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GRAPHICS DESIGN PHOTO

LET'S GO!

.BEACHTENSWERTE LANDSCHAFTSFOTOS OHNE GROßEN AUFWAND

// Die Landschaftsfotografie ist oft eines der ersten Felder mit denen sich Amateurfotografen auseinandersetzen. Schöne Landschaften gibt es immer zu finden. Sei es vor der eigenen Haustür oder am Urlaubsort. Die Bilder sind oft schnell im Kasten und manchmal sogar im Vorbeigehen geschossen. Zack, die tolle Landschaft ist im Kasten und kann dann später den Freunden und Bekannten stolz präsentiert werden. Von denen gibt es lobende Worte und Anerkennung für das tolle Auge. Damit ist der Schritt zu Fotowettbewerben und Internetforen nicht weit. Kaum dort hochgeladen, folgen allerdings die ersten kritischen Kommentare: „schiefer Horizont“, „fehlender Vordergrund“, „langweilige Lichtstimmung“ usw. Etwas in der Art hat vermutlich jeder von uns zu Beginn seiner fotografischen Leidenschaft schon einmal erlebt. Dabei ist es oftmals ganz einfach, mehr aus den Motiven herauszuholen. Das wichtigste dabei ist eine entsprechende Vorbereitung.

Dabei ist es besonders hilfreich nicht einfach sofort drauf los zu knipsen, sondern erst einmal „die Lage zu checken“:

– Welches Motiv könnte interessant sein?
– Von wo kann ich das Motiv am besten in Szene setzen?
– Kann ich einen ansprechenden Vordergrund in die Szene einbauen, damit das Motiv mehr Tiefe bekommt?
– Wie fällt das Licht zu welchen Zeiten auf das Motiv?
– Wie wird das Wetter?

Das liest sich natürlich alles zunächst erst einmal sehr kompliziert und aufwendig – schließlich gilt es doch, einiges zu beachten. In der Realität werdet Ihr aber schnell merken, dass Vieles ganz einfach ist und schnell zu einer Selbstverständlichkeit wird. Die meisten von uns fahren immer wieder mit dem Auto eine bestimmte Strecke an der es viel zu entdecken gibt. Schnell finden sich direkt vor der eigenen Haustür interessante Motive die fotografiert werden wollen. Wer – wie ich – als Pendler täglich die gleiche Strecke zurücklegt, wird schnell feststellen zu welchen Zeiten sich welche Motive lohnen. Die Lichtstimmung ist vorauszuahnen und natürlich können wir uns auch informieren wie das Wetter wird. Ein paar Erfahrungswerte dazu und schon hat man den perfekten Zeitpunkt ausgewählt, um sein Wunschmotiv zu fotografieren. Eine entsprechende Position hat man vielleicht schon vorher im Kopf. Genau so war es bei den folgenden Bildern, welche ich im zurückliegenden Januar in einem Zeitraum von lediglich 23 Minuten gemacht habe. Die Fotos habe ich von einer Brücke geschossen, über welche ich jeden Tag zwei mal fahre. Wann die Sonne auf- und untergeht konnte ich in den Tagen zuvor sehr gut beobachten. Das schöne Winterwetter hielt zwar nur ein paar Tage an, aber es passte alles perfekt in meinen Zeitplan. Der Aufwand für diese Fotos war also alles andere als groß.

 

Kaiser Wilhelm Denkmal im Winter

 
Weser bei Porta Westfalica im Schnee

 
Winter in Porta Westfalica

Natürlich ist es klar, dass man solche Bilder nicht jeden Tag machen kann. Manchmal ist der Himmel grau und es regnet Tage lang, ohne dass man die Sonne auch nur erahnen könnte. Manchmal passen die Zeiten der besonderen Lichtstimmung auch einfach nicht in den persönlichen Tagesablauf. Das lässt sich nicht immer zu 100% planen und es kommt schon mal vor, dass einen tolle Motive aufgrund von schlechtem Wetter oder zu wenig Zeit, einfach durch die Lappen gehen. Wer allerdings etwas aufmerksam ist und für bestimmte Situationen und Lichtstimmungen ein Gefühl entwickelt, der wird mit etwas Planung und Geduld auch deutlich bessere Fotos machen. Das funktioniert natürlich nicht nur vor der eigenen Haustür und auf bekannten Wegen, sondern überall anders auch. So habe ich mir beispielsweise im Urlaub angewöhnt, die Kamera am ersten Tag erst einmal im Hotel zu lassen und meine Umgebung zu beobachten. Was gibt es zu entdecken? Welche Motive lohnen sich wirklich und wann ist die beste Zeit dafür? Natürlich muss auch immer ein bisschen Glück dabei sein. Sprich: Das Wetter muss passen und man muss die Zeit haben zu genau den geplanten Zeiten an die Orte zu gelangen. Das funktioniert aber ganz gut mit einer ausführlichen Internet-Recherche im Vorfeld oder noch einfacher, wenn man mehrere Tage an einem Ort ist und mit entsprechender Mobilität gesegnet.

Die folgenden Bilder sind im Sommer 2014 während eines Italien-Urlaubes am Gardasee entstanden und wurden nach der eben beschriebenen Vorgehensweise bereits im Vorfeld von mir geplant:

20140819-26_Italien-159 // explored 1st September 2014

Sonnenuntergang vom Rocca di Manerba

Es bleibt mir zu schreiben: Seid aufmerksam, entwickelt ein Gefühl für Motive und besondere Stimmungen und nutzt Eure Erfahrungen und das Internet, um Eure Fotos vorab zu planen und bessere Ergebnisse zu erzielen! Viel Spaß dabei!

.NIKKOR 85 1.8G – EIN ECHTER GEWINN MIT EINEM UNSCHLAGBAREN PREIS- /LEISTUNGSVERHÄLTNIS

// Lange Zeit habe ich mich gegen die Anschaffung eines „85ers“ gewehrt. Da ich das Nikkor 70-200VRII mein eigen nennen kann, schien mir ein solch klassisches Portrait-Objektiv on top doch etwas unnütz zu sein. Und falls ich mir doch mal eins kaufen würde, sollte es dann schon ein Premium-Teil sein. Vielleicht mal ein Zeiss oder wenigstens ein Sigma-„Art“. Letzteres lässt bekanntlich immer noch auf sich warten..

20160109_Nikkor85-4

 

Seit dem ich nun ein eigenes Studio habe in dem ich häufig Portraits fotografiere, ist der Wunsch nach einem 85er dann doch größer geworden. So toll das oben erwähnte Telezoom auch ist – es ist verdammt unhandlich im Studio. Bei einem Workshop im vergangenen Herbst, hatte ein Teilnehmer dann das „Nikon AF Nikkor 85mm 1:1,8D“ dabei, welches ich auch kurz antesten konnte. Die Handlichkeit, die Bildqualität und das Handling in meinem Studio haben mir auf Anhieb so gut gefallen, dass die Entscheidung für ein 85er damit praktisch getroffen war. Da das ersehnte Sigma weiterhin wie bereits erwähnt auf sich warten lässt, die neuen (noch bezahlbaren) Zeiss-Objektive noch nicht lange am Markt und somit ordentlich getestet sind und das erwähnte Vorgängermodell dieses Schätzchens bereits gute Leistungen brachte, hatte ich mich schnell auf dieses Objektiv fokussiert. Ein kurzer Seitenblick zum Pendant mit 1.4er Blende sollte sich aufgrund der Beispielbilder im Netz und eines Preisvergleiches schnell erledigt haben. Ich wollte schließlich kein Objektiv um „des Haben-Willens“ kaufen.

20160109_Nikkor85-11

Schlussendlich fand ich dieses Schätzchen nach kurzer Suche relativ schnell auf dem Gebrauchtmarkt und schlug für gut 300 Euro zu. Ein Preis bei dem man nicht mehr viel falsch machen und gegebenenfalls auch einen späteren Wechsel zu einem Sigma-Art Pendant (vor sich selbst) rechtfertigen kann. Leider erreichte mich das Objektiv dann zu einem strategisch eher unglücklichen Zeitpunkt Anfang Dezember. Eine Zeit wo die Tage kurz und die Wochenenden vollgepackt sind. Größere Tests bei Tageslicht also erst einmal nicht in Sicht.. Die erste Bewährungsprobe für diese Linse sollte schließlich einmal mehr ein Konzert darstellen bei dem ich das Zoom einfach mal zu Hause ließ und das 85er einpackte. Und das sollte sich auch gelohnt haben! Die Möglichkeit, die Blende auf 1.8 zu öffnen und dabei immer noch knackscharfe Bilder zu bekommen ist bei einem Clubkonzert mit eher mäßiger Beleuchtung nicht zu verachten und konnte sich an dem Abend bereits nach kurzer Zeit als sehr nützlich erweisen. Als ich mir die Bilder dann zu Hause in Lightroom ansah, war ich vom ersten Moment an absolut beeindruckt von der Schärfeleistung dieses Objektives. Das übliche Nachschärfen konnte so dezent abgehandelt werden, dass es beinah gar nicht nötig gewesen wäre. Ebenso konnte der Autofokus überzeugen, welcher auf den Punkt passt. Durch die offene Blende konnten zudem die ISO-Werte sehr gering gehalten werden, was der Qualität der Aufnahmen logischerweise zuträglich war.

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Die nächste Bewährungsprobe sollten dann natürlich ein paar Portraits im Studio sein. In zwei Shootings tobte ich mich also ausschließlich mit diesem neuen Glas aus und war auch hier vom ersten Moment ausschließlich begeistert. Die Ergebnisse waren schon auf dem Kameradisplay einwandfrei und ich musste bei der Nachbearbeitung regelrecht aufpassen, dass ich die Fotos nicht überschärfte.

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In den oben genannten Bereichen (und sehr wahrscheinlich auch für die Hochzeitsfotografie) ist das Objektiv für mich, meine Bedürfnisse und meine Ausrüstung (Kameras übrigens: D800 und D810) ein echter Gewinn und eine mehr als sinnvolle Ergänzung. Tatsächlich frage ich mich nun, warum ich mir das nicht schon früher angeschafft habe. Ob es überhaupt noch zu dem geplanten Umstieg auf ein anderes Objektiv kommt, kann ich derzeit noch gar nicht abschätzen. Da das Nikon mich in dem Monat in dem ich es besitze bislang ausschließlich begeistert hat, schließe ich nicht aus, dass das auch nachhaltig so bleiben wird.

 

.2016

// Na, seid Ihr gut rein gerutscht in das neue Jahr? Ich wünsche Euch allen einen tollen Start in das Jahr 2016 und alles Gute für die kommenden 365 Tage, welche viel Zeit für kreative Projekte jeglicher Art bieten..

.DANKE FÜR 2015 UND FROHE WEIHNACHTEN

// Liebe Blog-Leser, Kunden, Workshopteilnehmer, Models, Visagistinnen und Gutscheinkäufer!

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich für ein tolles Jahr 2015 bei Euch zu bedanken.

Mit Euch und Eurer Unterstützung  konnte ich mein leidenschaftlich gelebtes Hobby in diesem Jahr noch weiter ausbauen. Das neue Studio in Herford war dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dadurch konnten einige Shootings, viele Workshops und diverse Kundengespräche professionell und vorausschauend organisiert und durchgeführt werden. Gerade die Workshops und die Hochzeiten waren in den vergangenen 12 Monaten der Garant für die kostendeckende Finanzierung des eigenen Studios.

Abseits davon war ich so häufig wie nie zuvor mit Kameras im Gepäck bei Konzerten unterwegs. Dieses ist vor allem auf den Kontakt von Ron Diva und der Zusammenarbeit mit dem Terrorverlag zurückzuführen. Auch an Euch, an dieser Stelle, mein herzlichstes Dankeschön!

Für das Jahr 2016 stehen bereits einige Termine fest: Hochzeiten, Konzerte und Workshops. Darüber hinaus kann ich Euch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen, was bezüglich Arternative Design & co. im kommenden Jahr auf Euch und mich zukommen wird. Ich handhabe es einfach wie immer und harre der Dinge und Ideen, die da aus meinem Kopf kommen…

Nun ist aber erst einmal Zeit, das Jahr genüsslich ausklingen zu lassen, Verwandte und Freunde zu treffen und gemeinsam das Weihnachtsfest und den bevorstehenden Jahreswechsel zu feiern. Dafür wünsche ich Euch ganz viel Spaß, möglichst wenig Stress und nur das Beste auf den Weg in ein neues Jahr in welchem ich alle Weggefährten dieses Jahres gerne wiedersehen würde!

Als kleinen Weihnachtsgruß findet Ihr hier noch ein Video vom diesjährigen Weihnachtsmarkt in Bad Salzuflen – meiner Meinung nach der schönste überhaupt – und ja, ich geb’s zu:
Der Schnee ist künstlich ;-).

Viele Grüße und alles Gute, Sascha Uding

Style & Shoot am 09.01.2016

// Im Januar wird ein tolles Event bei mir im Studio stattfinden! Am 09.01.2016 könnt Ihr Euch für nur pauschal 80 Euro von Magdalena, alias Das kleine Beauty – Atelier​ stylen und frisieren und anschließend von mir vor Eurem Lieblings-Hintergrund fotografieren lassen.

Alle Fotos werden von mir bearbeitet und ihr bekommt alle Fotos per Dropbox bereitgestellt. Papierausdrucke und CD’s sind gegen Aufpreis auf Wunsch natürlich auch möglich.

Das ist das perfekte Weihnachtsgeschenk! Passend bekommt Ihr auf Wunsch einen Gutschein gratis zugeschickt!

Hier geht es zur Anmeldung:

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Ihr bekommt nach erfolgter Anmeldung eine Rechnung zugeschickt. Das Event beginnt um 10 Uhr. Die Plätze werden stundenweise nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Einen Termin bekommt Ihr daher mit dem Erhalt der Rechnung zugeteilt. Die Gutschein-Aktion gilt bei Zahlungseingang bis zum 13.12. Die Anmeldung ist verbindlich. Eine Rückerstattung der Kosten kann nach erfolgter verbindlicher Anmeldung nicht erfolgen.

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.WESTERNHAGEN LIVE // HALLE/WESTFALEN // 11.10.2015

// Es ist vermessen und ja, sogar ein wenig naiv, den Künstler MARIUS MÜLLER WESTERNHAGEN auf seine bekannten Partyhits „sexy“, „willenlos“ und co. zu reduzieren, die auf jeder Hochzeit gespielt werden. Der 66-jährige ist seit jeher ein Künstler mit Anspruch und will diesen auch auf seinen Live-Konzerten darstellen. Ob das so neu ist? Ich denke nicht. Genau das könnte man aber meinen, wenn man sich die Konzert-Rezensionen der Gazetten in diesen Tagen durchliest. Auch wenn ich vorher noch nicht in den Genuß eines WESTERNHAGEN-Live-Konzertes gekommen bin, habe ich ihn immer als jemanden wahrgenommen, der mehr verkörpert als die mitgröhl-kompatiblen Partysongs. Genau das habe ich auch an diesem Abend im Haller Gerry Weber Stadion empfunden…
Bevor ich an dieser Stelle aber zuviel vorweg nehme, möchte ich lieber von vorne anfangen: Der Weg zum Stadion erfordert Geduld, wenn man (wie ich) über die berüchtigte B68 per Auto anreist. Geduld ist zugegebenermaßen nicht unbedingt meine Stärke… Aber was nützt das Meckern? Bekanntlich nicht viel. Statt über die Infrastruktur zu schimpfen, sollte man wohl lieber dem guten Herrn Weber dankbar sein, dass er einst einen solchen Tempel hier in der „Pampa“ errichtet hat. Das Stadion ist in der deutschen Tennis-Historie längst eine Legende. Aber seit der Fertigstellung 1993 fanden und finden hier auch etliche weitere Events statt. So waren hier nicht nur sämtliche Sportarten bereits zu Gast, sondern auch eine Vielzahl an nationalen und internationalen Künstlern. Ich persönlich kenne das Stadion bereits durch einige Besuche, war aber bis dato auch noch nie zu einem Konzert hier. Und da habe ich doch glatt eine Gemeinsamkeit mit dem heutigen Stargast WESTERNHAGEN.

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Schlussendlich sollte ich just in time zum Auftritt von Support BenjRose eingetroffen und passend ausgerüstet sein, um diesen zu fotografieren. Der junge Kölner kommt optisch daher wie ein Reggae-Musiker, legt aber eine Rock-Nummer auf die Mini-Bühne vor dem großen Vorhang, die ihm und seiner Band hier zugestanden werden.

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Mit etwas Verzögerung fällt dann schließlich der große Vorhang um 19.45 Uhr und WESTERNHAGEN steht auf der gigantischen Bühne, die sich dahinter verbarg. Mit großem schwarzem Umhang und schwarzer Hose mit pompösen Nieten trumpft er bereits optisch auf. Der Titeltrack seines aktuellen Albums „Alphatier“ ist sogleich der Opener des Abends bevor es mit zwei altbekannten Hits („Fertig“ und „mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“) weiter geht. Die Bühnenchoreographie sieht vor, dass der Star einige Meter vor seiner Band und seinen Background-Muiskern steht, um seine Songs zu performen. Das wirkt bereits nach kurzer Zeit etwas befremdlich, da er selbst immer wieder die Bindung zu seinen Kollegen sucht und sich im hinteren Teil der Bühne aufhält. Sein Alter merkt man ihm indes nur äußerlich an wenn man ganz genau hinschaut – nicht aber in seiner Performance. Diese kommt kraftvoll und ein bisschen verrückt daher. Und genau da wären wir wieder an dem Punkt, dass MARIUS MÜLLER WESTERNHAGEN eben ein echter Künstler ist, der Klischees bedient und selbst bestätigt. Sein z.T. recht „irrer“ Blick und seine ständig herausgestrecke Zunge (eine Art Markenzeichen) untersreichen dieses immer wieder. Die Show drum herum kann sich sehen lassen: Auf einer gigantischen Leinwand laufen Videos, Bildergalerien, Grafiken und Texte. Eine darauf abgestimmte Lightshow sorgt – je nach Bedarf – für die passende Stimmung. Man kann also sagen, dass man es ordentlich krachen lassen hat nach der längeren Live-Abstinenz in größeren Locations. Die 6.600 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Stadion werden nur langsam warm (obwohl es aufgrund der Heizstrahler an den Decken dort bereits unfassbar heiß ist) und gehen beim alten Klassiker „mit 18“ gar erst richtig aus sich raus und erheben sich von ihren Sitzplätzen. Überhaupt ist dem Abend ein bisschen die „angezogene Handbremse“ anzumerken. Nicht nur der Künstler, sondern auch sein Publikum hat die wilde Jugend größtenteils schon hinter sich gelassen. So machen die Hits alter Zeiten wie „Taximann“, „willenlos“, „schweigen ist feige“, „sexy“ und „lass uns leben“ zwar durchaus Spaß, wirken mitunter aber auch etwas befremdlich, wenn Mitfünzigerrinnen sitzend und klatschend die Textzeile „..ich hab den größten Schwanz..!“ mitsingen. Die neueren Songs hingegen gehen gefühlt fast unter und wirkten oftmals wie eine Randerscheinung im Hintergrund. Irgendwann – mittendrin – kommt dann  „lichterloh“.  In dem Song aus dem Album „in den Wahnsinn“ von 2002 geht es um Krieg, Gewalt, Revolution und Unterdrückung. Im Hintergrund laufen die viel zitierten gewalttätigen Bilder. Das kann man durchaus kritisieren, wenn man einen anspruchslosen „Popocorn-Abend“ erleben will, der lediglich zur Unterhaltung gedacht ist. Wer zu WESTERNHAGEN geht, sollte aber eigentlich wissen, dass es ihm auch um etwas Anderes geht. Ich persönlich denke hier genau wie Kevin Spacey bereits 1995 im Film „Sieben“ sagte: „Wenn die Leute einem zuhören sollen, reicht es nicht, ihnen einfach auf die Schulter zu tippen. Man muß sie mit einem Vorschlaghammer treffen. Erst dann können Sie sich ihrer Aufmerksamkeit gewiß sein.“ Und daher: Chapeau Marius!

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Nicht umsonst bekam WESTERNHAGEN schließlich 2001 das Bundesverdienstkreuz für sein gesellschaftspolitisches Engagement. Das wurde auch deutlich als er einen Song den ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingskrise widmete. Ein Verein wurde gar von ihm zu dem Konzert eingeladen und durfte nach Schluss noch Spenden an den Ausgängen sammeln.
Höhepunkt und zugleich Schlusspunkt des eigentlichen Sets sollte „sexy“ sein, der dann dahezu das gesamten Stadion aufstehen ließ. Das anschließend initierte „oh wie ist das schön“ lässt darauf schließen, dass der Abend den Besuchern wohl durchaus gefallen hat und nur die wenigsten nachhaltig vestört in die Nacht entlassen werden.

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Mein persönliches Fazit: WESTERNHAGEN ist einer der ganz wenigen deutschen „Überstars“ mit Weltruhm und dem dazugehörigen verkörperten Flair! Das versteht er auch im Jahr 2015 noch auf die Bühne zu bringen. Der Mann kann eben auch verdammt gut singen und ist ein positiv Verrückter wie er im Buche steht. Das zu erleben war schon beeindruckend. Insgesamt aber bleibt das Gefühl von aufgewärmtem Essen. Die neuen Songs kommen bei mir selbst nicht wirklich an und die alten sind einfach nicht mehr so intensiv wie sie einmal waren. Leider war es (auch generationsbedingt) für mich nicht möglich eine seiner berühmten Stadientouren live zu erleben und so fehlt mir der direkte Vergleich. Nun ist es vielleicht wirklich besser nach dieser Tour endgültig mit den Live-Shows abzuschließen und die schöne Zeit zu würdigen, die er seinem Publikum in den vergangenen 40 (!) Jahren beschert hat. Den nachhaltigsten Eindruck hat er mit dieser Show wohl vor allem in den Medien hinterlassen, die seine Leinwand-Weckrufe diskutieren und vielleicht damit genau das machen, was er ursprünglich erreichen wollte.
Setlist
1. Alphatier
2. Fertig
3. Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz
4. Liebe
5. Oh, Herr
6. Taximann
7. Willenlos
8. Ich bin besessen
9. Clown
10. Engel, ich weiss…
11. Mit 18
12. Lichterloh
13. Schweigen ist feige
14. Was ich will bist du
15. Lass‘ uns leben
16. SexyZugaben:
17. Halt mich noch einmal
18. Es geht mir gut
19. Wieder hier
20. Wir haben die Schnauze voll
21. Johnny W.
 

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.HAMBURG – FROM DUSK TILL DAWN // KALENDER 2016

// Die schöne Hansestadt an der Elbe im Sonnenuntergang, bei Nacht und kurz nach Sonnenaufgang auf 12 Kalenderblättern im extragroßen Format 500x350mm.

Mit dabei sind die bekanntesten und beliebtesten Motive der Stadt: Das Chilehaus, die Landungsbrücken, der Hamburger Dom, das Fleetschlößchen in der Speicherstadt, die Speicherstadt, das Wasserschloss in der Speicherstadt, die Kräne im Hafen, die Köhlbrandbrücke im Sonnenaufgang und die Elbphilharmonie.

Hier geht es zur Bestellung:

Der querformatige Kalender ist hochwertig auf seidenmattem 200g/m² Papier gedruckt und mit einem transparentem Deckblatt versehen. Er wird eingeschweißt geliefert.

Alle Kalenderblätter in der Übersicht:

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // TITEL

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // JANUAR

kalender2016_3kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // FEBRUARkalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // MÄRZ

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // APRILkalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // MAI

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // JUNIkalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // JULI

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // AUGUSTkalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // SEPTEMBER

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // OKTOBERkalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // NOVEMBER

kalender2016_HAMBURG 2016 - FROM DUSK TILL DAWN - KALENDER // DEZEMBER

.THE FINAL ROAR

// Tja, da ist es nun vorbei unser schönes ostwestfälisches Festival. Für immer. 10 Jahre lang war das Serengeti Festival der gelebte Traum, ein großes Musikevent in die ostwestfälische Provinz zu holen. Ein bisschen „Rock am Ring“- und ein ganz bisschen „Woodstock“-Feeling sollte es von 2006 an auch in Schloß Holte-Stukenbrock geben. Zugegeben: Anfangs war alles noch ein paar Nummern kleiner. Gelände und Line-Up konnten sich noch nicht mit den großen Festivals anderer Standorte messen. Dennoch gelang es dem Veranstalter Vibra Agency stets von Beginn an für Überraschungen zu sorgen und bekannte Musikgrößen zu engagieren. Beim allerersten Serengeti Festival immerhin H-Blockx, Tita & Tarantula und Dog eat Dog an einem Tag. Im Jahr darauf gar The Boss Hoss und Juli, die zur damaligen Zeit gerade große Nummern in Deutschland waren. Mit dem Line-Up des zweiten Serengeti Festivals wäre auch der Mythos widerlegt, dass es anfangs immer rockig war und erst viel später das poppige, „mainstreamige“ dazugekommen sei.

2011 dann zog das einstmals kleine Festival um an den Safari-Park, womit der Name noch ein Stück authentischer wurde. Es ging bei dem Umzug aber wohl nicht ausschließlich um die Atmosphäre, sondern vor allem um die Größe des Festivalgeländes. Die Veranstaltung wurde schließlich immer größer und die Besucher schrien nach einem Campingplatz. Damit wurden gleichzeitig auch die fettesten Jahre der Festivalgeschichte eingeläutet. 2012 fand das Serengeti Festival zum ersten Mal über einen Zeitraum von 3 Tagen statt. Headliner waren Kraftklub, Deichkind und Maxïmo Park. Zugegebenermaßen besuchte ich selbst das Festival in diesem Jahr auch zum ersten Mal. Dann aber auch direkt an allen drei Tagen!

Ohne groß zu überlegen, würde ich behaupten, dass das Festival im Jahr drauf seinen absoluten Höhepunkt erreichen sollte. Durch den mittlerweile entstandenen Festivalhype war auch OWL plötzlich „in“ und es kamen Musikgrößen wie SEEED ins beschauliche Schloß Holte-Stukenbrock. Zudem meinte es der Wettergott an diesem Wochenende gut mit den Besuchern. Samstag und vor allem Sonntag herrschte strahlender Sonnenschein so dass ein unbeschreibliches „lauer Sommerabend“-Feeling aufkam. Im Jahr drauf kamen Lokalmatador Casper und Biffy Clyro – letztere hatten geraden das Londoner Wembleystadion ausverkauft. Nun war klar, dass 2015 schließlich das 10-jährige Jubiläum zelebriert werden sollte. Ich war mir daher sicher, dass die Veranstalter noch einen drauf setzen und 1-2 richtig fette Acts engagieren würden.

Es kam anders – und wie sich später herausstellen sollte mit verheerenden Folgen … Selbst die kühnsten Optimisten mussten einsehen, dass das Jubiläums-Line-Up ein Rückschritt zu den vergangenen Jahren darstellte. Zwar konnten mit The Offspring, Fünf Sterne Deluxe, H-Blockx oder Bad Religion immer noch „Namen“ verpflichtet werden, aber wenn man ehrlich ist, ist keiner davon ein aktueller nationaler oder internationaler Top-Act. Diese 4 Acts hatten eigentlich allesamt ihre ganz großen Zeiten bereits hinter sich. Die H-Blockx wurden gar als mysteriöser „SECRET HEADLINER“ erst eine Woche vor dem Festival bekanntgegeben. Bei allem was im Vorfeld erzählt und geschrieben wurde, war es (für mich) irgendwie logisch, dass es diese Band sein würde. Und damit wird ja schließlich auch die Festivalgeschichte irgendwie abgerundet. Aber bei allem „Hype“ der um diesen „SECRET HEADLINER“ gemacht wurde, waren sie auch irgendwie ein bisschen „zu wenig“. Nachdem bekannt wurde, dass es ein Act sein würde, der schon mal da war, wurde von den meisten eher noch einmal etwas in der Liga wie Casper, Deichkind, oder die Broilers erwartet. Ich jedenfalls habe nicht einen getroffen, der mit dem diesjährigen Line-Up wirklich glücklich und zufrieden war. Wäre die „Aufstellung“ 2011 so ausgefallen, hätte die Sache sicher anders ausgesehen aber mit der Erwartungshaltung, die in den letzten Jahren erzeugt wurde, war das unter dem Strich doch alles recht dürftig. Warum das alles so ist, erklärten die Veranstalter in einer etwas frustriert klingenden Nachricht am 3. Juli:

„Eine Ära geht zu Ende: Aus Liebe zur Musik, zum Festivalstandort Ostwestfalen und den Serengeti Festivalfans haben wir das Serengeti Festival seit 10 Jahren mit viel Ausdauer, Herzblut und Einsatz aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Entscheidung für die Aufgabe des Festivals ist uns daher nicht leicht gefallen. Bei allen sitzt momentan eine große Löwenträne im Knopfloch.
Aber die Entwicklungen im deutschen und internationalen Festivalmarkt haben sich in den vergangenen Jahren zugespitzt: Steigende Gagen, immer mehr Festivals bieten um die gleichen Bands, höhere Produktionskosten und eine weitgehende Kontrolle der Festivallandschaft durch wenige Großkonzerne haben letztlich zu einer Situation geführt, in der ein unabhängiges Open Air im Format des Serengeti Festivals nicht mehr nachhaltig und budgetär seriös arbeiten kann. So schwer dieser Schritt auch fällt, müssen wir aus den genannten Entwicklungen unsere Konsequenzen ziehen. Das sind wir unseren Mitarbeitern und den zahlreichen anderen Projekten schuldig.

Alle Verantwortlichen sind sich einig, dass man weder an der Qualität des bekannten Festivalformats schrauben möchte, noch die Ticketpreise erhöhen will. Beide Lösungen hätten am Ende nichts mehr mit dem Serengeti Festival zu tun. Auch andere Maßnahmen wie Absage, Reduzierung auf nur einen Tag oder Verlegung in eine andere Stadt standen daher nicht zur Diskussion. Am Ende des Tages möchte man wir uns mit der 10. und letzten Festivalausgabe gebührend verabschieden und allen Beteiligten, Partnern, Freunden, Musikern und vor von Euch für die letzten zehn tollen Jahre danken.“ (Serengeti Festival vom 3. Juli 2015)

Ich habe diese Worte gleichzeitig auch als Erklärung dafür gesehen, warum das diesjährige Line-Up nicht mehr das Niveau der letzten 2-3 Jahre erreichen konnte (auch wenn das natürlich so direkt nie gesagt wurde).

Trotz allen Vorzeichen habe ich mich natürlich derbe gefreut, auch in diesem Jahr vom Veranstalter wieder eine Akkreditierung mit Fotopass erhalten zu haben. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit der letzten 3 Jahre an die Vibra Agency!

 

Grafik_Freitag

Los ging es schließlich am Freitag mit einer Unwetterwarnung und einer vorübergehenden Räumung des Veranstaltungsgeländes. Für mich persönlich machte sich hier gleich der Standort-Vorteil bemerkbar. Die Tatsache, dass ich das Veranstaltungsgelände in knapp 20 Minuten mit dem Auto erreichen kann, erlaubte es mir, ganz entspannt zu Hause abwarten zu können wie sich die Lage entwickeln würde. Glücklicherweise war alles halb so schlimm und die Tore konnten schließlich um 18 Uhr (wieder) geöffnet werden. Blöd nur für Apologies, I have None und Jesper Munk, die leider komplett ausfallen mussten. Ich selbst passierte schließlich erst während des Gigs von Zugezogen Maskulin die Einlasskontrolle. Durch die Verlegung des Campingplatzes war der Tagesparkplatz der vergangenen Jahre quasi abgeschafft. Hatten hier doch annähernd 100% aller Camper ihr Auto abgestellt. Logisch, dass für die Tagesbesucher dann nicht mehr viel Platz dort blieb. Ich und viele andere durften somit einmal durch die Savanne ähhh.. Senne fahren, das Gelände umkreisen und ein gutes Stück hinter dem Safari-Park parken. Organisatorisch war das dort alles andere als professionell. Wurden die Einbahnstraßen auf dem Parkplatz doch von verschiedenen Richtungen genutzt und die (jungen und vermutlich unerfahrenen) Hilfskräfte waren völlig überfordert damit die Leute einzuweisen. Nun denn – nach dem der (doch recht lange) Fußweg zurückgelegt war, hieß es anstehen an der Presse/Gästelisten-Kasse. Hier bin ich es inzwischen schon gewohnt, dass lange Wartezeiten entstehen, da es immer wieder „Experten“ gibt, die dort versuchen Ihre normalen Festivalbändchen zu bekommen oder die Kasse als VIP-Kasse verstehen. Angesichts dieser Tatsachen ging das allerdings dieses Mal doch recht zügig und problemlos über die Bühne. Schließlich betraten gerade Emil Bulls die Hauptbühne, als ich noch nicht einmal meine Kameras ausgepackt hatte. Der Sound der Münchner Band geht steil nach vorne und brachte es fertig, die Festivalbesucher von Beginn an mitzureißen. Rechtzeitig als das Publikum die vom Sänger gewünschte „wall of death“ initiert hatte, war meine Kamera „schussbereit“, was sogleich einige actionreiche Bilder bedeutete. Nach diesem furiosen Auftakt sollte es etwas ruhiger weitergehen und es folgte bereits mein persönlicher Favorit des Abends: Marcus Wiebusch. Der Hamburger befindet sich gerade auf „Abschiedstournee“, bevor es nach seinem Soloprojekt dann wieder mit Kettcar weitergehen soll. Nach dem kurzzeitigen Regenschauer und der Startverschiebung herrschte ein tropisches Feeling in der Senne. Wenn man es nicht besser gewusst hätte, hätte man sich in den Australischen Dschungel hineinversetzt gefühlt. Eine wahnsinnige Wärme mit tierisch hoher Luftfeuchtigkeit schaffte es irgendwie (dennoch) eine unfassbar gute Atmosphäre unter die Festivalbesucher zu zaubern. Anders als vorab befürchtet, ging Marcus Wiebusch mit seinem Gig hier keinesfalls unter, sondern brachte die Menge vor der kleineren (aber immer noch größen) Bühne zum pogen, lachen, tanzen und ausrasten. Höhepunkt im Set war wohl der Kettcar-Song „Deiche“, der richtig abgefeiert wurde. Es war einfach grandios! So fiel es mir auch schwer, rechtzeitig zu Genetikk den Ort des Geschehens zu verlassen. Aber natürlich wollte ich den Besuch im Graben auch hier nicht versäumen. Wie sich herausstellte, sollte dieser dann aber nur bedingt lohnen. Durch übertrieben viel Bühnennebel waren die in Masken gehüllten Künstler kaum zu entdecken oder gar anständig zu fotografieren. Das Gegenlicht machte es gar beinahe unmöglich. Zudem war ich relativ schnell angenervt von der Musik. Diese Art von Hip-Hop ist nun so gar nicht mein Fall. Keine Ahnung, warum die Kids hier drauf stehen und das entsprechend feiern..!? Also schnell wieder weg von der Hauptbühne zur 2nd Stage, wo um 21.15 Uhr die Mad Caddies ihren Auftritt haben sollten. Das war schon eher nach meinem Geschmack, auch wenn leider viel zu wenig Zeit war den Auftritt wirklich zu verfolgen und zu genießen. Schließlich legten Royal Republic dann um 22 Uhr den Auftritt des Abends (wenn nicht sogar des gesamten Wochenendes) hin! Die Schweden wussten mit einfachster Bühnendeko aus vermeintlich vergangenen Zeiten – ein paar Glühlampen sollten es richten – und einem ordentlichen Brett ehrlicher Gitarrenmusik sowohl für uns Fotografen als auch für die Zuschauer vollends zu überzeugen. Eigentlich schade und ein bisschen ungerechtfertigt, dass sie nicht den Headliner des heutigen Abends darstellen sollten – dazu aber später mehr. Bevor wir zum Headliner kommen, geht nichts an der Kyle Gass Band vorbei. Wer – wie ich – unwissend bei dem Namen mit den Schultern zuckt, dem sei gesagt, dass hier 50% der legendären Tenacious D auf der Bühne steht. Pünktlich um 23.45 Uhr sollten dann allerdings die Headliner des ersten Festivaltages die Bühne betreten: Pimpulsiv, Aligatoah DNP und Sudden alias Trailerpark betraten die Bretter vor denen inzwischen hauptsächlich ein recht junges Publikum aufwartete. Wie die Kombo selbst behauptet, möchte sie „das Sprachrohr für eine Jugend geprägt vom Komasaufen YouPorn-Clips und exzessiven Nihilismus“ sein. Dass sich dieses in den Texten nur allzu gut widerspiegelt, die ausnahmslos in der untersten Schublade und fern jeglicher Konventionen beheimatet sind, dürfte logisch sein. Ich kann hier zwar durchaus eine gewisse satirisch-ironische-Ader erkennen, habe aber trotzdem kein großes Verständnis für derlei Musik. Da höre ich mir dann im Zweifel doch noch eher die Kassierer an.. So ging der Freitag auch nach den drei Songs im Fotograben zuende ehe ich mich auf den langen und fast gänzlich unbeleuchteten Fußweg zum Auto aufmachte. Eine (!) einzige (!!) Lampe zierte hier den mehrere hundert Meter langen Weg durch den Wald, der auch regelmäßig von Bussen und Autos befahren wird. Wohl dem, der eine Taschenlampe hat. Ansonsen kann man wohl einfach froh sein, dass hier noch niemand zu größerem Schaden gekommen ist.

 

Grafik-Samstag

Anders als einige Fotokollegen, die bereits seit Stunden vor Ort waren, erreichte ich erst um kurz nach 17 Uhr das Gelände. Dadurch verpasste ich zwar leider Panteón Rococó, musste mir so aber wesentlich weniger Stress machen. Nicht verpassen wollte ich aber Sepultura. Die 1984 gegründete brasilianische Metalband ist schließlich eine Instutition, die es schließlich nun schon seit mehr als 30 Jahren gibt. Ein wahrlich brachialer Auftritt, der allerdings nicht unbedingt die Massen begeisterte. Direkt im Anschluss traten RDGLDGRN bzw. Red Gold Green auf der zweiten Bühne auf. Die Amerikaner, die hierzulande als Newcomer gelten, haben bereits 2013 ihr erstes Album herausgebracht und bringen in ihrem Sound eine spannende Mischung aus Hip-Hop, Raggae und (Indie-)Rock auf die Bühne. Das kann sich wahrlich hören und sehen lassen. Das Album jedenfalls dreht derzeit fleißig seine Runden in meinem CD-Player. Aufgrund des lediglich halbstündigen Auftrittes war es mir allerdings nicht möglich, deren Konzert komplett zu verfolgen bevor es mit Madsen weiterging, welche schließlich live ein absolutes Brett sind. Die Fotos warum somit quasi bereits vorher sicher im Kasten 😉 Die Wendländer rund um die Gebrüber Madsen haben gerade ihr neues Album Kompass auf den Markt geschmissen, was sie dementsprechend auch hier präsentierten. Hinsetzen, aufspringen, T-Shirts wedeln – alles war dabei, was man sich für einen Festivalauftritt wünschen kann. 45 Minuten Spielzeit und die Auftrittszeit von 18.45 Uhr waren dem eigentlich nicht würdig. Dillinger Escape Plan sorgten im Anschluss für Kurzweile – boten sie uns Fotografen doch eine echte Herausforderung damit, dass sie über die Bühne sprangen wie junge Rehe. Skindred hingegen ist inzwischen eine feste Größe des Festivals. Der eigenwillige Sound aus Dubstep, Raggae, Hardcore, Punk und Metal ist inzwischen fast jedem Besucher des Serengeti Festivals bekannt. Ihr Auftritt unterstrich das deutlich! Es folgten Against Me! die u.a. bekannt geworden sind durch die Geschlechterangleichung der Sängerin Laura Jane Grace. Ihr aktuelles Album „Transgender Dysphoria Blues“ thematisiert das ebenfalls. Eine ganz andere musikalische Richtung boten die Headliner Fünf Sterne Deluxe an diesem Abend. Die Combo ist wohl einer der wichtigsten Wegweiser der deutschen Hip-Hop Geschichte und bietet dabei ein ganz anderes Niveau als die Jungs von Trailerpark tags zuvor. Hits wie „die Leude“ wurden quasi von allen Besuchern abgefeiert. Irgendwie sind das ja alles allgegenwärtige Ohrwürmer, die viele noch mit ihrer Jugend verbinden. Interessant war, dass der Fotograben plötzlich aus allen Nähten platzte und zig Fotografen vor Ort waren, die zuvor noch nirgends gesichtet wurden. So kam es zu regelrechten „Grabenkämpfen“ um die besten Plätze. Ich freute mich vor allem über das tolle Bühnenlicht, was knackscharfe Aufnahmen mit geringen ISO-Werten ermöglichte und gepaart mit den Seifenblasen aus der ersten Reihe tolle Motive mit sich brachte. Die „Festivalband“ Monsters of Liedermaching gehört ebenso wie Skindred oder H-Blockx zu den Konstanten des Serengeti Festivals. So durften sie heute gar mit zwei Auftritten glänzen – der zweite dann eben nach Fünf Sterne Deluxe. Als vor dem Auftritt von H-Blockx als Intro „Radio Gaga“ kam, wurde plötzlich klar, dass uns die Veranstalter nur genatzt hatten und der wahre Secret Headliner Queen sein sollte. Scherz beiseite: Die Münsteraner betraten die Bühne und brachten den Samstagabend würdig zu Ende.

 

Grafik-Sonntag

„Bei solch einem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür“ sagt man. Bei ostwestfälischem Dauer-Starkregen überlegte ich tatsächlich stundenlang, ob ich mich überhaupt noch mal auf den Weg machen sollte. Die Tatsache, dass es der letzte Serengeti Festivaltag der Geschichte sein sollte, ließ mich dann aber gut präperiert und vor Regen geschützt, doch noch los fahren. Eine nette Ordnerin ließ mich gar kostenlos auf dem Mitarbeiterparkplatz parken. Dennoch war ich zu spät dran, um die Ruhrpottpunker von Sondaschule komplett zu erleben. Stimmung sollte aber an diesem Sonntag auch nur bei einigen Wenigen wirklich aufkommen, die dann aber immerhin ausgelassen im Schlamm tanzten. So verleitete der Regen die meisten doch wohl schon seit Stunden dazu, hier die Zelte frühzeitig abzubrechen. War man doch von bis zu 10.000 Tagesbesuchern ausgegangen, waren an diesem Nachmittag/Abend maximal um die 3.000 Leute gleichzeitig auf dem Gelände, um dem Treiben zuzuschauen. Immerhin hatte es irgendwann mal aufgehört zu regnen, so dass die 257ers annähernd im Trockenen fotografiert werden konnten. Das Trio schlug musikalisch und textlich in eine ähnliche Richtung wie Trailerpark und co., verbreitete aber mit einer Schaumkanone noch ein bisschen Stimmung an diesem ansonsten doch sehr trüben Sonntag. Coheed and Cambria spielten dann wieder in strömendem Regen. So war für mich auch schnell klar, dass die ersten Songs von Bad Religion meinen persönlichen Abschied vom Serengeti Festival bedeuten würden. Bei schönem Wetter, wäre das mit Sicherheit anders gewesen, zumal die Band mir bereits seit der Jugend ans Herz gewachsen ist. The Offspring hingegen erlaubten keine freie fotografische Berichterstattung. So bekamen nur einzelne Fotografen einen gesonderten Fotopass, der vor Ort um 21.15 Uhr ausgegeben wurde. Dafür mussten sie zuvor einen Vertrag unterschreiben, der ihnen vorschreiben wollte, welchen Ausschnitt vom Sänger sie ablichten durften. Ich bekam diesen Spezial-Fotopass zwar gar nicht angeboten, hätte einen solchen Vertrag aber mit Sicherheit auch nicht unterschrieben. Es ist einfach unfassbar albern, was manche sich einbilden. Aber dieses Thema nimmt im Musikbusiness ja mehr und mehr Überhand. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die meisten Fotografen ihren „Job“ im Fotograben aus purer Leidenschaft für die Musik machen und noch nicht einmal ansatzweise ihren Lebensunterhalt damit finanzieren können, ist das einfach nur traurig. Gute Fotos sind doch schließlich für alle Beteiligten ein Gewinn.

Fazit

Wie eingangs bereits angedeutet, war meine persönliche Erwartungshaltung an dieses Wochenende in diesem Jahr nicht so sonderlich hoch. Natürlich hofft man dennoch darauf einfach positiv überrascht zu werden. Dieses gelang aber auch nur bedingt. Klar waren einige positive Überraschungen dabei: Royal Republic, die ich vorher eigentlich nicht sonderlich positiv in Erinnerung hatte, das tolle Konzert von Marcus Wiebusch, Fünf Sterne Deluxe und Madsen sowie allen voran eine einmalige Atmosphäre am dunstigen Freitagabend. Dennoch war es kein Vergleich mit den letzten drei Jahren. Woran lag’s? Nur an den Acts? Bedingt! Mich störten mitunter die doch recht geringen Spielzeiten. Tolle Künstler wie Marcus Wiebusch und Madsen mussten sich mit gerade einmal 45 Minuten begnügen. RDGLDGRN gar mit lediglich einer halben Stunde. Hinzu kam der oftmals krasse Schnitt zwischen unterschiedlichen Musikstilen. Oft folgten auf Hip-Hop-Acts harte Gitarrenklänge und andersrum. Auch wenn sich Genres heutzutage oftmals vermischen und viele Leute sich auch nicht mehr auf eine „Szene“ oder ein Genre festlegen möchten, empfand ich die Mischung teilweise als kontraproduktiv. Was die Gründe für all diese Sachen sind, weiß ich nicht. Dazu stecke ich nicht tief genug in der Materie. Vielleicht sollte das Programm absichtlich so bunt gemischt sein, damit sich die Leute nicht nur einen Tag aussuchen? Vielleicht hatten die Acts auch nur an dem jeweiligen Tag Zeit um auf dem Serengeti zu spielen? Vielleicht hängen die kurzen Spielzeit mit den beklagten überhöhten Gagen zusammen, die man so etwas drücken konnte? Vielleicht wollte man auch einfach möglichst viele unterschiedliche Bands auftreten lassen? Alles nur Mutmaßungen und darum auch nicht wirklich relevant. Die Eintrittspreise von bis zu 100 Euro für das Wochenende oder gar bis zu 60 Euro für einen Abend, empfinde ich – objektiv gesehen – für das gebotene als zu hoch. Klar, bei den ganz großen Events wie „Rock am Ring“, „Tomorrowland“ und co. werden noch einmal ganz andere Preise aufgerufen. Mir liegt es auch fern den Veranstalter da in irgendeiner Weise zu kritisieren – wahrscheinlich freuen die sich unter dem Strich bereits wenn keine Verluste zu beklagen sind. Vielmehr möchte ich da selbst noch einmal an die Worte des Veranstalters selbst erinnern und der Entscheidung, das Festival endgültig zu beenden, Respekt und Anerkennung entgegenbringen. Dass der Musikmarkt im Jahr 2015 anders funktioniert als noch vor ein paar Jahren sieht ja jeder Laie, wenn er sich mal eine Konzertkarte kauft. Unter 30 Euro ist mittlerweile auch bei unbekannteren Acts in kleineren Locations kaum noch etwas zu machen. Auch aufgrund der Eventisierung der Gesellschaft wird hier heute mehr Geld verdient als mit den eigentlichen Plattenverkäufen. Ich denke daher, dass man durchaus mit Freude auf die 10 Jahre Serengeti Festival zurückblicken sollte und den klugen Spruch „alles hat seine Zeit“ hier durchaus anwenden kann. Es ist eben manchmal besser eine Sache zu beenden als etwas fortzusetzen, was für alle Seiten die nötige Befriedigung nicht mehr mit sich bringt. Ich bin mir daher sicher, dass die Vibra Agency auch zukünftig tolle Konzerte und Events veranstalten wird und Ostwestfalen nach wie vor ein Standort dafür sein wird. In welcher Form auch immer. Wir lassen uns überraschen und freuen uns drauf. Jetzt sage ich einfach noch mal DANKE!

 

ZU ALLEN FOTOS!

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.PARKLICHTER-FESTIVAL 2015

// Mit Clueso, Patrice, Olson und Joris war das Konzert des Bad Oeynhausener Parklichter-Festivals in diesem Jahr hochkarätig besetzt. Hinzu kamen viele kleinere Künstler, die einen ebenso besonderem Charme versprühten wie die tolle Kulisse des Kurparks. Für mich stellte der Besuch dieses Events ein Novum dar. Mit Clueso hatten die Veranstalter allerdings auch ein handfestes Argument, welchem ich mich nicht verschließen konnte. So habe ich doch vor ein paar Jahren am Dresdener Elbufer eines der besten Konzerte überhaupt erleben dürfen. „Hauptdarsteller“ an jenem Abend war ebenfalls der sympathische „Cluesn“. Aber zurück  in das Jahr 2015:

Am heutigen Freitag machten wir uns am frühen Abend auf den Weg in das nahe gelegene Bad Oeynhausen. Damit mussten wir uns leider den sympathischen Joris entgehen lassen, der an diesem Abend hier seinen großen Heimauftritt hatte. Immerhin hörten wir auf dem Weg zum Festivalgelände noch die letzten Klänge seines großen Hits „Herz über Kopf„.

An der Location angekommen, waren wir ein bisschen verwundert darüber, dass diese trotz der großen Fläche so eng gehalten wurde. Bietet der Kurpark doch eine wesentlich weitläufigere Fläche als die, die letztendlich für diesen Festivaltag zur Verfügung stand. Zwar wurde ich später darüber aufgeklärt, dass die restliche Fläche bereits für das Feuerwerk am Samstag abgegrenzt wurde, welches wohl noch mal wesentlich mehr Besucher anlockt, aber mein Verständnis dafür, dass annähernd alle Stände mit essbarem nebeneinander auf dem schmalen Weg zwischen Hauptbühne und den anderen Bühnen aufgebaut waren, hielt sich sehr in Grenzen. Hier staute es sich somit eigentlich ununterbrochen und an jedem Stand gab es endlose Schlangen, die zu halbstündigen Wartezeiten führten. Ein bisschen mehr Entzerrung wäre hier absolut wünschenswert gewesen, zumal selbst auf dem zur Verfügung stehenden Gelände noch ordentlich Platz im hinteren Bereich war. Vielleicht bin ich hier ein bisschen empflindlich, aber ich mag halt einfach kein Gedränge.

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Als wir uns dann aber doch zur Hauptbühne durchgekämpft hatten, betrat diese schon bald Olson. Der in Neuss geborene Rapper bezeichnete sich zu Beginn seiner Karriere noch als „Olson Rough“ und brachte ein Demo mit dem damals passenden Titel „Rudeboy“ heraus. Diese jugendlichen Auswüchse sind inzwischen allerdings längst vorbei, weshalb sein 2014 erschienenes Debütalbum auch den Titel Ballonherz trägt und sich somit bereits im Titel gänzlich vom Image früherer Tage abgrenzt. So kam er auch an diesem Abend überaus sympathisch daher und begeisterte vor allem die jüngeren Fans unter den 6.000 Besuchern, die ihn in der untergehenden Abendsonne gebührend feierten.

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Einen kurzen Moment konnte ich anschließend noch dem Soundcheck von James Hersey lauschen, bevor ich pünktlich um 20 Uhr im Theater eintraf wo Mani Orrason seinen Auftritt hatte. Diese Location stellt sicherlich ein kleines Highlight des Festivals dar. Sind Konzerte in einem Theater doch immer etwas ganz besonderes. Hier konnte man auch mal „runter kommen“ und einfach ein bisschen entspannt den Klängen des talentierten Musikers lauschen. Aufgrund des engen Timings (und der engen Wege) blieb aber nicht allzu lange Zeit dafür.

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Schließlich wollte ich pünktlich zu Patrice wieder im Graben der Hauptbühne stehen. Die Raggae-Klänge des in Köln geborenen Songwriters sollten ihre Wirkung nicht verfehlen und machten das Sommer-Feeling im Park perfekt. Immer wieder erstaunlich wie der Ostwestfale dann plötzlich doch einmal aus sich heraus kommen kann 😉 Fotografisch bot dieser Auftritt nun auch bereits deutlich mehr als die vorherigen. Schließlich war es inzwischen dämmrig, was nunmal deutlich stimmungsvoller ist als Konzerte bei Tageslicht. Hinzu kam aber auch, dass die Lichtcrew hier einfach einen guten Job machte und die Bühne in wunderbaren Farben ausleuchtete, die Patrice nicht nur sprichwörtlich im besten Licht dastehen ließen.

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Bevor Clueso später die Bühne betreten sollte und Patrice seinen Auftritt beendete, schaute ich noch einmal im Theater vorbei, wo ich mir ein paar Songs von Ida Gard anhörte. Die Dänin wusste mit ihrer Stimme vom ersten Klang an zu begeistern so dass ich mir durchaus vorstellen kann mich später noch einmal intensiver mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Hier und heute ging es aber alsbald wieder Richtung Hauptbühne bevor das Gedränge zu unübersichtlich wurde. Da lobe ich mir doch so weitläufige Gelände wie beim Serengeti Festival, wo man innerhalb von 2 Minuten die Location wechseln kann und sich dabei auch nicht durchzudrängeln braucht.Parklichter-Festival_20150807-254

Pünktlich um 22.30 Uhr betrat der Headliner dann auch die große Hauptbühne und packte mit seinem Opener „Pack meine Sachen“ gleich einen allgegenwärtigen Gute-Laune-Hit aus, der das Publikum mitriss. Auch hier geht ein großes Lob an die Leute, die für das Licht zuständig sind. Uns Fotografen spielte das am heutigen Abend perfekt in die Karten. Spannendes Gegenlicht, das für etwas Dramatik sorgte und jederzeit präsentes Hauptlicht auf den Künstler. So lob ich mir das 🙂 Die Show von Clueso bot aber auch grundsätzlich schon eine Menge für’s Auge. Auf den großen LED-Bildschirmen liefen permanent Grafiken und passende Videos ab und der quirlige Erfurter flitzte ganz ordentlich über die Bühne und tauchte auch mal ins Publikum, so dass ihm mancher Besucher an diesem Abend doch recht nahe kommen konnte. Ich nehme vorweg, dass dieses Konzert nicht an den oben erwähnten Abend in Dresden heranreichte, aber es war dennoch klasse. Auch weil Cluesn im Gegensatz zu vielen anderen großen Künstlern seiner „Kategorie“ noch keine perfekt durch inszenierte Show ablieferte, sondern zwischendurch immer mal wieder improvisierte und sogar kurrzeitig die Setlist umwarf auf Wunsch des Publikums. Mir persönlich waren manche Songs schon ein wenig zu weit vom Original abgewschweift in dem sie mit diversen (elektronischen) Beats unterlegt waren, aber andererseits freue ich mich auch immer auf Konzerten etwas Anderes zu hören als aus der heimischen Anlage.

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Der Inhalt des Songs „Love the People“ konnte an diesem Abend allerdings von meiner Seite aus nicht gelebt werden. So war es einfach absolutes Unding wie sich manche Besucher hier benahmen. Aufgrund des engen Geländes kam es an der Stelle wo wir standen zu Gedränge. Aber anstatt in so einer Situation gelassen und respektvoll miteinander umzugehen, schienen einige nur an sich selbst zu denken und sich nicht darum zu scheren wie es anderen ergeht. Dreistes Vorgedrängel, Dickfälligkeiten und Nörgeleien wegen Rücksacken gehörten schließlich noch zu den harmloseren Dingen als sich plötzlich zwei Mädchen heftigst an die Köpfe gerieten. So kam es kurzzeitig zu einer wilden Prügelei, die allerdings vom Ordnungsdienst auch schnellstens aufgelöst wurde. Einfach schade, dass manche Leute sich scheinbar immer direkt wie eine offene Hose benehmen müssen, wenn sie denn einmal im Jahr ihre 4 Wände verlassen. Ich jedenfalls habe noch nie so eng bei einem Festival bzw. Outdoor-Konzert gestanden (auch nicht dort wo 120.000 Menschen waren) und habe ein solches Benehmen noch nicht einmal auf den wildesten Punk- oder Metal-Konzerten erlebt. Dort gehen die Leute zumeist wesentlich respektvoller miteinander um.

Zugegeben: Das trübte den eigentlich schönen Abend doch ein bisschen, aber unter dem Strich darf man den Veranstaltern der Vibra Agency wohl ein weiteres Mal ein Lob für eine sehr gute Veranstaltung mit tollen Künstlern aussprechen. Freuen würde ich mich aber dennoch, wenn einige Anregungen (Vergrößerung des Geländes und/oder Entzerrung durch andere Platzierung der Gastronomie) in Zukunft umgesetzt würden.

Alle Fotos des Tages gibt es hier!

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.OSTSEE TRIP KIEL-OSLO-LÜBECK

// Urlaub muss auch mal sein. So ging es diesen Sommer mit der Fähre von Color Line nach ‪‎Oslo‬.

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Zum entspannen fanden wir uns schließlich am Timmendorfer Strand wieder und besuchten auf dem Heimweg noch die Hansestadt Lübeck mit der bekannten Altstadt und dem Holstentor. Wer Lust auf ein paar Eindrücke dieser Reise hat, kann sich gern mal durch dieses Album klicken ..

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ALLE FOTOS DER TOUR HIER IN DER GALERIE!

.SHOOTING MIT RAUCH, EISENBAHN UND EINEM STEPPENWOLF…

// Als ich das Model Steppenwolf bei Facebook entdeckt hatte, war für mich klar, dass ich mit ihr ein Fotoshooting machen musste. Wir kamen relativ schnell darauf ein paar Rauchfackeln einzusetzen und wollten zudem eine außergewöhnliche Location für unser Shooting nutzen. Hier fanden wir schließlich den Dampf-Kleinbahn Mühlenstroh e.V., welcher in Gütersloh eine eigene Schmalspur-Gleisanlage betreibt und dort alte Lokomotiven und Züge wunderbar restauriert und mit viel Herzblut und Liebe zum Detail dort eine eigene kleine Welt aufgebaut hat. Ein Paradies für Fotografen, welches es auf jeden Fall ein weiteres Mal zu erkunden lohnt!

So kam es auch, dass der Rauch schon beinahe in den Hintergrund rückte und die Fülle an unterschiedlichen Motiven einfach dazu führte, dass wir kaum aufhören konnten zu fotografieren und deshalb die spätere Auswahl auch so schwer fiel bei so vielen tollen Bildern!

Vielen Dank noch einmalan alle Beteiligten. Eine Wiederholung (sowohl mit dem Model als auch der Location) ist auf jeden Fall fest eingeplant!

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.CAMPUS FESTIVAL BIELEFELD 2015

// Wahnsinn! Mit 19.500 Besuchern vermeldete das erste Bielefelder Campus-Festival bereits “ausverkauft”. So gab es erst gar keine Tageskasse und diejenigen, die es verpasst hatten sich rechtzeitig mit den günstigen Tickets einzudecken mussten/durften das Geschehen immerhin aus der Ferne verfolgen. Beliebt waren die dabei die angrenzenden Parkhäuser und der Gang von der Bahnhaltestelle zum Hauptgebäude. Aber von vorne: Während wir arbeitsbedingt erst gegen 17 Uhr am Gelände eintrafen, machten es sich viele Besucher schon vorher nett auf dem Campus. Um 15 Uhr öffneten die Tore und bereits eine Viertelstunde später startete das Programm mit dem Hörsaal Slam. Viele der größtenteils jungen Besucher waren aber gar nicht wirklich wegen den Künstlern auf den Bühnen gekommen. Es ging ihnen mehr um die Atmosphäre und die Party überhaupt. Das war ihnen auch oftmals anzumerken. Dieser Umstand ist mitunter etwas ärgerlich für diejenigen die vornehmlich der Musik wegen da waren oder gar um einen bestimmten Künstler zu sehen. Man kann es den jungen Studentinnen und Studenten aber nicht zum Vorwurf machen. Schließlich war es ja ihr Fest und das sollten sie natürlich auch in allen Zügen genießen und auskosten. Es sei ihnen gegönnt!

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Direkt nach unserer Ankunft durften wir CHEFBOSS aus Hamburg auf der 2. Hauptbühne erleben. Die beiden Mädels verwandelten samt DJ und einer kleinen Crew an Tänzerinnen die Bühne zu einem Dancefloor. Eine Mischung aus Dancehall, Hip-Hop und Dub erinnert mitunter an SEEED und eignet sich natürlich zur völligen Party-Ekstase. Zu späterer Stunde in einem kleinen Club dürfte das eine grandiose Kombo sein, weshalb ich sicher bin, dass man von ihnen noch eine Menge hören wird.

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Pünktlich um 17.30 Uhr standen dann die Newcomer ANNENMAYKANTEREIT auf der großen Hauptbühne. Diese Band ist echt ein Wahnsinns-Phänomen. Wer ihren Hit „barfuß am Klavier“ einmal im Radio gehört hat, hat wahrscheinlich (genau wie ich) mit einem älteren bärtigen Herren gerechnet, dem diese markante Stimme gehört. In Wirklichkeit aber ist der Sänger, Henning May, gerade einmal Anfang 20 und sieht aus wie der Bandleader einer Schülerband. Hätte man die Herren durch ihre mediale Präsenz nicht schon einmal irgendwo gesehen würde man ganz sicher davon ausgehen, dass sie eine Schülerband irgendeiner Musik-AG sind. Der optische Kontrast zu dieser einmaligen markanten Stimme ist schon etwas Besonderes. Und so verwunderte es auch nicht, dass bereits großer Applaus aus dem Publikum kam, als die ersten Worte des Sängers ins Mikro geschmettert wurden. Die authentischen deutschen Texte wussten zu gefallen und kamen größtenteils sehr gut an. Dabei durfte natürlich der oben erwähnte Hit nicht fehlen, aber auch etwas heitere Songs wurden gespielt und gefeiert. Die Durchstarter füllen ohne richtiges Album bereits sämtliche Clubs und auch schon die ersten größeren Hallen. Das sind – ohne Frage – bereits riesige Erfolge und ich persönlich freue mich schon auf das erste Album, welches wohl bereits in der Mache ist. Etwas arbeiten müssten die Jungs vielleicht noch an ihrer Bühnenpräsenz. Wenngleich sie durch ihre Musik überzeugen wirken sie manchmal eben doch etwas wie die kleine, etwas unsichere Schülerband. Aber vielleicht ist es genau das, was es ausmacht!?

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Nach dem Auftritt wurde es Zeit für einen kleinen Snack und bei dem Gang zu den Imbissbuden wurde uns dann auch erst richtig das Ausmaß dieser Veranstaltung bewusst. Abgesehen davon, dass sich der Campus als Festivalgelände tatsächlich sehr gut eignet, war es gerade im vorderen Bereich schon sehr eng und wuselig. Es ist eben nicht so weitläufig in der Breite und so wird es schnell man etwas eng.

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Pünktlich zu THEES UHLMANN schaffte ich es aber dennoch wieder in den Fotograben vor der Hauptbühne. Er war schließlich auch mein persönlicher Favorit dieses Abends. So cool und authentisch wie er sind aber auch nur wenige. Die mitunter minutenlangen Ansagen sind ja schon legendär. Besonders witzig wird es dann wenn er – wie heute – eine Geschichte über ein bekanntes Bielefelder Spaßbad erzählt. Die Liebesbekundungen an unsere schöne Stadt sind ihm dabei zu 100% abzukaufen, da ich aus sicherer Quelle weiß, dass er gerne mit ein paar Bekannten vom Fußball oftmals um die Bielefelder Häuser zieht und spätabends in der „Zwiebel“ landet. Mittlerweile hat sich da wohl mit einigen tatsächlich eine Freundschaft für‘s Leben entwickelt. Das macht den Gründer des „Grand Hotel van Cleef“ nur noch sympathischer. Aber es gab tatsächlich auch musikalisch etwas auf die Ohren. Und das war – wie gewohnt – vom feinsten. Die Hit seiner ersten beiden Alben kommen einfach immer wieder gut und lassen sich mitunter gepflegt abfeiern. Sein Charterfolg „zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluß hinauf“ hat dabei natürlich das meiste Potential. Aber auch eine Rap-Einlage (CASPER konnte ja wieder einmal nicht da sein..) brachte die Gesichter in den ersten Reihen zum strahlen. Wie üblich stellte der Song „die Toten auf dem Rücksitz“ den Schlusspunkt seines einstündigen Auftrittes dar. Mein persönlicher Favorit den ich bei jedem Mal hören noch ein bisschen mehr liebe. Gut und gerne hätte es also noch weiter gehen können, aber die Zeit war nun einmal begrenzt.

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Kurz danach musste ich natürlich noch flugs an der zweiten Hauptbühne vorbeischauen wo SCHNIPO SCHRANKE einen ebenso interessanten wie auch etwas verstörenden Eindruck hinterlassen. Das Duo gibt offensichtlich einen absoluten Scheiß auf Konventionen jeglicher Art. Das war sowohl ihrer Musik wie auch ihrem optischen Stil anzumerken. Beides erinnert mitunter ein bisschen an die Anfangstage von MIA oder der neuen Deutschen Welle der 80er spielt aber auch mit Hip Hop-Elementen. Zusammengefasst also sehr schräg und wild. Ich bleibe gespannt, ob wir von der Combo in Zukunft noch mehr hören werden..

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Enden sollte der Abend für uns bereits mit GENTLEMAN, welcher pünktlich um 20.30 Uhr die Hauptbühne betrat. Einmal mehr durfte ich dabei feststellen, dass der deutsche Raggae-Veteran fotografisch eine echte Herausforderung darstellt. Ähnlich wie CASPER steht er keine Sekunde still auf einem Fleck sobald er die Bühne betritt, sondern ist immer in Action und bezieht das Publikum mit ein. Das macht natürlich bereits bei den ersten Songs richtig Laune und so war es nicht verwunderlich, dass dieses Feuer direkt auf das Publikum übergesprungen war, welches schon bald mit den Armen in der Luft zu den jamaikanischen Beats tanzte. So soll es sein! „Music ist he answer!“ Wie auf einigen Luftballons vor Ort zu lesen war.

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Ein kurzer Schnack mit ein paar Freunden und bekannten setzte für uns den persönlichen Schlusspunkt unter diese gelungene Veranstaltung.

 

Alle Fotos findet Ihr hier in der Galerie!

.STEAMPUNK-AUSSTELLUNG

// Sehr gefreut habe ich mich, als mir die Ina heute mitteilte, dass zwei meiner Fotos von ihr es in eine kleine Ausstellung geschafft haben. Eine Studentengruppe in Fellbach hat sich mit dem Thema „Steampunk“ auseinandergesetzt und daraus eine kleine Ausstellung in der Bibliothek gemacht. Mehr Infos gibt es hier! Link zum Model

 

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.SERENGETI FESTIVAL 2015 – DAS JUBILÄUM!

// „10 YEARS OF ROCK’N’ROAR“ lautet das Motto des diesjährigen Serengeti Festivals. Das ostwestfälische Festival ist natürlich längst über die Grenzen hinaus zu einer Institution in der deutschen Festivallandschaft geworden. Vom einstmals kleinen Festival „auf dem Dorf“ hat die Marke vor allem in den letzten Jahren stark zugelegt. Spätestens seit dem Ende des Area4-Festivals und den Rockpalast Aufzeichnungen sind auch die Acts noch mal eine Spur fetter geworden, die uns hier besuchen. Nun feiert man also das große 10-jährige Jubiläum. Dafür haben sich die Veranstalter nicht lumpen lassen und bringen mit THE OFFSPRING einen richtig „dicken Brocken“ in die Senne. An dessen Seite stehen mit FÜNF STERNE DELUXE und BAD RELIGION zwei ebenso bekannte und allseits beliebte Künstler auf der Hauptbühne. Zudem ist noch ein SECRET HEADLINER angekündigt, welcher wohl in den nächsten Wochen bekanntgegeben wird. Um diesen SECRET HEADLINER ranken sich die Mythen, Mutmaßungen und Gerüchte. So hörte ich kürzlich, dass es sich um eine Band handeln soll, die schon einmal Gast auf dem Serengeti Festival war… Man darf weiter gespannt sein.

Aber neben den Headlinern hatte das Festival in den vergangenen Jahren auch immer allerlei Programm nebenher zu bieten. Und das wird selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder so sein. Neben der Möglichkeit den benachbarten Safaripark kostengünstig zu besuchen, steht eine Vielzahl wieterer Künstler verschiedener Genres auf den hiesigen Brettern. In diesem Jahr sind das z.B. die ANTILOOPEN GANG, die Newcomer BILDERBUCH, COHEED AND CAMBRIA, GENETIKK, die MAD CADIES, MADSEN, MARCUS WIEBUSCH, MASSENDEFEKT, MONSTERS OF LIEDERMACHING, MOONBOOTICA, MOOP MAMA, PANTEON ROCOCO, ROYAL REPUBLIC, SEPULTURA, SKINDRED, SONDASCHULE UND ZUGEZOGEN MASKULIN – um nur einige zu nennen.

Insgesamt verspricht das Line-Up also auch in diesem Jahr eine gepaart mit dem atmosphärischem Drumherum wieder zu einer runden Sache zu werden. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Veranstaltung immer das Potential hat legendäre Abende hervorzubringen, welche nachhaltig in positiver Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der vielen schönen Fotos, die ich in den letzten Jahren dort geschossen habe:

Ich sitze jedenfalls gerade voller Vorfreude an meinem PC und freue mich wie Bolle auf THE OFFSPRING, BAD RELIGION, MADSEN und tollen Tagen in der ostwestfälischen Savanne.

Alle Infos uns Karten gibt es hier auf www.serengeti-festival.de

Abschließend noch ein paar Eindrücke aus den vergangenen Jahren:

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.PARKLICHTER 2015 MIT CLUESO & CO.

// Das PARKLICHTER-Festival im ostwestfälischen Bad Oeynhausen ist wohl an einer der schönsten Festival-Locations in ganz Deutschland beheimatet. Der pittoreske Kurpark der Stadt bietet ein einmaliges Flair, was bereits in der Vergangenheit einige namhafte Künstler in die Kurstadt gelockt hat. In diesem Jahr kommt mit CLUESO der wohl beste deutschsprachige Singer-/Songwriter vorbei. Wer CLUESO einmal live erlebt oder in einem längeren Interview zugehört hat, weiß dass er mehr verkörpert als eine „Marke“ im heutigen Muiskbusiness. Sobald der Ausnahmekünstler die Bühne betritt, verkörpert er einen Flow, den wohl kaum ein anderer Künstler so auf die Bühne bekommt. Es ist die Leidenschaft für  seine Musik und seine Geschichten, die er in ihr erzählt. Die Tatsache, dass sein aktuelles Album „Stadtrandlichter“ in Eigenregie auf seinem eigenen Label „Text und Ton“ in seiner Heimatstadt Erfurt entstanden ist, ist ein Sinnbild dieser gelebten Musikbesessenheit mit dem Hang zum Perfektionismus. Man darf sich also freuen auf einen lauen Sommerabend mit seinen grandiosen Liedern und einer Stimmung wie nach einem Sommerregen bei Sonnenuntergang. Das mag mitunter kitschig klingen, aber besser lässt es sich einfach nicht ausdrücken.

Neben dem Erfurter werder aber auch einige andere Künstler nach Ostwestfalen kommen. Der bekannteste ist wohl PATRICE, der neben Gentleman wohl der erfolgreichste deutsche Raggae-Künstler ist. Ein Heimspiel hingegen hat der Newcomer JORIS, welcher mit „Herz über Kopf“ derzeit einen Dauerhit in den Charts hat, den wohl fast jeder schon mal im Ohr hatte. Weitere Acts sind OLSON (wohl eine der größten deutschen Hip-Hop Hoffnungen derzeit), IDA GARD, THE LOVE BÜLOW, JAMES HERSEY, ED PROSEK, MÁNI ORRASON, TOM KLOSE; VALENTINE und MISSINCAT.

Ich freue mich jetzt schon auf einen tollen Abend, der sicherlich lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

Alle Infos und Tickets unter www.parklichter.com

.EINE NACHT IN BIELEFELD

// 1LIVE – EINE NACHT IN BIELEFELD
Ort: Bielefeld / diverse Locations
Datum: 12.06.2015

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltungsreihe „Eine Nacht in…“ gastierte der Radiosender 1Live in Bielefeld. Nach 2008 sollten also wieder einige Konzerte, Comedys und Partys in die Leineweberstadt kommen.

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Mein persönliches Interesse galt in diesem Jahr vorwiegend den Österreichern WANDA. Ihr Hit „Bologna“ ist zu einem regelrechten Dauerohrwurm geworden, aber auch die restlichen Songs auf dem Album wissen zu gefallen. Also traf es sich ganz gut, dass die Newcomer nun in meine Heimatstadt kamen, um hier mit 1Live zu feiern.

Der Timetable stellte das Konzert von WANDA allerdings ans Ende. So hatten wir natürlich noch genügend Vorlaufzeit, um bei der ein oder anderen Veranstaltung zumindest mal hinein zu schnuppern. Los ging es dann um 19.00 Uhr mit JORIS im Movie am Bahnhof. Leider hatte uns niemand gesagt, dass wir zunächst ins extra eingerichtete Sendezentrum des Radiosenders pilgern mussten, um dort unsere Presse-Ausweise abzuholen.

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Da es nicht mehr lange dauerte bis JORIS die Bühne stürmen sollte, ließ man uns gegen einen kurzen Check der Personalausweise allerdings trotzdem rein zum fotografieren. So verfolgten wir auch nur die ersten drei Songs des Vlothoers, welcher hier heute quasi ein Heimspiel hatte. Die Musik und die Bühnenperformance des Singer-Songwriters wussten durchaus zu gefallen, aber wir mussten ja erst einmal weiter – die Presse-Ausweise abholen.

Glücklicherweise sind sämtliche Locations in Bielefeld problemlos zu Fuß erreichbar, so dass das recht schnell erledigt war. Warum genau man sich beim Kölner Radiosender dazu entschieden hatte, das „brooks“ (ein Klamottenladen) zum Sendezentrum umzubauen kann ich nicht beurteilen, aber durch die Location direkt in der Innenstadt und des aufgebauten Planschbeckens hatte das tatsächlich einen gewissen Stil.

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Unsere nächste Station sollte die Hechelei im Ravensberger Park sein. Diese schöne Location wird leider viel zu selten genutzt für derlei Veranstaltungen, da sie keinen dauerhaften (Disco-)betrieb mehr beheimatet. Umso schöner mal wieder hier zu sein. Ich muss zugeben, dass ANDREAS BOURANI nicht gerade zu meinen persönlichen Lieblingskünstlern zählt. Aber ich muss auch zugeben, dass sein Dauerbrenner „auf uns“ ein perfekter Soundtrack zum WM-Titel unserer letztjährigen Fußballhelden war und auch mich damals gepackt hat. Insofern also eine schöne Sache ihn dann mal live zu sehen und sogar fotografieren zu dürfen. Letzteres gestaltete sich indem Mini-Graben als gar nicht mal so einfach, da man tatsächlich aufpassen musste, die Musiker nicht anzurempeln und zu behindern. Aber es gibt schlimmere Probleme im Leben eins Konzertfotografen. So verfolgten wir auch hier lediglich drei Songs und bekamen dabei immerhin auch einen seiner bekanntesten Hits „nur in meinem Kopf“ zu hören.

Die komplette Setlist des Konzertes:
1. Refugium
2. Wieder am Leben
3. Alles beim Alten
4. Delirium
5. Hey

6. Ultraleicht
7. Eisberg
8. Zusammen untergehen
9. Nimm meine Hand
10. Was tut Dir gut
11. Auf anderen Wegen
12. Auf uns
13. Ein Ende nach dem Anderen
Zugaben:
14. Welt der Wunder
15. sein
16. Wunder

Nach einer Getränkepause bei feinstem Sommerwetter folgte nun der vermeintliche Höhepunkt des Abends: Zurück im Movie warteten WANDA auf ihren Auftritt. Ohne lange zu fackeln eroberten sie die Bühne und die Herzen des Publikums im Sturm. Bereits der erste Song „Luzia“ brachte die Leute zum ausflippen. Frontmann Marco verstand es dabei vom ersten Akkord an, das Publikum auf seine Seite zu bringen. Auch wenn über das komplette Konzert hinweg durchweg erkennbar war, dass diese Band ein Haufen ausgeflippter Freaks mit dem Herzen am rechten Fleck ist, war es vor allem er, der mit seiner Performance dieses Konzert zu einer grandiosen Show machen sollte. Aufgrund der Tatsache, dass sie mit „Amore“ gerade mal ein Album veröffentlicht haben, war es nicht ganz so einfach die Setlist zu füllen. Die Wiener boten dennoch ein abendfüllendes Konzertprogramm. Einige ihrer Songs wurden einfach abgewandelt in minutenlange extended Versionen („Schnaps“) oder ganz einfach zwei Mal hintereinander („Bologna“) gespielt. Klar, „Bologna“ war einfach der Höhepunkt und wurde auch vom Publikum entsprechend so abgefeiert. Man machte uns aber auch bereits einige Hoffnung auf ein neues Album, welches scheinbar direkt im kommenden herbst erscheinen soll. Zwei Songs daraus wurden dargeboten. Mit dem neuen Song „1,2,3,4“ hat man dann wohl bereits den nächsten live-kompatiblen Hit im Programm. Als dann auch die zweite Zugabe verklungen und das Publikum immer noch in Feierlaune war spielten die sympathischen Jungs einfach noch einmal den Opener, der dieses Mal noch mehr gefeiert wurde als zuvor. Meinen insgeheimen Wunsch, das Konzert einfach noch einmal komplett zu wiederholen, erfüllten sie dann leider nicht. Aber das war ihnen auch nicht zu verdenken, schließlich hatten sie sich völlig verausgabt und lagen zum Teil schweißüberströmt auf und neben der Bühne – wirklich wahr! Alles in allem hat dieses Konzert meine Erwartungen noch bei weitem übertroffen und dürfte wohl als eines der besten überhaupt in Erinnerung bleiben.

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Die Veranstaltung „1Live – Eine Nacht in Bielefeld“ konnte unter dem Strich begeistern, wenngleich ich mir durchaus ein paar weitere Künstler gewünscht hätte, die den Newcomer-Status bereits hinter sich haben. Aber man kann es ja auch nicht jedem Recht machen und schließlich sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Für den dritten Besuch unserer schönen Stadt wünsche ich mir noch mehr Präsenz von 1Live selbst in der Stadt. Hier ist durchaus noch Potential vorhanden um Outdoor-Locations zu eröffnen, Cocktail-bars aufzubauen usw. Aber das nur am Rande! Ihr dürft jedenfalls gerne wiederkommen liebes 1Live-Team.

Alle Fotos des Abends gibt es hier!

.BLUMENKRANZ IM HAAR

// Am vergangenen Freitag haben wir ein aufwendiges florales Portraitshooting mit Model J’adore und Visagistin Magdalena, Das kleine Beauty – Atelier zelebriert. Hier ein paar making of’s:

Nach ca. 3 Stunden Schminken, umziehen und Vorbereitung kam dann mein fotografisches Part. Nach weniger als einem Drittel der Vorbereitungszeit waren die Bilder im Kasten. Am Rechner folgten dann noch ein paar Stunden RAW-Entwicklung und Photoshop-Bearbeitung, bis diese schließlich wie folgt aussahen:

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.CARNIVAL DER KULTUREN 2015

// Über 2.000 Akteure setzten sich beim diesjährigen „Carnival der Kulturen“ in Bielefeld in Bewegung und verzauberten die Stadt mit ihren tollen, bunten Kostümen und einer Lebensfreude, die einfach immer wieder gute Laune macht. So war es auch dieses Jahr. Trotz der Tatsache, dass der Carnival 2015 unter keinen guten Vorzeichen stand  (der Ravensberger Park war bereits belegt, weshalb die Abschlussveranstaltung verlegt werden musste, die Organisatorin war erkrankt..), darf die Parade als rundum gelungene Veranstaltung bezeichnet werden. Mit dabei war auch der Wettergott, der an diesem Samstag ein tolles Sommer-Feeling nach Bielefeld brachte. Zum ersten Mal war auch eine chinesische Gruppe dabei, die mit aufwendigen Kostümen und freundlichen Botschaften eine der Highlights des Zuges war.
Wie immer waren auch viele Bielefelder Schulen dabei und es wurden auch politische Themen thematisiert. U.A. – aufgrund des FIFA-Skandals brandaktuell – die Arbeitsbedingungen bei den Vorbereitungen zu den Weltmeisterschaften – insbesondere in Katar. So stand zwar der Spaß im Vordergund, aber es wurden auch Botschaften verbreitet. In der Hauptsache wohl die Botschaft des gemeinsamen Feierns, Zusammenlebens und der gegenseitigen Toleranz.

Hier gibt es alle Fotos!

 

.PIN-UP SHOOTING

// Derzeit arbeite ich sehr viel daran mein Portfolio mit neuen Studioshootings aufzufüllen, die das „gewisse Etwas“ haben. Also mehr als das was man aus dem Studio im allgemeinen so kennt. Dabei kommt auch verstärkt die digitale Bildbearbeitung mit Photoshop zum Einsatz. Ich liebe die Arbeit mit der Software und ich freue mich jedes Mal nach dem Shooting darauf die Bilder am PC zu sichten und zu bearbeiten. Schwierig ist es manchmal mit der Auswahl und der Entscheidung eines duchgehenden Stils. So probiere ich gern unterschiedliche Sachen aus. Wie auch hier: Das Shooting mit Jennie fand in der letzten Woche statt. Das hier sind nun die Ergebnisse nach ausgiebiger Sichtung und Nachbearbeitung:

 

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.STRATMANN: FOTOS ON LOCATION

// Die Firma Stratmann Design aus Hüllhorst hat sich darauf spezialisiert individuelle Besteckeinsätze aus Holz herzustellen. Die passgenauen Schubladeneinsätze, die mit viel Liebe zum Detail gefertigt werden werten jede Küche auf und bringen Ordnung in den Haushalt. Mehr zu der Firma gibt es hier: www.stratmann-design.de

Meine Aufgabe war es die Produkte „on Location“ in einer schönen, großen Küche in Szene zu setzen und im gleichen zug auch Imagefotos für die Website und den neuen Katalog zu erstellen. Als Dramaturgie des Shootings diente ein Bruschetta-Rezept als „Drehbuch“. Die italienische Spezialität wurde im Rahmen des Shootings zubereitet, so dass wir nicht nur athentische Bilder, sondern auch einen leckeren Abschluss des Abends hatten.

 

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.Steampunk-Portrait mit Ina

// Bei der Suche nach interessanten TFP-Shootings im Studio stieß ich auf die Ina. Ina ist in der Gothic-Szene beheimatet und ist darüber hinaus ein großer Fan des Steampunk. Ihre Kleidung näht sie ausschließlich selbst und auch bei den Accessoires legt sie selbst Hand an. Dafür alleine zolle ich ihr großen Respekt wenn ich sehe mit welcher Leidenschaft sie diesem Lebensstil nachgeht und wieviel Herzblut sie in Ihre Outfits steckt. Wir hatten einen tollen Nachmittag und haben ein paar schicke Bilder gemacht. Der Fokus lag dabei einzig und allen auf dem Model und der Kleidung. Daher haben wir bewusst einen schwarzen, minimalistischen Hintergrund gewählt:

 

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.STUDIO: OPEN!

// Es ist geschafft: Mein Fotostudio in der Herforder Innenstadt ist nun fertig und freut sich auf viele tolle Erlebnisse! Ich freue mich auf Euren Besuch! Ob auf einen Café, ein Shooting oder eine (Vor-)Besprechung. Einfach melden und Termin ausmachen! Weitere Infos hier oder per Mail.

Das erste Shooting hat auch schon stattgefunden und viele weitere sollen folgen. Demnächst gibt es einige attraktive Eröffnungsangebote! Zusätzlich bin ich immer mal wieder auf der Suche nach TFP-Shootings. Erfahrene und weniger erfahrene Models dürfen sich daher jederzeit gerne melden. Eigene Ideen und Wünsche sind dabei immer gern gesehen. Ich habe aber auch einiges im Kopf, was ich gern mal umsetzen würde.

 

.GENTLEMAN AUF MTV UNPLUGGED TOUR IN BIELEFELD

// Gentleman
MTV unplugged Tour
07.04.2015
Ringlokschuppen Bielefeld


MTV unplugged ist eine legendäre Marke im Musikbusiness. Da ist es schon fast verwunderlich, dass bis dato kein Raggaekünstler ein solches unplugged-Konzert eingespielt hat. 2014 war es eben jener GENTLEMAN, dem diese Ehre zuteil wurde. Der Kölner ist damit der erste Musiker dieses Genres, der sich mit diesem Stempel kleiden darf. Entstanden ist ein umfassendes Potpurri seines Schaffens. Auf der Doppel-CD sind 28 Songs gepresst, die zum Teil mit bekannten Musikerkollegen in Köln eingesungen wurden. Mit dabei sind CHRISTOPHER MARTIN, CAMPINO, MILKY CHANCE, MARLON ROUDETTE, TAMIKA, TANYA STEPHENS und KI-MANI-MARLEY. Nun sollte der Bielefelder Ringlokschuppen die Auftakt-Location für die Tour zum gleichnamigen MTV unplugged-Konzert sein. Dass der sympathische Tillmann Otto hierzulande mittlerweile eine große Nummer ist, machte die Tatsache deutlich, dass der Ringlokschuppen bereits im Vorfeld restlos „ausverkauft“ vermeldete und sogar Anfragen für bedürftige Kinder ablehnen musste. Auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht zwingend jamaikanisch in Bielefeld war, freuten sich 2.500 Fans auf ein fröhliches Konzert, welches sie auch erleben sollten. Ohne Vorprogramm stand um Punkt 20 Uhr eine ganze Schar von Musikern auf der atmosphärisch hergerichteten Bühne, welche GENTLEMAN inmitten seines Intros betrat und fortan mit ganz viel Leben und Liebe füllte. Anders als vielleicht bei einem eher ruhigen Akkustik-Konzert erwartet, verbrachte dieser die ersten Songs hüpfend, springend und wild umherlaufend. Man hatte gar den Eindruck, dass er am liebsten jeden Fan einzeln begrüßen wollte. So war es auch als Fotograf eine extreme Herausforderung ein scharfes Foto zu schießen – zumal das tief ins Gesicht gezogene Baseball-Cap das komplette Licht verschluckte. Aber nun ja, GENTLEMAN war ja auch nicht für die Fotografen auf der Bühne, sondern für die Fans. Das Machte er deutlich als er später am Abend betonte wie sehr er sich darüber freute, daß mal nicht so viele Smartphones in die Luft gestreckt wurden zum filmen und Fotos schießen. Diese Unsitte dürfte jedem regelmäßigen Konzertgänger nur allzu bekannt sein, weshalb ich diese Tatsache und die passenden Worte wohlwollend zur Kenntnis nahm. Ich frage mich sowieso immer was die Menschen mit all den verwackelten Videos und unscharfen Fotos hinterher denn nun wirklich wollen. Ein Erinnerungsfoto mit dem Handy schießen – geschenkt! Aber was macht man bitteschön mit minutenlangen Wackelvideos die mitten im Song anfangen und während des nächsten dann wieder enden? Ich muss ja auch nicht alles verstehen.. Sehr wohl verstehen konnte ich hingegen die Künstler, die sich wirklich darüber freuten, dass die Leute tanzten und sich bewegten und einfach das Konzert genossen. Die Künstler? Jawohl! Denn wie eingangs erwähnt, stand Tillmann Otto keinesfalls alleine auf der Bühne und hatte zudem  auch noch eine Handvoll Künstler für Duett-Auftritte mit im Gepäck. Die Liste an diesem Abend war zwar nicht ganz so hochkarätig besetzt wie einst bei der Originalaufnahme in Köln, konnte sich aber dennoch durchaus sehen lassen. So standen zeitweise neben TAMIKA und TANYA STEPHENS, die ja bereits vom Album bekannt sind, auch SHERIETA, sowie MARTIN JONDO auf der Bühne neben GENTLEMAN. Mit UWE BANTON durfte sogar ein echtes Raggae-Urgestein aus Ostwestfalen auf die Bretter. Auch wenn der gebürtige Lagenser bei seinem ersten Aufruf scheinbar noch geschlafen hatte, harmonierte er später wunderbar mit dem Rest der bunten Truppe. So wurden insgesamt sogar noch mehr Songs als auf dem Doppelalbum in ca. 2,5 Stunden-Programm (!!!) performed, was einen vielseitigen und umfangreichen Querschnitt des Schaffens aus 16 Jahren GENTLEMAN-Geschichte bedeutete. Zum großen Finale kam sogar der Raggae-König selbst vorbei, um mit allen zusammen den fantastischen Redemption Song zu zelebrieren. Nein, der verstorbene BOB MARLEY war natürlich nicht persönlich und körperlich vor Ort und auch keiner seiner Söhne, aber an diesem Abend fühlte es sich ein bisschen so an, als wäre sein Geist dort gewesen und hätte Bielefeld zu einem besseren Ort gemacht.

Setlist

Intro
The Journey
Different Places
Changes
Intoxication
Road of Life
Liberation Time (mit Martin Jondo)
Rainy Days (mit Martin Jondo)
What U Are (mit Tamika)
It’s Alright (mit Uwe Banton)
See dem coming
Fire Ago Bon Dem
Send a prayer
It no pretty
Tranquility
Down Music Lane (mit Tamika)
Warn dem
runaway
no silidarity
walk away
memories
finally (mit Sherieta)
homesick (mit Tanya Stephens)
these streets (mit Tanya Stephensa)
to the top
leave us alone

Zugabe:
You remember
Another melody (mit Tanya Stephens)
It’s a pitty (mit Tanya Stephens)
Dem gone
Superior
Redemption Song (all)

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Alle Fotos gibt es wie immer hier bei Flickr!

 

.STUDIO FAST FERTIG!

// Ein paar kleinere Baustellen sind noch zu meistern, aber es geht gut voran mit der Einrichtung meines neuen Studios in ‪#‎Herford‬! Freue mich schon auf die ersten Shootings und Workshops! Wer demnächst mal vorbeischauen möchte, darf sich gerne melden. Es gibt leckeren Kaffee!