1. September 2013 admin

.FUJI X20

// Der Gedanke sich doch endlich mal eine Zweitkamera zur Profi-DSLR anzuschaffen, spukte schon ein paar Jahre in meinem Kopf herum. Priortät hatte allerdings zunächst die Aufstockung meines DSLR-Equipments. Doch das war nicht der einzige Grund, warum es dann doch so lange gebraucht hat, bis ich die Anschaffung dann endlich einmal getätigt habe. Das „Problem“ was ein ambitionierter Fotograf hat, ist ja nun einmal die Tatsache, dass man sich selbst und seinen Bildern gegenüber immer anspruchsvoller wird. Insofern ist es also schwer die D800 aus der Hand zu legen, um sich auf etwas Neues – vermeintlich schlechteres – einzulassen. Und wenn wir mal ehrlich sind, bot der Markt lange Zeit auch nichts adäquates an. Das Vorgängermodell der „Fuji x20“ – die „Fuji x10“ sowie die große Schwester, die „Fuji x100“ waren da schon die ersten kleinen Meilensteine, welche vor ein paar Jahren auf den Markt kamen. Die kleine x10 schleppte aber noch einige „Kinderkrankheiten“ mit sich herum, weshalb ich mich schließlich nicht wirklich zum Kauf dieser interessanten Kamera entschließen konnte. Langer Rede – kurzer Sinn: Mittlerweile haben die Hersteller den Bedarf nach qualitativ hochwertigen Kompaktkameras mit großem Sensor erkannt, was zur Folge hat, dass immer mehr qualitativ hochwertige Modelle auf den Markt kommen – mittlerweile gar mit Vollformatsensor. Die in diesem Jahr erschienene „Fuji x20“ mit ihrem schicken Design und Ihrem passenden Kompromiss aus Preis und Qualität hat mich dann schließlich doch überzeugt tätig zu werden. Überzeugt haben mich letztendlich vor allem das Handling und die vielen manuellen Bedienmöglichkeiten der Kamera. Als ambitionierter DSLR-Fotograf, der seine Einstellungen weitestgehend manuell vornimmt, möchte ich mich dieser Möglichkeiten nicht berauben lassen. Die kriterien für den Kauf waren also eben diese Einstellmöglichkeiten, sowie die Ausstattung (Sucher, Zoomring) gepaart mit einer guten Bildqualität. Ohne nun einen (technischen) Testbericht hier verfassen zu wollen, kann ich nach ein paar Wochen Einsatz behaupten, die vorerst richtige Kamera für mich gefunden zu haben, die es mir erlaubt, das schwere Equipment auch mal zu Hause zu lassen. Aufgrund der Möglichkeit, wirklich alle relevanten Einstellungen direkt und ohne den Umweg über Menüs steuern zu können, gewöhnt man sich sehr schnell an das Handling der Kamera. Die Bildqualität kann sich wahrlich sehen lassen und der schnelle und sehr präzise Autofokus haben meine Erwartungen gar übertroffen. Ein bisschen enttäuscht hingegen bin ich einerseits vom Sucher, der 1. leider keine 100%ige Bildabdeckung liefert und 2. nicht ganz so schön groß und klar ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Wer gerne kreativ mit der Schärfe spielt, darf darüber hinaus nicht unterschätzen, dass dieses mit der kleinen kompakten x20 nur bedingt möglich ist. Im Makro- und Nah-Bereich lassen sich hier wunderbar spannende Bildideen umsetzen. Bei portraits und ähnlichem hingegen hinkt hier allerdings jeder Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera. Diesen Punkt finde ich ehrlich gesagt etwas schade, da ich hier in der Tat mehr erwartet hätte. Aber da sind wir wieder beim Thema Kompromiss: Wer mehr will, muss eben mehr zahlen oder mit anderen Kompromissen leben. Insofern ässt sich als Fazit festhalten, dass die x20 auf jeden Fall eine sinnvolle Anschaffung darstellt, die dem ambitionierten Fotografen eine sinnvolle Ergänzung zur DSLR bietet. Ob sie allerdings auch eine echte Alternative zur DSLR sein kann, ist für mich nur schwer zu beantworten. Hier kommt es sicher ganz auf die Ansprüche an! Wer mag, darf sich gerne, durch die folgende Galerie klicken, um sich selbst von der Qualität und den Möglichkeiten zu überzeugen, welche die „Fuji x20“ (auch durch ihre RAW-Möglichkeiten) bietet.

 

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