die bevorstehende Reise gegen die Verwendung meines Kugelkopfes. So packte ich lediglich den Gorillapod mit in den Rucksack, welches so kaum Platz und Gewicht weg nahm.

Kaum gelandet, dauerte es nicht lange, bis der kleine Stativersatz seinen ersten Einsatzzweck fand:

Promenade des Anglais am Abend

Es sei erwähnt, dass dieses Foto nicht ganz einfach zu schießen war. Wie Ihr seht, ist unten links im Bild noch die Balkon-Brüstung zu sehen, welche leider nicht perfekt für den Gorillapod Focus war. So musste mit Hilfe eines Tisches und etwas Feingefühl (…was ich ja eigentlich nur selten habe…) ein bisschen experimentiert werden. Dieses sollte im Zusammenhang mit ein wenig Geduld kein Problem darstellen. Zum verhängnis wurde mir allerdings bereits jetzt die Tatsache, keinen Kugeldkopf auf das gute Stück geschraubt zu haben. Wenn das Gorillapod einmal steht, dann steht es auch recht fest und ist nur schwierig wieder neu zu justieren, wenn der erwähnte Kopf fehlt.

Am letzten Abend unseres Aufenthaltes, entschied ich mich dann dazu, dass schöne Wetter zu nutzen und den Sonnenuntergang samt anschließnender blauer Stunde einzufangen. Hier stellte sich der kleine Helfer dann wahrlich als geeigneter Stativersatz heraus:

Nice

Die Engelsbucht im Abendlicht

Engelsbucht von Nizza nach Sonnenuntergang

20160403-07_Nizza+Co-307

Colline du Château

20160403-07_Nizza+Co-313

Hafen von Nizza

Leuchttum von Nizza am Abend

Der kleine „Freund & Helfer“ machte als „Dreibein-Ersatz“ (z.B. auf einer Mauer) eine sehr gute Figur und hielt sowohl an unterschiedlichen Geländern bombenfest, so dass Belichtungszeiten von 30 Sekunden überhaupt kein Problem war. Dabei sei erwähnt, dass meine Nikon D810 dabei mit einem Batteriegriff und dem opulenten TamronSP 15-30mm F/2.8 Di VC USD ausgesgattet war. Hilfreich sind hier ürbigens Geländer mit eckigen Streben, da sich das Gorillapod da wunderbar dran „einhaken“ lässt.

Ich kann daher nur zu dem Fazit kommen, dass das erworbene Modell „Gorillapod Focus“ meine persönlichen Ansprüche und Erwartungen voll erfüllt. Auch wenn der Preis zunächst einmal nicht günstig wirkt, releativiert sich dieser wenn man ihn mit den Anschaffungskosten für anständige Stative vergleicht. Zum Abschluss sei erwähnt, dass dieser kleine Helfer zwar auch ohne weiteres Zubehör (wie einen kugelkopf) funktioniert, meine Erfahrungen mir aber gezeigt haben, dass es sinnvoller ist, nächstes Mal lieber einen drauf zu schrauben.

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