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.PHOTOKINA 2018? OHNE MICH!

// Es war mal wieder soweit: Photokina-Jahr! Die ganze Branche und alle Fotografen und Foto-Fans lechzten nach der Messe und den dort präsentierten Neuheiten? Alle Foto-Fans und Fotografen? Nicht ganz, ein kleiner, unbedeutender Bielefelder Fotograf (und wahrscheinlich noch ganz viele andere) verweigerten sich diesem Schauspiel in diesem Jahr. Warum?

Da gibt es freilich viele Möglichkeiten und Erklärungsansätze. Ich will heute mit meinem kleinen Beitrag niemanden verurteilen, der die Photokina besucht hat. Darum geht es mir ganz und gar nicht. Vielmehr will ich Euch meine ganz persönliche Argumentation darlegen und bestenfalls dazu anregen, sich diesbezüglich einmal selbst zu reflektieren:

Ich kann von mir seit gut einem Jahr sagen, ich bin „rundum versorgt“ und besitze derzeit alles an Fototechnik und -Equipment, was ich persönlich für mich besitzen möchte. Anders gesagt: Es hat sich ein „Sättigungsgefühl“ eingestellt. Das Bedürfnis nach immer neuer Technik, neuem Zubehör und Innovationen ist bei mir derzeit komplett gestillt. Das liegt sicherlich einerseits an den o.gen. Gründen, aber andererseits auch daran, dass ich seit einigen Jahren den Eindruck habe, dass die Hersteller ihre Kunden oftmals für dumm verkaufen. Die großen Branchenführer Nikon und Canon haben nun schon seit Jahren keine wirklichen Innovationen mehr auf den Markt gebracht, die die Branche revolutioniert haben. Die letzte echte Innovation war die Nikon D800, die 2012 auf den Markt gebracht wurde und erstmals in der Geschichte der Vollformat-Kameras eine Auflösung erreichte, die sonst nur teure Mittelformat-Kameras erreichen konnten. Dass die 36MP der Nikon D800 heute keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Spannender ist es daher zu hinterfragen, was bei den beiden großen Herstellern seit dem wirklich passiert ist. Die Antwort fällt ernüchternd aus: Nicht viel! Im Bereich der Spiegelreflex-Technologie halten sich nach wie vor beide die Waage, was in den letzten Jahren in einige zaghafte Upgrades gipfelte, die sich aber kaum mehr von der Technik unterscheiden, die auch schon vor rund 5 oder 6 Jahren up-to-date war. Ein paar neue Bodies mit einigen kleinen neuen Feinheiten und ein paar Objektive hier und da, hielten die Foto-Fans bei Laune. Auch wenn sie z.T. deutlich höhere Preise als bislang gewohnt für Ihr „Spielzeug“ zahlen mussten. Während eine Nikon D800 damals für rund 2500 Euro neu zu erwerben war, kostete der Nachfolger, Nikon D810, direkt mal 3200 Euro. Ähnlich verhielt es sich mit den Neuauflagen der Klassiker-Objektive 24-70 und 70-200, welche jeweils vom Start weg mit deutlich über 2500 Euro über die Tresen gingen. So konnte man durchaus den Eindruck gewonnen, dass die fette Kuh der DSLR-Fotografie noch einmal richtig gemolken werden sollte. Dass sich der große Mitbewerber Sony zeitgleich eine Marktführungsposition im Segment der spiegellosen Systemkameras aufbaute, nahm man scheinbar achtlos zur Kenntnis. Genauso wie die Tatsache, dass Tamron und vor allem Sigma inzwischen hochwertige Objektive am Markt haben, welche die „Originale“ teilweise in den Schatten stellen und dabei deutlich günstiger sind. Nachdem man bei Nikon zur Photokina 2016 schon gescheitert war mit der Einführung verschiedener Actioncams, versucht man es dort und bei Canon nun auch endlich mit den hochwertigen Lösungen der spiegellosen Fotografie. Erste Kritiken nach zu urteilen, handelt es sich dabei um sehr gute Kameras, die „state of the art“ sind und es zumindest ansatzweise mit ihren großen Konkurrenten aufnehmen können. Scheinbar hat man es aber auch hier verpasst, eine Innovation zu launchen und die Fans, die seit Jahren warten, mitzunehmen. Kurzum: Man hat versucht nachzuziehen und präsentiert nun eine Weltneuheit, die eigentlich gar keine ist und (zumindest im Falle der Nikon Z7) preislich in eine neue Dimension vordringt, die auch viele „Fans“ abschrecken dürfte.

Die Fotoindustrie ist aus meiner Sicht in den letzten Jahren immer mehr zu einer aufgeblasenen Marketing-Maschinerie geworden, die den Kunden vorgaukelt, immer neue Technik zu benötigen, die immer teurer wird. Dass die Entwicklung der spiegellosen Fotografie sicherlich rasend schnell voranschreitet und sich mitunter genauso schnell selbst überholt wie die der Smartphones, bestreitet niemand. Aber im Bereich der DSLR-Fotografie ist schon seit langem ein Punkt erreicht, wo eine technische Weiterentwicklung nur noch bedingt Sinn ergibt.

Weiterhin ist die Selbstdarstellung einiger Fotokünstler mir einfach zu viel geworden, so dass ich den Hype um sie nur schwer nachvollziehen kann. Ich gehöre zu denjenigen, die generell skeptisch sind, wenn es um Hypes und (übetriebenen) Personenkult geht. So sind Youtube-Stars genauso wenig „mein Ding“ wie Influencer. Ohne Frage, gibt es viele gute Fotokünstler und technikaffine Fotografen, die tolle Sachen machen und nicht zuletzt auch mir geholfen haben, besser zu werden. Dennoch hat für mich alles seine Grenzen und so sehe ich einfach keine Legitimation darin, bei Fotografen anzustehen, um sich ein Autogramm von ihnen zu holen oder ein Selfie mit ihnen zu machen. Das ist einfach nicht meine Welt. Das alles darf und soll natürlich jeder entscheiden, wie er mag.

Für mich bleiben die Kamera und die ganze Technikwelt drum herum vor allen Dingen ein Werkezug. Zugegebenermaßen ein sehr schönes Werkzeug, dass es mir erlaubt meine persönlichen Ziele zu erreichen und meine Kreativität in der Fotografie auszudrücken. Das ganze Drumherum brauche ich persönlich daher nicht.

.DIE MANNSCHAFT – EIN MARKETING-MISSVERSTÄNDNIS

// Am 13. Juli 2014 schaffte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Größte, was ihr gelingen konnte. Sie holte den Weltmeister-Pokal im legendären Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro. Das erste Mal überhaupt war es es einer europäischen Mannschaft gelungen, den Weltmeistertitel auf dem südamerikanischen Kontinent zu gewinnen. Mit der Historie der letzten großen Fußball-Turniere sollte das der absolute Höhepunkt der Fußball-Nation Deutschland sein.

Heute, knapp 4 Jahre später, ist der amtierende Fußball-Weltmeister Deutschland, in der Vorrunde der WM in Russland desolat ausgeschieden. Natürlich hat dieser Niedergang viele Gründe. In erster Linie natürlich sportliche, taktische, formabhängige und wohl auch personelle. Dennoch sind die Ursachen dieses sportlichen Desasters nicht ausschließlich beim Team selbst zu suchen. Seit der WM 2014 hat sich extrem viel geändert beim DFB. Es fing bereits an mit der Dokumentation des Titelgewinnes. Ein Film mit dem Titel „Die Mannschaft„, der mit großem Trara angekündigt und in den Kinos der Republik (ur-)aufgeführt wurde. Jeder Fußballfan hatte mit der Ankündigung dieses Streifens einen hochemotionalen Einblick in die Turnierwochen rund um das legendäre Campo Bahia erwartet, der mindestens an die 2006er Dokumentation „Deutschland – Ein Sommermärchen“ von Sönke Worthmann herankommen sollte. Herausgekommen ist aber tatsächlich ein weitgehend emotionsloser Hochglanz-Streifen ohne Tiefgang.

Dass der Slogan „Die Mannschaft“ nicht nur der Titel des Films, sondern auch der Titel der Fußball Nationalmannschaft werden sollte, wurde in diesem Zuge auch schnell klar. Ein künstlicher Titel, der nüchtern betrachtet keinerlei Mehrwert für das „Vorzeigeprodukt“ des DFB bietet. Im Gegenteil: Jetzt, nachdem die Analysen und Debatten des Turnierdebakels in vollem Gange sind, fliegen dem Manager Oliver Bierhoff, diese Marketingslogans um die Ohren. Man habe in Russland so ziemlich alles vermittelt, aber nicht, dass man eine „Mannschaft“ gewesen sei. Weder auf dem Platz noch neben dem Platz. Peinlich genug. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs in den wirren Marketing-Meeren in der sich der DFB nun verschlingert hat. Schließlich hatte man kurz vor der WM noch den Hashtag #zsmmn (= „zusammen“ ohne Vokale ausgerufen) und war darüber hinaus noch mit den Claims „best never rest“ (vom Hauptsponsor Mercedes Benz) und „here to create“ (universell eingesetzter Claim im Zusammenhang mit den aktuellen Trikots vom Ausstatter adidas) unterwegs. Dass diese größtenteils überhöhten und arrogant wirkenden Phrasen nun natürlich dafür genutzt werden können, das Ganze umzukehren und das vormals hervorragende Image des Teams komplett zu zerstören, sollte den Verantwortlichen zu denken geben.

Bislang hat sich keine Nationalmannschaft derart tief in die Hände großer Werbeagenturen fallen lassen, wie es die deutsche getan hat. Weder die großen Brasilianer in der Ära zwischen 1994 und 2002, noch die Spanier, welche die letzten Turniere dominiert hatten. Bierhoff begründet die Vermarktung dieser Mannschaft damit, dass man so Sponsoren gewinnen wolle, die nötig sein, um die Arbeit im Verband zu fördern. Dass die Spieler der Nationalelf selbst aber die besten Testimonials sind, die ein großer Sponsor überhaupt gewinnen kann und sich der Verband und auch die Sponsoren bereits die Taschen dadurch ausreichend voll machen, verschweigt er. Überhaupt ist es fraglich, inwieweit eine große Vielzahl von Sponsoren für eine Nationalmannschaft überhaupt sinnvoll und gut sein kann.

Bedingt dadurch, dass die Spiele in nationalen und internationalen Wettbewerben immer mehr werden und große Vereine mitunter zwei Interkontinentalreisen pro Jahr von ihren Spielern verlangen, um die Märkte in Asien und Nordamerika zu erschließen, ist die Nationalelf eine Art Nebenbeschäftigung für die Akteure geworden. Natürlich freuen sich alle auf die großen Turniere, die im 2-Jahres-Rhytmus anstehen, aber die Freundschafts- und Qualifikationsspiele gegen oftmals drittklassige Gegner will sich niemand ernsthaft noch zusätzlich antun. „Verletzungsbedingte“ Absagen und Schonungen einzelner sind so an der Tagesordnung. In Folge dessen gibt es kaum noch längere Zeitzyklen in denen sich die Mannschaft einmal trifft und gemeinsam trainiert. Und wenn, dann werden auch diese zu erheblichen Anteilen mit Werbeaufnahmen und Marketingaktivitäten gefüllt. Abgeschottet von den Fans und der Außenwelt versteht sich.

Wenn die Analyse des DFB-Teams ehrlich und aufrichtig verläuft – wie angekündigt – dann muss man sich eingestehen, damit einen großen Fehler gemacht zu haben, der einem nun auch sportlich auf die Füße gefallen ist.

Dass der Fußball an sich eine sehr emotionale Angelegenheit ist, zeigt schon seit Jahren die Tatsache, dass sich die aktiven Fans immer mehr von dem Produkt der Nationalmannschaft abwenden. Mit der Gründung des sogenannten „Fanclub Nationalmannschaft“ im Jahr 2003 läutete man dieses selbstständig ein. Während die Fankultur weltweit viel Wert auf Eigenständigkeit, Selbstorganisation und autonomes Handeln legt, hat man sich beim DFB überlegt, die Stimmung einfach selbst in die Hand zu nehmen und den Fan somit in die Richtung zu lenken, die man gerne hätte. Abgerundet wird dieses Modell, durch das Sponsoring des Coca Cola-Konzerns. Attraktiv für den Fan ist ein solches Modell natürlich nicht. Allerdings hat sich das Prozedere der Ticketvergabe in den letzten Jahren so gedreht, dass es notwendig ist, Mitglied dieses „Fanclubs“ zu sein, um überhaupt die Chance zu haben, Tickets für Auswärtsspiele oder Turniere zu bekommen. Somit sind nicht wenige aktive und interessierte Fans, („Zwangs-„)Mitglieder dieses fragwürdigen Konstruktes. Die Eventisierung der Heimspiele hat zudem dafür gesorgt, dass man sich mit der Entwicklung seit 2003 ein eigenes Publikum herangezogen hat, was mit den wöchentlichen Spielen im Ligasystem nicht mehr viel zu tun hat. Ein Großteil der Fans, die dem „Fanclub Nationalmannschaft“ angehören, geht ins Stadion, um unterhalten zu werden. Ein 4:0-Sieg ist manchmal schon zu wenig, wenn die Tore nicht schön genug waren oder der Gegner zu schlecht. Pfiffe sind dann keine Seltenheit. Wer will es ihnen auch verdenken? Schließlich haben sie oft einen annähernd dreistelligen Betrag für ihre Zutrittsberechtigung zu einem schnöden Freundschafts- oder Qualifikationskick gezahlt. Gesänge oder Anfeuerungsrufe gibt es hingegen nicht oder nur sehr vereinzelt. Wenn, dann werden diese oft von den wenig verbliebenen echten Fußball-Fans angestimmt, die in den Stadion „groß geworden“ sind.

Dass der DFB – genauso wie andere Verbände und viele Vereine – die Fanartikel-Kuh inzwischen über alle Maßen melkt, ist hier fast schon nebensächlich (weil man sich dran gewöhnt hat). Spezielle Confed-Cup Trikots, unterschiedliche Trainings- und Einlaufjacken, Trainingsshirts und Hosen in zig verschiedenen Farben und Designs. Alles zu oft völlig unverhältnismäßigen Preisen und inszeniert in neuen Marketing-Spots und Events, die kein Fan mehr wirklich ernst nehmen kann.

Zusammengefasst möchte ich in diesem Beitrag die gesamte Marketing-Strategie und die damit verbundene Entwicklung seit 2003 hinterfragen:

Wenn man die Nationalmannschaft wie einen Konzern sieht, der hauptsächlich darauf ausgelegt ist, Gewinn zu erwirtschaften und die Kuh größtmöglich zu melken, hat man in den vergangenen 15 Jahren wohl alles richtig gemacht. Einen Fußballverein oder eine Fußballmannschaft ist aber etwas Anderes als eine konstruierte Marke. Natürlich kann eine Fußballmannschaft auch eine Marke sein, aber diese Marke entsteht aus ihrer Geschichte, ihren besonderen Spielen und Siegen, ihren Spielern und Protagonisten und das was die Menschen mit ihr verbinden und auch zukünftig verbinden wollen. Meiner Meinung nach ist Marketing bei solch emotionalen Angelegenheiten wie einer Fußballmannschaft oder einem Sportverein immer nur dann gut, wenn man es direkt aus dem Herzen dieser transportiert und damit stetig sparsam umgeht. Längst haben das viele Vereine aus unterschiedlichen Sportarten erkannt und setzen es mit ihren Agenturen oder Marketingabteilungen so um, dass die Fans mitgenommen werden und der Verein sein Image auf eine coole, humorvolle und identitätsstiftende Art pflegt. Beispiele wie Hertha BSC zeigen aber auch, dass die Auswüchse die man bei der Nationalmannschaft findet, kein Einzelfall sind. Die Basis bei jedem Sportverein sind die Fans und die Sportler.

Beim DFB muss man aber noch weiter gehen: Da der DFB ein Verband (der größte Fußballverband der Welt) ist, repräsentiert er mit der Nationalmannschaft auch alle Fußballvereine, Spieler, Funktionäre und Ehrenamtler in ganz Deutschland. Bis hinab in die letzte Kreisklasse!

Natürlich polarisieren Marketingaktivitäten oftmals und man kann nicht immer jeden abholen. Aber wenn man einer Firma ein aufgesetztes Image verleiht, dass nicht zur Basis passt, wird der Unmut gegenüber der Führungsetage schnell groß und Arbeitsbereitschaft, Identifikation und Motiviation sinken. Gleiches erleben wir nun seit einigen Jahren mit der Nationalmannschaft. Nur, wenn es der DFB-Spitze und dem verantwortlichen Manager gelingt, den Kontakt zu Basis wiederherzustellen und das Rad soweit zurückzudrehen, dass das Team wieder mehr wie eine Fußballmanschaft und weniger wie eine Ansammlung von Markenbotschaftern daher kommt, wird man im (eh schon oftmals überkritischen) Deutschland, wieder seine Liebe für diese Mannschaft entdecken.

 

.SCHLUSS MIT WORKSHOPS

// Um es vorwegzunehmen: Das Thema Fotoworkshops war immer ein Liebhaberthema meines persönlichen Schaffens. Es ging mir nie darum, damit das große Geld zu verdienen oder mein Geschäftsmodell darauf aufzubauen. Als ich im Jahr 2013 damit angefangen habe, habe ich schnell gemerkt, wie viel Freude es mir bereitet in diesem Rahmen neue Leute kennenzulernen, mein Wissen weiterzugeben und mich in diesem Rahmen teilweise auch selbst noch fortzubilden. Über die Jahre habe ich so einige Leute kennengelernt, die meine Workshops regelmäßig besucht haben. Mit einigen davon stehe ich auch abseits der Workshops in Kontakt. Manche davon sind inzwischen zu echten Fotokünstlern geworden und haben in bestimmte Themen ganz viel Leidenschaft und Energie hereingesetzt. Das alles freut mich sehr und lässt die vorausgegangenen 5 Jahre in einem sehr positiven Licht dastehen.

Der Entschluss, das Thema Fotoworkshops an den Nagel zu hängen kam nicht von heute auf morgen. Nein, er ist in den letzten 1,5 Jahren gereift. Durch meine Entscheidung, das Thema Selbstständigkeit nicht weiter zu verfolgen und schlussendlich auch das Studio in Herford aufzugeben und stattdessen ein Home-Studio einzurichten, war der Weg in den vergangenen Monaten bereits vorgezeichnet. Es ist auffällig, dass es immer schwieriger wird, Teilnehmer (bzw. Kunden) in diesem Segment zu akquirieren. Die Gründe dafür sind sicherlich vielschichtig: Einerseits ist das Thema Fotografie nicht mehr so stark im Trend wie vor 2-3 Jahren noch, die Technik wird immer besser und einfacher (Man beachte die aktuelle Werbekampagne des Smartphones Huawei P20) und andererseits wird das Angebot immer größer. Alleine die Tatsache, dass es inzwischen unzählige Facebook-Gruppen für Fotowalks und TfP-Shootings gibt, macht es natürlich nicht einfacher, sein eigenes kommerzielles Modell zu verkaufen und zu argumentieren.

Unter dem Strich ist es so, dass ich die stets erfolgreichen Einsteigerworkshops aus zeitlichen und logistischen Gründen aufgeben musste und alle anderen Outdoor-Workshops in dem jetzigen Modell nur noch bedingt Anklang finden. Um hier den Wind wieder zu drehen, benötigt es eine enorme Energie und Leidenschaft. Beides kann ich derzeit nicht mehr in dieses Thema investieren, da mir dafür schlichtweg die Zeit fehlt. Ich verlasse das Feld daher nicht im Groll oder schimpfe auf den oben erwähnten Auswuchs an kostenfreien Möglichkeiten das Fotografieren zu erlernen. Im Gegenteil: Ich bin dankbar für die Erlebnisse und Erfahrungen und schlussendlich auch über meine eigene Entscheidung mich nicht abhängig in das Schlachtfeld des Foto-Business geworfen und die Workshops zu einem Pfeiler dessen auserkoren zu haben.

 

  • Ob diese Entscheidung bis in alle Ewigkeit gilt? Wer weiß das schon…
  • Was passiert mit der Seite www.owl-fotoworkshop.de? Die Inhalte werden natürlich gesichert. Die Webseite und die URL werden in absehbarer Zeit abgeschaltet.
  • Gibt es noch die Möglichkeit Einzeltrainings zu buchen? Klar! Ich freue mich nach wie vor über jede Anfrage und die Möglichkeit, mein Wissen weiterzugeben. Bitte beachtet allerdings, dass es nicht immer möglich ist, Eure Terminwüsche direkt umzusetzen. Daher plant bitte genügend Vorlauf ein und formuliert Eure Anfragen so detailliert wie möglich, damit ich Aufwand und Kosten richtig abschätzen kann.
  • Was passiert mit meinem Gutschein? Eure Gutscheine bleiben selbstverständlich weiterhin gültig! Ihr könnt Eure Gutscheine bis zum Ablaufdatum (3 Jahre ab Ausstellungsdatum)  für Einzeltrainings jeder Art einsetzen. Weiterhin räume ich Euch hiermit die Möglichkeit ein, die Gutscheine in dem genannten Gültigkeitszeitraum zu übertragen und diese auch für Fotoshootings oder Design-Dienstleistungen zu nutzen. Eine Auszahlung und eine Verlängerung der gekauften Gutscheine ist nicht möglich.   

.VON WEIDEN – ADRETT & ELEGANT

Es ist schon etwas Besonderes, mal ein komplettes Konzert durchfotografieren zu dürfen und dabei Zugang zu allen Bereichen zu haben. Wenn die Protagonisten dann noch so abliefern wie an dem Abend und alles in einer kollektiven Gänsehautstimmung endet, dann ist das nur schwer zu toppen!
 
Vielen Dank noch einmal an Von Weiden für das Engagement, um ihr bisher fettestes Konzert fotografisch zu begleiten! Ich habe es sehr genossen!
 
Hier findet Ihr nun die Foto-Galerie von Von Weiden – Adrett & Elegant am 23.März in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld.
 
Viel Spaß beim Durchklicken: https://flic.kr/s/aHsmgWLbkw

.FROHE OSTERN 2018

// Pünktlich zu Ostern habe ich es mal wieder geschafft, mich etwas um die Seite zu kümmern und ein paar Fotos und Arbeiten fertigzustellen, welche nun schon seit ein paar Wochen auf meiner Festplatte schlummern. Der eigentlich gefasste Entschluss, diesen Blog etwas weiter zu beleben und regelmäßig neue Beiträge zu verfassen, konnte bislang leider noch nicht in die Tat umgesetzt werden. Auch wenn ich ein paar Themen im Kopf und teilweise sogar schon angefangen habe … das vergangene halbe Jahr war einfach geprägt von jeder Menge Arbeit. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht und so fehlt mir doch etwas die Zeit, um dieser eigens auferlegten Verpflichtung nachzukommen. Ich freue mich jedenfalls auf alles was im Jahr 2018 noch bevor steht und wünsche Euch ein tolles Osterwochenende (auch wenn es sich teilweise weihnachtlich anfühlt..).

.VISITENKARTEN ZUM NEUEN CD

// Neue Visitenkarten mussten mit dem neuen Design natürlich her. Da ich seit geraumer Zeit ein großer Fan von den Luxe-Produkten von moo.com bin, welche ich meinen Kunden auch immer wieder empfehle, war die Entscheidung einfach. Gut eine Woche nach Auftragserteilung kamen die edlen 600g-Karten mit ihrem charakteristischen offenporigem Papier nun an. Wie immer bei moo.com in einer tollen und hochwertigen Verpackung mit Banderole. Die Auswahl der Luxe-Produkte ist groß, so dass es problemlos möglich ist seine gesamte Kommunikation oder zum Beispiel auch seine Hochzeiutspapeterie hiermit umzusetzen, was ich meinen Kunden auch oft empfehle und schon das ein oder andere Mal umgesetzt habe.

Ich freue mich jedenfalls nun erst einmal über meine neuen Business Cards!

 

 

.NEUES CORPORATE DESIGN ÜBER’S WOCHENENDE

// Am Wochenende einfach mal den kompletten Auftritt und das eigene Corporate Design über Board werfen und alles neu machen? Kann man machen! So ähnlich ist es nun auch bei Arternative Design passiert. Ganz so, war es dann aber doch nicht. Ein paar Gedanken dazu hatte ich mir bereits seit längerer Zeit gemacht. Aber von vorne:

Mit dem Umzug meines Studios und der vorangegangen Veränderungen in meinem Leben, ändern sich auch Dinge in meiner Arbeit. Der in den letzten Jahren gelebte Fokus auf Fotoworkshops und Fotografie-Dienstleistungen im Studio hat sich deutlich verringert. Mit der neuen Situation eines Homestudios habe ich mir eine hervorragende Situation geschaffen, um kurzfristig und ohne großen Aufwand Produktshootings und People-Shootings (new born, family, Portrait etc.) umzusetzen. Da ich Letzteres nicht mehr offensiv bewerbe sondern nur auf Anfrage umsetze und Studio- und Einsteiger-Fotoworkshops mangels passender Location wegfallen, ergibt sich eine deutlich geringere Priorität in diesem Bereich. Sprich: Mein fotografischer Fokus liegt auf Produkt- und Outdoorshootings, Outdoorworkshops und selbstverständlich Hochzeiten und Konzerte.

Abgesehen vom fotografischen Aspekt ist mir aber das Thema Design in den letzten Jahren ein bisschen zu sehr in den Hintergrund geraten. Dieses möchte ich nun gerne deutlicher in den Vordergrund stellen. U.A. auch mit einem anderen Auftritt, der nicht bereits im Logo suggeriert, dass man bei mir ausschließlich fotografisch unterstützt wird.

So reifte in den letzten Wochen der Gedanke, dass eine optische Veränderung meiner „Marke“ notwendig und sinnvoll ist, um diese Ziele zu erreichen und meinem eigenen Fokus gerecht zu werden. Dabei hat sich nicht nur das Logo sondern auch die Farben und der gesamte optische Auftritt geändert, der sich ab sofort wie folgt darstellt:

 

Das neue Design ist wesentlich ruhiger und grafiklastiger als das bisherige. Durch den Wegfall der „lauten“ Orange-Töne und des weitaus weniger „trashigen“-Stils sowie der Einbeziehung meines Namens wird es der Veränderung auf den oben genannten Ebenen gerecht und passt deutlich besser in das „hier und jetzt“ als das bisherige Design.

Ich hoffe es gefällt Euch und Ihr – treuen Leser und Kunden – werdet Euch schnell an die neuen Farben und Grafiken gewöhnen

Auch wenn ich meinen Kunden und Design-Interessierten Personen um mich herum immer predige wie wichtig ein beständiges und gutes Corporate Design für Ihr Unternehmen ist, habe ich das für mich als freien Grafiker und Fotografen nie so empfunden. Warum?

  1. Arternative Design ist für mich eine professionell betriebene Nebenbeschäftigung, die aus marketingtechnischer Sicht nicht aufgrund der Wiedererkennungswertes der Marke funktioniert und auch zukünftig nicht funktionieren wird. Das Projekt funktioniert mit Bestandskunden, Mundpropaganda und vereinzelter Neukundenakquise, die nach einer bestimmten Dienstleistung suchen.
  2. Es handelt sich hierbei nicht um ein Unternehmen, welches eine bestimmte Marke am Markt darstellt, dessen Rolle es einnehmen und ausfüllen muss. Ein Logo als Wiedererkennungswert ist natürlich wichtig, aber nicht relevant für den Marketingprozess, da es nicht darum geht, eine bestimmte Marke zu stärken oder zu formen. Das ist übrigens auch der Grund, warum die meisten Fotografen-Logos recht austauschbar erscheinen. Wichtig ist hier oft nur der Name, welche im besten Fall einen persönlichen Bezug hat.
  3. Ich habe das Projekt immer als persönliches Ausleben meiner Dienstleistungsangebote empfunden, weshalb ich mir immer selbst auch die Freiheit nehmen wollte, es zu gestalten wie ich es möchte.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass dieses Design bereits schon in einigen meiner vorherigen Arbeiten zu finden ist und sich auch schon seit der ersten Idee im Jahr 2016 gut angefühlt hat. Dass ich es so lange mit mir getragen und nun für meine Zwecke aus- und umgearbeitet habe, bestärkt mich für den Veränderungsprozess.

Hier ein paar Bilder von bereits umgesetzten Werken vergangener Tage:

 

 

 

.Deutschland Trikots 1990 – 1998

// Neben meiner Leidenschaft für Fotografie und Design, steckt auch die Liebe zum Fußball in mir. Dazu gehört auch eine ausgiebige Trikotsammlung. Vornehmlich mit Jerseys unserer Nationalmannschaft. In den letzten Wochen, konnte ich einige weitere alte Schätzchen ergattern, die mich einen großen Schritt voran gebracht haben, um mein persönlich gestecktes Ziel, bis zur #WM2018 alle Trikots seit 1990 auf der Kleiderstange hängen zu haben, zu erreichen. Grund genug, einen Teil dieser Sammlung auch einmal fotografisch in Szene zu setzen.

 

.2017 – EIN SCHRITT ZURÜCK UND ZWEI NACH VORNE

// Als ich 2009 mit Arternative Design startete, war mir nicht klar, was daraus einmal werden kann oder soll. Zunächst einmal sollte das Projekt für mich die Möglichkeit sein, meine Kreativität – abseits meines Hauptberufes – auszuleben, mein Portfolio zu erweitern und damit möglichst auch noch etwas Geld zu verdienen. So weit, so gut. Natürlich gab es zudem auch immer den Hintergedanken, mir damit eine zweite Existenz aufzubauen oder gar eines Tages mal komplett davon leben zu können.

Im vergangenen Jahr 2016 entschied ich mich dazu, meinen langjährigen unbefristeten und gut bezahlten Arbeitsvertrag bei meinem ehemaligen Arbeitgeber (ein bekannter Global Player) zu kündigen. Damals wusste ich noch nicht genau, wie es beruflich für mich weitergeht. Ich wusste nur, dass mein Weg dort damals zuende war und etwas Neues kommen musste. Zweifellos eine recht mutige (und mitunter vielleicht auch) unvernünftige Entscheidung. 

Vor ziemlich genau einem Jahr stand ich also vor der Entscheidung, aus meinem Projekt Arternative Design, meine mögliche Selbstständigkeit zu beginnen. Einerseits wäre das sicherlich die Erfüllung eines Traumes gewesen, andererseits war es aber nicht mein Traum! Das ist mir zu Beginn dieses Jahres klar geworden. Selbstständig sein als Fotograf und Designer unterscheidet sich deutlich von der Vorstellung, die die meisten Menschen davon haben. Man ist nicht unbedingt zu einem großen Teil damit beschäftigt, Fotos zu schießen, Designs zu erarbeiten oder Bilder zu bearbeiten. Die meiste Zeit benötigt man zum Akquirieren von Kunden, Netzwerken und werben für sich selbst. Obendrein gibt man mit einer Selbstständigkeit viel von dem auf, was man vorher an dieser Arbeit zu schätzen wusste. In der Realität ist man dann eben nicht mehr „frei“. Das Gegenteil ist der Fall: Man begibt sich in eine Abhängkeit, die oftmals dazu führt, dass eigene Kreativität oder private Interessen auf der Strecke bleiben. Jede Hochzeit mitnehmen, damit man genügend Einnahmen bekommt und dafür seine komplette Freizeit im Sommer opfern? Immer abhängig davon sein, dass die Kunden ihre Rechnungen pünktlich bezahlen? Die eigene Arbeit so gestalten, dass sie mehr den Kunden gefällt als einem selbst? Ständig das Netzwerk erweitern und Veranstaltungen besuchen, die einem die Zeit rauben aber keinen Ertrag bringen? Nein danke!

Das ist alles nicht so mein Ding und das sind nicht die Ziele, die ich mit meiner Arbeit verfolge. Ich möchte frei sein in meiner Arbeit. Mir aussuchen können, welche Projekte ich bearbeite und welche ich vielleicht auch mal sausen lasse. Lieber ein Konzert mehr fotografieren und dafür eine Hochzeitsanfrage absagen, weil ich eben da drauf in diesem Moment mehr Lust habe. Mich auch mal „raus nehmen“, wenn andere Dinge wichtiger sind als Design und Fotografie. Um dann später wieder mit mehr Spaß und Leidenschaft einzusteigen und weiter zu machen. Ja, genau so möchte ich arbeiten! So habe ich in den letzten 8 Jahren mein Projekt gepflegt. Mit dieser Einstellung habe ich viele Leute glücklich gemacht: Privatkunden, Business-Kunden, Hochzeitspaare, Workshopteilnehmer, Models, Geschäftspartner und nicht zuletzt mich selbst und meine Partnerin!

Somit habe ich mich zu Beginn des Jahres 2017 bewusst gegen die Selbstständigkeit entschieden. Stattdessen habe ich einen neuen Hauptjob gefunden, der mich erfüllt und mich fordert. Dieses hatte zur Folge, dass mein Studio in Herford fortan etwas zu kurz kam und ich zuletzt nur noch wegen der Workshops vor Ort sein konnte. Das Jahr 2017 hatte sein Pulver in Sachen Glück aber noch nicht verschossen. So ergab sich durch eine glückliche Fügung die Möglichkeit, unseren privaten Wohnsitz zu verlagern und dort zugleich ein Studio in gleicher Größe einzurichten. Die zweite Jahreshälfte war somit gefüllt mit viel Stress, zwei Umzügen und umfassenden Renovierungsarbeiten. Pünktlich zum Jahresende ist aber nun alles geschafft: Ich bin in meinem neuen Job angekommen, das neue Heim ist eingerichtet und auch das neue Studio hat bereits seine Feuertaufe bestanden. 

Unter dem Strich bleibt eigentlich alles wie es war: Ich werde die meiste Energie in meinen Hauptjob stecken und Arternative Design bleibt mein nebenberufliches Leidenschafts-Projekt, was mir den kreativen Ausgleich, Kontakt zu anderen Kreativen und vielen netten Kunden, Paaren, Workshopteilnehmern und Partnern bietet. Dabei obliegt es auch weiterhin nur mir selbst, zu entschieden, welche Anfragen und Projekte ich annehme und welche nicht. Zudem spare ich viel Zeit und Geld und kann Fotoprojekte für Kunden und mich selbst direkt in meinem Home-Studio in Bielefeld umsetzen. Auf der Strecke bleiben lediglich dabei die Einsteiger- und Studioworkshops, welche ich nicht mehr in großem Stil in meinem Home-Studio durchführen möchte. Einzeltrainings, kleine esklusive Runden und natürlich Outdoor-Workshops sind aber weiterhin möglich und geplant. 

Ich jedenfalls verabschiede das Jahr 2017 als eines der wichtigsten und schönsten in meinem bisherigen Leben und gehe entspannt und glücklich ins neue Jahr 2018. Ich freue mich auf Euch und bin gespannt auf die weitere Entwicklung und die kreativen Herausforderungen, die mir das nächste Jahr bringen wird.  

Hoffentlich war Euer Jahr 2017 ähnlich glücklich und Erkenntnisreich!? Ich wünsche Euch jedenfalls einen guten Rutsch, eine rauschende Party und einen grandiosen Start ins neue Jahr!

Euer Sascha

 

.FROHE WEIHNACHTEN 2017

// Die letzten Monate waren anstrengend, intensiv aber auch verdammt schön. Es hat sich einiges in meinem Leben und meiner Arbeit geändert. Daher habe ich die Pflege dieses Blogs auch völlig vernachlässigt. Mehr dazu sicherlich bald. Für den Moment möchte ich mich bei allen bedanken, die mich im vergangenen Jahr unterstützt haben.
Genießt die Weihnachtszeit, kommt etwas zur Ruhe und freut Euch auf ein tolles, neues Jahr 2018!

.STARKE „TYPEN“ IM KUPFERHERZ

// Seit dem das Kupferherz in Herford eröffnet hat, bin ich fasziniert von dem Laden. Weniger die begrenzt innovative Idee, eine hippe „Burger-Schmiede“ ins Leben zu rufen, hat mich dazu gebracht als viel mehr das schicke, durchgestylte und eingenwillige Ambiente, welches in dieser Form in OWL so nicht noch ein zweites Mal zu finden ist. Somit war die Idee, hier ein Fotoshooting zu veranstalten natürlich schnell gefasst. Vor kurzem gelang es mir dann endlich mit dem Besitzer in Kontakt zu treten und diese Idee zu spezifizieren. Termin und Models waren gefunden und so konnten wir uns am Montag, 24.07.2017 fröhlich austoben und eine Menge cooler Bilder schießen.

Bei diesem Shooting kamen mal wieder nur meine beiden Sigma ART Objektive 85mm und 35mm, die in letzter Zeit einfach meine beiden Lieblinge geworden sein. Das liegt zum einen an ihrer grandiosen Auflösung als auch an ihren Möglichkeiten bzgl. Lichtstärke und Freistellung. Habe ich vor einem Jahr noch flexible Zooms bevorzugt, bin ich derzeit auf dem „Trip“ fast ausschließlich auf diese beiden Werkezeuge zu setzen, die dann eben auch einen ganz eigenen Bildlook mitbringen. Aber was gilt im kreativen Bereich schon das Wort von gestern oder heute? Eben! Und daher erlaube ich mir auch immer wieder gern, meine technischen Vorlieben zu variieren und für das Erreichen meiner Ziele und Vorstellungen, unterschiedliche Werkezeuge einzusetzen.

Zurück zum Shooting: Im ersten Step habe ich ein paar Interior-Fotos des neuen Lounge-Bereiches aufgenommen, bevor wir uns danach dort fotografisch austoben konnten. Demnächst folgt ein weiteres Shooting, bei dem es um die Erstellung werblicher Aufnahmen für den Besitzer geht.

Die komplett hinterleuchtete Wand in diesem Raum hat das Ambiente natürlich sehr reizvoll gemacht. Andererseits hat sie auch für fieses Mischlicht gesorgt, was nur sehr schwer schon wirklich bei der Aufnahme zu kontrollieren ist.  Dennoch wollte ich unbedingt auf den Einsatz von Blitzen verzichten. Einerseits weil ich die Stimmung des vorhandenen Ambientes nicht zerstören wollte, aber andererseits auch, weil ich nicht den Aufwand generieren wollte, der das mit sich bringt.

Aber seht Euch am besten die Ergebnisse des Shootings an und beurteilt selbst:

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.FROHE OSTERN

// Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest und ein paar ruhige und entspannte Tage!

Ostern2017

.VON WEIDEN – PLATTENTAUFE // 03.03.2017 // FORUM BIELEFELD

// Am vergangenen Freitag, den 03.03. war ich als Fotograf für die Plattentaufe der neuen Bielefelder Band „Von Weiden“ engagiert. „Von Weiden“ hörten noch im Februar auf den Bandnamen „Crystal Pasture“, bevor es nun zusammen mit dem dem neuen Album „Ruf der Provinz“ auch einen neuen Bandnamen geben sollte. Ich durfte an diesem Freitag bereits um 15 Uhr vor Ort sein, um die Band und deren Crew bei den Aufbauten, dem Soundcheck und später natürlich beim Konzert selbst zu begleiten. Ein „Access all Areas“ machte es möglich, diesen Tag aus vielen unterschiedlichen Perspektiven zu begleiten und den Bandmitgliedern ganz nahe zu sein – auch als die Nervösität wuchs, bevor es schließlich auf die Bühne ging. Um die 600 Besucher dürften es schließlich gewesen sein, die an diesem Abend das Bielefelder „Forum“ füllten und somit annähernd ausverkauft hatten. Für die Bandmitglieder bedeutete dieses das größte eigene Konzert, was nicht im Rahmen eines Festivals stattfand. Insgesamt kann man ein rundum positives Fazit des Tages ziehen, sowohl für die Band – als auch für mich. Ich könnte mich bei dem austoben, was ich am liebsten mache, während die „Von Weiden“ einen grandiosen Plattentaufe-Abend feiern durften. Als Support waren die „Dieselknechte“ aus Dortmund engagiert. Um Euch durch diesen tollen Abend zu führen, habe ich eine ausführliche Galerie und ein kleines Video erstellt:

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.ERFAHRUNGSBERICHT: FOTOBUCH SAAL DIGITAL

// Wie sicherlich schon einige mitbekommen haben dürften, verschenkt Die Firma Saal Digital derzeit Gutscheine für Fotobücher an Blogger, Fotografen, Models und co., die sich bereit erklären, dafür einen kleinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen. Da ich sowieso noch ein Fotobuch von meinem „Herbstroadtrip“ erstellen wollte, kam mir dieses Angebot gerade recht. Ich nahm also Kontakt zu der Firma auf und bekam am gleichen Tag noch einen Gutscheinüber 40 Euro, den ich für ein Fotobuch einlösen konnte.

Nachdem ich mich etwas auf der Internetseite des Anbieters umgesehen hatte, durfte ich erfreut feststellen, dass es die Möglichkeit gibt, seine Daten auch als fertiggestelltes PDF-File hochzuladen. So muss ich nichts an meinem Workflow verändern und kann auch hier mein lieb gewonnenes Adobe InDesign für die Erstellung des Fotobuches verwenden. Nichtsdestotrotz habe ich mir die eigene Software von Saal Digital heruntergeladen und kurz angeschaut. Ohne diese im Detail beurteilen zu wollen und zu können, war der kurze Eindruck den ich gewonnen habe durchaus positiv. So scheint es relativ einfach zu sein, damit sein Fotobuch auch ohne professionelle Design-Software anspruchsvoll zu gestalten.

Ich hatte mit meinem vordefiniertem Layout in InDesign aber ebenfalls keine Probleme. Schnell waren die genau angegebenen Seitenabmessungen angelegt und das Grundlayout mit den passenden Fotos gefüllt. Dabei entschied ich mich dazu, meine Aufnahmen ausschließlich großflächig abzudrucken und ihnen somit viel Platz einzuräumen. Damit kommen diese natürlich besser raus und zudem ist es besser möglich die Qualität des Druckes zu beurteilen.

Alles in allem sind es 32 Seiten im Format Din A4 quer geworden, die mein Buch beeinhaltet. Das ist sicherlich nicht so besonders viel, bedeutete aber dennoch, dass zu den „geschenkten“ 40 Euro noch eine Zuzahlung von 20 Euro + 5,90 Euro Porto nötig wurden. Als „Extra“ habe ich dabei lediglich auf den Barcode des Anbieters verzichtet (was 5 Euro Aufpreis) bedeutete.  Ansonsten habe ich ein Standard Hardocver-Buch mit mattem Umschlag und mattem Papier gewählt. Die Möglichkeiten, die man zur Veredelung seines Fotobuches zudem noch hat, sind vielfältig. So gibt es bei Bedarf wattierte Umschläge, Cover in Lederoptik, eine schicke Geschenkbox für das Buch und vieles mehr. Das alles ist natürlich recht kostspielig, aber für den richtigen Anlass (z.B. für eine Hochzeit) durchaus in Ordnung.

Dienstag bestellt – Donnerstag geliefert! Schneller geht es wirklich nicht. So wurde das Buch doch am ersten Arbeitstag nach meiner Bestellung angefertigt und versandt. Zudem war es hervorragend und sicher verpackt. Top!

Mit der Qualität des Buches und der Wiedergabe meiner Fotos bin ich sehr zufrieden. Die Farben und Details der Aufnahmen kommen sehr gut heraus und werden originalgetrau wiedergegeben. Die Haptik des Covers und der Seiten ist wunderbar und vor allem auch schön fest. So wirkt selbst ein Buch mit „nur“ 32 Seiten doch recht dick und liegt hochwertig in der Hand.

Der einzige Kritikpunkt sind für mich die fehlenden Vorsatzseiten. So beginnt der Inhalt direkt mit dem Aufschlagen des Buches. Hier hätte ich mir doch eine weiße Vorsatzseite (natürlich nicht zwansgläufig auf Fotopapier) gewünscht.

So ist der Preis für ein Fotobuch unter dem Strich schon nicht unbedingt günstig, wenn ich diesen mit Büchern im normalen Buchdruck (Digitaldruck auf Bilderdruckpapier) vergleiche. Natürlich sind Haptik und Qualität hier unterschiedlich, aber das ist irgendwo ja auch immer eine Geschmacksfrage bzw. auch eine Frage nach dem jeweiligen Nutzen.

Für mich persönlich würde ich vermutlich auch in Zukunft eher auf die normale Buchdruckvariante zurückgreifen. Für meine Kunden und vor allem für meine Hochzeitspaare ist das Angebot von Saal Digital aber sicherlich sehr interessant. Daher werde ich diesen Anbieter auf jeden Fall bei zukünftigen Angeboten miteinbeziehen.

Hier nun noch ein kleines Video und einige Fotos vom fertigen Buch:

 

 

 

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.TSCHÜSS 2016 – HALLO 2017!

// 2016 geht heute zu Ende. Aufgrund der vielen schlechten Nachrichten aus Politik und Weltgeschehen ist das sicherlich keine schlechte Nachricht. Natürlich sind Jahreszahlen immer nur Schall und Rauch, aber auch Symbole. Symbole für Zeiträume in denen etwas passiert. Was und wieviel das in unserem jeweiligen Leben ist, ist natürlich immer abhängig von uns selbst. Wir alle haben in diesem Jahr vorwiegend Horrormeldungen von Terroranschlägen, bedenklichen politischen Entwicklungen und gestorbenen Künstlern (oder sogar Idolen) im Kopf, die uns in den vergangenen 366 Tagen (ja, es war ein Schaltjahr!) begleitet haben. Nichtsdestotrotz wird jeder auch eigene persönliche Erlebenisse mit diesem Symbol 2016 verbinden. Und hier plädiere ich auch ein Stück weit für mehr Egoismus! So bitter es klingt, aber Kriege, Terror, Extremisten und Tod gab es eben schon immer auf der Welt. Es ist auch richtig und wichtig, dass wir diese Nachrichten aufnehmen, verarbeiten und ein Stück weit an uns heran lassen, aber wir dürfen uns dadurch eben auch nicht lenken und verunsichern lassen, zumal wir alle nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten zur Verfügung haben! Also denkt auch zurück an Eure privaten Erlebnisse und Ereignisse und freut Euch über schöne Momente, Urlaube, Reisen, gute Zeiten mit Partnern, Freunden und der Familie und seid auch stolz auf das was Ihr selbst für Euch erreicht habt.

Mein Jahr 2016  war privat sicherlich mit ähnlichen Höhen und Tiefen versehen wie so ziemlich jedes andere Jahr auch. Wunderschöne Erlebnisse stehen enttäuschenden und frustrierenden Ereignissen gegenüber, welche leider oftmals im Rückblick die Überhand gewinnen. Hier geht es mir ganz bestimmt ähnlich wie den meisten. Das liegt sicher weniger an den Genen der eigenen Wurzeln (Ostwestfale, Deutscher..), als vielmehr an dem täglich auf uns projezierten Hochglanzbild des eigenen Seins. Aufgrund von Werbung, Lifestyle-Tipps und nicht zuletzt auch Nachrichten von Freunden und Bekannten im „Social Media-Universum“, befinden sich die meisten Menschen inzwischen in einem permanenten Selbstoptimierungsprozess und einem dauerhaften Wettbewerb mit sich selbst und den anderen „Mitstreitern“. Dass es dabei oftmals nur um die eigene hochglanz-Darstellung geht und vieles oberflächlich bleibt liegt genauso auf der Hand wie immer schnellere Entwicklungen, die uns selbst überholen oder Gegentrends die zu „unperfektsein“ aufrufen. Am Ende müssen wir alle uns mit der jeweiligen Epoche arrangieren in der wir unsere Lebenszeit verbringen dürfen. Und ich denke, dass es uns (Mitteleuropäer) deutlich schlechter hätte treffen können, zumal viele Entwicklungen – auch wenn sie noch so schnell und ungewohnt sind – auch immer wieder positive Energie mit sich bringen, die neue kreative Projekte fördern. Und damit hätten wir dann auch den Bogen zu Arternative Design geschlagen.

In den vergangenen 12 Monaten habe ich mit Arternative Design die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt und sogar einen neuen Umsatzrekord erzielt. Viel wichtiger ist aber, dass ich durch Arternative Design und meine Projekte OWL Hochzeit und OWL Fotoworkshop wieder viele tolle Menschen kennengelernt und viele interessante Projekte und Events umgesetzt habe, die ein wichtiger Teil meiner positiven Erinnerungen an dieses Jahr bleiben werden. Ich durfte spannende Kundenprojekte im Bereich Design & Fotografie umsetzen, habe viele nette Brautpaare kennengelernt, durfte ein kleiner Teil ihres großen Tages sein und hatte viel Spaß mit den Teilnehmern meiner Fotoworkshops. Ganz nebenbei hatte ich genügend Zeit, eigene Projekte umzusetzen, mich selbst in verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln und lange geplante Dinge umzusetzen. Dass dadurch wunderbare Erlebnisse wie viele tolle Konzerte (von denen ich oftmals  für den Terrorverlag berichtete) oder Reisen wie mein Herbstroadtrip als Highlights im Gedächtnis bleiben ist etwas Besonderes, was sicherlich auch nicht als selbstverständlich angesehen werden kann.

Insofern war das Jahr 2016  doch gar nicht so schlecht wie alle immer meinen, oder?

 
Zum Jahresabschluss hier ein kleiner Rückblick in Bildern. Rutscht gut rein ins neue Jahr 2017!

Weser bei Porta Westfalica im Schnee

Winter in Porta Westfalica

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Frohe Ostern 2016

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Engelsbucht von Nizza im Sonnenuntergang

Sonniger Ausblick vom höchsten Punkt in Èze

Leuchttum von Nizza am Abend

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Visitenkarten Pro Regio

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in der Hängematte

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Punta Prima - Menorca sunset

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Halfpipe at sunset

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Oerlinghausen full moon night

Carolinen

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Burg Eltz im Herbst

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Deutsches Eck bei Nacht

what a view

Mittelrhein I

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Skyscrapers in Frankfurt

Frankfurt am Main Skyline

Waldkirch bei Nacht

Allerheiligen Wasserfälle VI

Heidelberg bei Nacht I

Schloss und Alte Brücke bei Nacht in Heidelberg

Alpsee I

Schwäne auf dem Alpsee in Schwangau I

Forggensee im Sonnenuntergang I (HDR)

Märchenschloss Neuschwanstein II

Zugspitze mit Tirolpanorama

Zugspitze von Ehrwald in Tirol

Innsbruck Altstadt

Mozartsteg und Hohensalzburg bei Nacht

foggy morning in bavaria

hallo, wer bist Du denn?

Möwen am Chiemsee I

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Museumsbrücke Nürnberg bei Nacht

Altes Rathaus Bamberg bei Nacht 3

Altes Rathaus Bamberg bei Nacht 1

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kaleidoskop drogs

Frohe Weihnachten 2016

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.FROHE WEIHNACHTEN 2016

Liebe Kunden, Workshopteilnehmer, Hochzeitspaare, Models, Visagistinnen, Gutscheinkäufer, Partner, Veranstalter und (Geschäfts-)Kontakte !

Auch in diesem (aus weltpolitischer Sicht) schwierigen Jahr 2016 sollten wir uns die Freude auf ein besinnliches Weihnachtsfest und einen geruhsamen Jahresausklang nicht nehmen lassen.

Ich möchte somit gern die Gelegenheit nutzen, mich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten zu bedanken und Euch/Ihnen nur das Beste für das bevorstehende Jahr 2017 zu wünschen, welches dann (auch abseits vom Geschäft) sicherlich viele erfreuliche Nachrichten und Entwicklungen mit sich bringt.

Mein Projekt für das kommende Jahr ist das Thema „360 Grad- Virtual Reality-Videos“. Diese innovative Technologie wird uns allen sicherlich viel Freude bereiten, weshalb ich natürlich auch dabei bin und diese Dienstleistung mit in mein Portfolio aufnehmen werde. Wer mehr darüber erfahren will, ist gerne jederzeit gerne eingeladen mich zu kontaktieren oder in meinem Studio zu besuchen.

Nun ist aber erst einmal Zeit, das Jahr genüsslich ausklingen zu lassen, Verwandte und Freunde zu treffen und gemeinsam das Weihnachtsfest und den bevorstehenden Jahreswechsel zu feiern. Dafür wünsche ich Euch/Ihnen ganz viel Spaß, möglichst wenig Stress und nur das Beste auf den Weg in ein neues Jahr in welchem ich Euch/Sie alle gerne wiedersehen würde!

Viele Grüße und alles Gute, Sascha Uding

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.360 GRAD VIRTUAL REALITY VIDEOS MIT DER NIKON KEYMISSION 360

// Noch vor Weihnachten habe ich mich selbst mit neuem „Spielzeug“ beschenkt! Jetzt heißt es „I’m on a Mission!“ Mit der Keymission 360 hat Nikon die erste vollsphärische 360°-Kamera auf den Markt gebracht, welche perfekt ist für Virtual Reality-Videos und Vieles Mehr! Ich bin mir sicher, dass diese kleine Action-Cam eine kleine Revolution darstellt und nicht nur mir im kommenden Jahr sehr viel Freude machen wird.

Ich freue mich sehr auf die ersten VR-Aufträge und biete Euch an mit dieser Technik von Anfang an dabei zu sein.

Weiteres zur Technik und zur Cam erfahrt Ihr in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten hier und in den sozialen Netzwerken. Bis dahin erst einmal viel Spaß mit einem kleinen „unboxing“-Video:

.DEUTSCHLANDREISE 2017 – FOTO WANDKALENDER

// Deutschland ist wunderschön und vielfältig. Quer über das Land verteilt finden sich unzählige Landschafts-, Natur- und Architektur-Motive die zum Fotografieren einladen. Ich habe in den vergangenen Jahren viele dieser Orte mit der Kamera besucht um diese festzuhalten. Auf 12 Kalenderblättern im extragroßen Format 500x350mm finden sich Motive aus allen Teilen des Landes:

Dabei sind neben bekannten Klassikern, wie München, Schloss Neuschwanstein, die Kreidefelsen auf Rügen, die Frankfurter Skyline, auch eine Winteraufnahme aus Porta Westfalica (NRW), stimmunsgvolle Bilder vom Mittelrhein, Koblenz, Burg Eltz, Cuxhaven, Bamberg, Heidelberg und Schwangau.

Der querformatige Wandkalender ist hochwertig auf seidenmattem 200g/m² Papier gedruckt und mit einem transparentem Deckblatt und euner Aufhängevorrichtung versehen.

Alle Motive findet Ihr hier zum Durchklicken.

Der Kalender kann hier bestellt werden!

.PHOTOKINA 2016

// Nach der Photokina 2014 war ich eigentlich ziemlich resigniert. Hat mir die Messe vor zwei Jahren doch nicht wirklich gefallen. Warum? Ich habe damals nichts Neues gesehen oder erlebt, was ich nicht vorher auch schon kannte. Die Messestände der großen Hersteller waren annähernd identisch zum Jahr 2012 und obendrein gingen mir die vielen speichelnden „Rudelshootings“ gehörig auf die Nerven, die sich immer dann bildeten, sofern irgendwo ein halbnacktes Mädel als Model auftauchte. Daher wollte ich dieses Jahr eigentlich auch gar nicht wieder hinfahren. Plötzlich flatterten dann aber ein paar gratis Gutscheine ins Haus und Zeit sowie Mitfahrer waren auch schnell gefunden. Also ging es am zweiten Messetag (Mittwoch) auf den recht überschaubaren Weg ins knapp 200km entfernte Köln.

Um es vorweg zu nehmen: Ich freue mich, dass ich dann doch hingefahren bin! Positiv überrascht war ich einerseits von den vielen, tollen neuen Messeständen der großen Hersteller und andererseits auch von den Produkten. So gab es dieses Mal doch einiges zu entdecken: Wie in den Medien ja schon ausschweifend berichtet, war auf der diesjährigen Photokina das Thema Nr. 1: „360 Grad Videos“ und deren dazugehörige Kameras. Nikon setzte sein Modell gekonnt in Szene, so dass man es mithilfe einer VR-Brille direkt erleben konnte. Ich muss zugeben, dass ich seit dieser Erfahrung geil auf diese Technik bin und schon große Lust darauf hätte, selbst damit herumzuexperimentieren. Allerdings hat mich die Qualität aber auch nicht überzeugen können. Zumindest die Qualität. die ich durch die VR-Brille gesehen habe, lässt (noch) arg zu wünschen übrig. Mir ist dabei im Moment nicht ganz klar, ob es hier an der Brille oder an der Kamera liegt. Generell ist aber klar, dass die 360°-Kameras jetzt erst auf dem Qualitätsstandard der Smartphones von vor fünf Jahren sind. Insofern steht die Technik also noch ziemlich am Anfang und es ist wohl etwas Geduld gefragt, bevor man dafür viel Geld ausgibt.

Der wichtigste Besuch des Tages sollte allerdings der des Sigma-Standes sein: Zur diesjährigen Photokina ist nun dann doch tatsächlich das 85mm ART von diesem Hersteller vorgestellt worden. Die Präsentation vor Ort war allerdings recht ernüchternd. Abgesehen davon, dass das Standpersonal recht unfreundlich war, durfte ich die Linse nicht an meinem eigenen Body testen und konnte mir daher leider auch keine Testbilder mit nach Hause nehmen. Ich schätze, dass das Objektiv einfach nicht für fremde Bodies ausgelegt war und man daher auch vermeiden wollte, zu viele schlechte Testbilder herauszugeben. Das, was ich auf dem ersten Blick auf dieser Demo-Linse gesehen habe, war allerdings sehr vielversprechend. Im November soll es mit einer UVP von 1.299,- Euro in den Handel kommen. Anfang des kommenden Jahres dürfte der Straßenpreis dann erträglich genug sein, um zuzuschlagen! Ich freue mich schon drauf!

Ebenfalls freue ich mich aber auch auf mein neues Spielzeug: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR
Dieses Zoom-Schätzchen konnte ich auf der Photokina dann einmal kurz in Augenschein nehmen und war ob der Qualität und Schärfe bei den miesen Bedingungen absolut beeindruckt. Mein Bauchgefühl zu diesem Objektiv wurde also bestätigt. So habe ich mich dann nun final gegen die Pendants von Sigma und Tamron entschieden und nun gestern das „Original“ bestellt. Dazu werdet Ihr an dieser Stelle ganz bestimmt demnächst mehr lesen. Jetzt beende ich diesen Bericht mit ein paar optischen Eindrücken von der Messe:

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.LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE AM BIELEFELDER OBERSEE

// Da ich in letzter Zeit viel zu selten in der Natur unterwegs war um Fotos zu machen, musste ich diese (endlich mal sommerliche) Woche einfach nutzen, um mal wieder relaxed mit der Kamera einen nahen und bekannten Ort aufzusuchen. Pünktlich bevor die Sonne unterging erreichte ich an diesem Mittwoch also das Viadukt am Bielefelder Obersee und konnte dort nicht nur ein Storchenpaar beobachten (leider fehlte das Tele..) sondern auch einen herrlichen Sonnenuntergang, der diesem wunderschönen Sommertag ein würdiges Ende bereitete. Unterwegs war ich lediglich mit meiner Nikon D810 und dem Tamron 15-30 Weitwinkelobjektiv.

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.STRATMANN – COSTUMIZED CUTLERY TRAYS

// Für die Hüllhorster Firma Stratmann – Besteckeinsätze aus Holz habe ich pünktlich zur Messe in Schweden ein Stop-Motion-Video erstellt. In dem 1,5 minütigen Video stecken einige Fotos, viel Herzblut und einige Stunden Arbeit.

Mehr zu der Firma Stratmann Design findet Ihr hier:
http://www.stratmann-design.de

Musik:
Amazing Plan – Silent Film Dark von Kevin MacLeod ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/…) lizenziert.
Quelle: http://incompetech.com/music/royalty-
Interpret: http://incompetech.com/

 

.111 JAHRE ARMINIA OPEN AIR FESTIVAL

// 111 Jahre ist unsere heilige Arminia in diesem Jahr geworden. Grund genug, den neuen Almrasen mal ordentlich zu quälen und ein Open Air Festival im Stadion zu veranstalten. Als Termin war schnell der 4.6. gefunden. Warum ausgerechnet der 4.6. fragten sich viele. Besonders diejenigen, die an diesem Tag den berühmten Bielefelder „Carnival der Kulturen“ ausrichten oder (ganz einfach nur) feiern wollten. Nun, informierte Fussball-Nerds kannten die Antwort selbstverständlich. Schließlich sollte der 4.6.2016 der einzige fussballfreie Samstag vor der Sommerpause sein.  Die beiden Wochenenden davor waren mit den Finalspielen um den DFB-Pokal und die Champions League Trophäe bereits hochkarätig besetzt und am 11. Juni rollt dann schon wieder der Ball bei der Fußball Europameisterschaft in Frankreich. So war es zwar ein bisschen ärgerlich, dass diese beiden Veranstaltungen am selben Datum stattfinden sollten, aber nun einmal nicht zu ändern. In Bielefeld brodelte es zeitweise ein wenig aufgrund dieser Thematik, alle Außenstehenden dürften davon natürlich nichts mitbekommen haben.

Ein Glücksgriff sollte allerdings die Wahl des Veranstalters sein. Die erfahrene Kombo der Vibra Agency, welche in den vergangenen 10 Jahren das tolle Sernegeti Festival organisiert hat, stellte sich der Arminia zur Seite und zauberte ein tolles und vieilfältiges Programm aus dem Hut. Mit „The Boss Hoss“, „Die Fantastischen Vier“, „Wirtz“, „Jamie-Lee“, „Shantallica“ und „Randale“ deckte man wohl die meisten Geschmäcker ab und kombinierte erfahrene Rampensäue mit aktuell angesagten Künstlern und lokalen Acts. Zugegebenermaßen war die Auswahl der großen Acts (wahrscheinlich bewusst) sehr mainstream-lastig und die Eintrittspreise mit 59 bis 69 Euro schon auf einem sehr hohen Niveau. Ich will mir nicht anmaßen dieses zu kritisieren, zumal ich nicht tief genug in der Materie stecke, um einen Überblick über Kosten und Aufwand zu haben, aber es war natürlich klar, dass das jüngere Publikum damit eher nicht angelockt werden würde. Viele (auch ich) hätten sich den Lokalpatrioten „Casper“ als Hauptact gewünscht, welcher allerdings wohl leider nicht verfügbar war.

Unter dem Strich gehören „Die Fantastischen Vier“ aber ganz sicher zu den wichtigsten, erfolgreichsten und größten Bands, die unser Land zu bieten hat und gepaart mit den anderen Acts sollten diese schon den ein oder anderen auf die Alm locken. Rund 12.000 Besucher sollen es schließlich gewesen sein, die am vergangenen Samstag den Weg in den Bielefelder Westen fanden und bei bestem Open Air Wetter einen tollen Tag erleben durften. Unter Ihnen Fans der Fantas, „Wirtz“-Supporter, „The Boss Hoss“-Anhänger, jüngere Bewunderer von ESC-Teilnehmerin „Jamie-Lee“, Freunde und Verwandte von „Shantallica“ und viele Arminen, Gönner, Sponsoren und Freunde des Sportclubs der Ostwestfalen, welche wohl sowieso bei so ziemlich jedem Programm gekommen wären.

Ich selbst verpasste aufgrund eines vorher stattfindenden Fotowalks leider die Kinderrockband „Randale“ und kam erst mitten im Set von „The Boss Hoss“ im Stadion an, welche hier bereits zu früher Stunde – um 17.15 Uhr – auf der Bühne standen. Warum so früh? Ganz einfach: Die Berliner hatten noch einen zweiten Termin an diesem Tag: Es sollte noch weitergehen zu Rock am Ring, wo sie schließlich um 2 Uhr in der Nacht den Schlusspunkt dieses – in diesem Jahr gänzlich missglückten – Festivals setzten. So blieben mir nur ein paar Fotos mit dem Teleobjektiv:

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Letztendlich habe ich nicht viel von „The Boss Hoss“ mitbekommen und muss auch zugeben, dass diese nicht zwangsläufig meinen Geschmack treffen, aber das was ich gesehen habe, sah nach einer astreinen Show aus, die keine Wünsche offen lässt. Insofern war es vielleicht etwas schade, dass die bereits so früh auf dem Timetable standen. Andererseits aber auch nicht ganz ungeschickt vom Veranstalter, der so natürlich schon sehr früh die Massen auf die Alm bewegen konnte. Anschließend musste ich erst einmal aus der prallen Sonne in den Schatten flüchten, um dann den lokalen „Shantallica“-Chor vom Graben aus zu fotografieren und zu begutachten. Wahrlich ein tolles Projekt, was die befreundeten Mitglieder hier aus dem Boden gestampft haben. Das Arminia-Lied hat bereits den ein oder anderen Ohrwurm bei mir erzeugt. Auch sonst wissen die Jungs mit ihrer Selbstironie und passenden Showeinlagen absolut zu unterhalten. Dass das Ganze Projekt auch noch viele soziale Projekte fördert macht es nur noch besser. Chapeau und Weiter so! Übrigens: Ich würde mir persönlich sehr wünschen, dass der Arminia Song „für uns gibt es nur einen Club“ dieses fürchterliche phrasenüberschüttete „wir sind die besten Fans der Welt“ Plastik-Gedudel als Hymne ersetzt…

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An die 15-minütige Performance von „Shantallica“ war fast nahtlos der Auftritt von ESC-Teilnehmerin „Jamie-Lee“ verknüpft. Das junge Mädel, welches uns erst kürzlich in Stockholm vertreten hat und dabei völlig unter Wert auf dem letzten Platz landete, hatte leider nicht ihren Zauberwald samt Manga-Look dabei. Stattdessen wählte sie heute einen Schlabber-Look, der eher dem Hip-Hop zugeschrieben wird als ihrem Stil. Alles in allem war das Bühnenbild daher sehr schlicht, überzeugte aufgrund der tollen Farben und der Einfachheit mein fotografisches Auge aber dennoch:

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Daniel Wirtz sollte schließlich dafür sorgen, dass auch die Freunde der Gitarre auf ihre Kosten kamen. Der ehemalige „Sub7even“ Frontmann, welcher vor 3 Jahren noch auf dem „Serengeti Festival“ Nachmittags im Zelt spielte, ist inzwischen ein bekannter Fernsehstar. So dürften ihn wohl die meisten inzwischen aus der Show „“Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ mit Xavier Naidoo kennen.

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Bevor es dunkel begrüßten die Besucher dann den Headliner: Die Fantastischen Vier. Die Stuttgarter stürmten nach einer halbstündigen Umbaupause mit einem fulminanten Bühnenbild auf die riesige Bühne und begrüßten das Bielefelder Publikum mit einem Intro und dem Song „Danke“. Wir Fotografen mussten zunächst draußen bleiben und durften nicht wie üblich zu den ersten drei Songs in den Graben. Seitens des Ordnungsdienstes hieß es stattdessen „nach dem 5. Song“. In der Realität wurden wir dann plötzlich bereits nach dem dritten (?) Song hineingerufen. Etwas unvorbereitet mussten also die durchaus anspruchsvoll zu fotografierenden Hip-Hopper auf den Sensor gebannt werden. Anspruchsvoll darum, weil sich die drei Frontleute Smudo, Michi Beck und Thomas D pausenlos bewegten und über die Bühne flitzten. Die drei zusammen zu fotografieren, war daher nicht so easy. Mal abgesehen davon, dass And.Ypsilon sich sowieso als DJ ausschließlich im Hintergrund aufhielt. Dennoch war es nicht nur für die Besucher sondern vor allem auch für uns Fotografen toll, wie sich die Fantas über die Bühne bewegten, performten, posten und ständig neue Motive boten. Es durfte folglich aus allen Rohren „geschossen“ werden.

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Nach gut 1,5-stündiger Show und den üblichen Zugaben verließen die Fantas die Bühne nicht ohne sich noch einmal aus fussballerischer Sicht ein bisschen unbeliebt zu machen und über den „Deal“ mit dem Arminia-Präsidenten zu berichten, dass der VfB in der nächsten Saison hier in Bielefeld gewinnen dürfte… alles klar … unsere „Blauen“ werden das hoffentlich zu verhinden wissen. Zum Abschluss gab es noch ein Feuerwerk und Konfetti-Kanonen in Form von übermenschlichem Lametta zu der bereits weiter oben erwähnten Arminia-Plastik-Hymne.

Eine runde Sache!

Hier geht es zur Galerie mit allen Bildern vom Festival: Klick!

 

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.MIT DEM GORILLAPOD AN DER CÔTE D´AZUR

// Kurz bevor es Anfang April auf einen relativ spontanen Urlaubstrip an die französische Côte d’Azur ging, überlegte ich mir, dass ich eigentlich keinen Bock darauf hätte, mein großes Manfrotto-Stativ in den Koffer zu stopfen und dann an den wenigen Tagen, die wir vor Ort sein würden, damit herumzulaufen. Aber ohne Stativ nun mal keine vernünftigen Nachtfotos und so entschied ich mich (ebenfalls relativ spontan) dafür mir ein sogenanntes „Gorillapod“ anzuschaffen der Marke „Joby“ anzuschaffen. Nach wenigen Minuten Internetrecherche wurde schnell klar, dass das Modell „Gorillapod Focus“ das richtige für mich, meine Nikon D810 und meine schweren Objektive sein würde. Ich entschied mich für ein Ebay-Angebot der Firma „Technikdirekt“ aus Würzburg. Nicht zwingend des Geldes wegen. Mehr aufgrund der Tatsache, dass die Firma der einzige Anbieter war, den ich fand, der das gute Stück innerhalb einer Woche liefern konnte. Es wechselten knapp 80 Euro den Besitzer. Ich entschied mich gegen den Kauf eines zusätzlichen Kugelkopfes. Schließlich habe ich einen passenden, den ich voraussichtlich eher nicht zeitgleich mit meinem Manfrotto-Carbon-Stativ benötigen werde.. Pünktlich, zwei Tage vor dem Abflug traf das Paket bei mir ein. Ich wunderte mich anfangs doch ziemlich über die kompakten Ausmaße und das „Fliegengewicht“ (640g). Aufgrund des kompakten Packmaßes entschied ich mich für die bevorstehende Reise gegen die Verwendung meines Kugelkopfes. So packte ich lediglich den Gorillapod mit in den Rucksack, welches so kaum Platz und Gewicht weg nahm.

Kaum gelandet, dauerte es nicht lange, bis der kleine Stativersatz seinen ersten Einsatzzweck fand:

Promenade des Anglais am Abend

Es sei erwähnt, dass dieses Foto nicht ganz einfach zu schießen war. Wie Ihr seht, ist unten links im Bild noch die Balkon-Brüstung zu sehen, welche leider nicht perfekt für den Gorillapod Focus war. So musste mit Hilfe eines Tisches und etwas Feingefühl (…was ich ja eigentlich nur selten habe…) ein bisschen experimentiert werden. Dieses sollte im Zusammenhang mit ein wenig Geduld kein Problem darstellen. Zum verhängnis wurde mir allerdings bereits jetzt die Tatsache, keinen Kugeldkopf auf das gute Stück geschraubt zu haben. Wenn das Gorillapod einmal steht, dann steht es auch recht fest und ist nur schwierig wieder neu zu justieren, wenn der erwähnte Kopf fehlt.

Am letzten Abend unseres Aufenthaltes, entschied ich mich dann dazu, dass schöne Wetter zu nutzen und den Sonnenuntergang samt anschließnender blauer Stunde einzufangen. Hier stellte sich der kleine Helfer dann wahrlich als geeigneter Stativersatz heraus:

Nice

Die Engelsbucht im Abendlicht

Engelsbucht von Nizza nach Sonnenuntergang

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Colline du Château

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Hafen von Nizza

Leuchttum von Nizza am Abend

Der kleine „Freund & Helfer“ machte als „Dreibein-Ersatz“ (z.B. auf einer Mauer) eine sehr gute Figur und hielt sowohl an unterschiedlichen Geländern bombenfest, so dass Belichtungszeiten von 30 Sekunden überhaupt kein Problem war. Dabei sei erwähnt, dass meine Nikon D810 dabei mit einem Batteriegriff und dem opulenten TamronSP 15-30mm F/2.8 Di VC USD ausgesgattet war. Hilfreich sind hier ürbigens Geländer mit eckigen Streben, da sich das Gorillapod da wunderbar dran „einhaken“ lässt.

Ich kann daher nur zu dem Fazit kommen, dass das erworbene Modell „Gorillapod Focus“ meine persönlichen Ansprüche und Erwartungen voll erfüllt. Auch wenn der Preis zunächst einmal nicht günstig wirkt, releativiert sich dieser wenn man ihn mit den Anschaffungskosten für anständige Stative vergleicht. Zum Abschluss sei erwähnt, dass dieser kleine Helfer zwar auch ohne weiteres Zubehör (wie einen kugelkopf) funktioniert, meine Erfahrungen mir aber gezeigt haben, dass es sinnvoller ist, nächstes Mal lieber einen drauf zu schrauben.

.EM 2016 SPIELPLAN ZUM AUSFÜLLEN

EM-Spielplan 2016 zum Eintragen!

Die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich wirft bereits ihre Schatten voraus: Kommerziell übersättigt die Mega-Veranstaltung einen wie immer bereits Wochen vorher. Bunte Fußbälle, Sammelalben, T-Shirts, Caps, Würstchen und nicht zuletzt zig bunte und werbeüberzogene Spielpläne und Planer-Apps mit denen man zugeschmissen wird. Ich bevorzuge seit jeher eher die schlichtere Variante, brauche aber unbedingt meinen gedruckten Spieplan/Planer in dem ich die Ergebnisse eintragen und nachlesen kann, wann wer als nächstes gegen wen spielt. Um nicht auf eines dieser bunten Werbeblättchen zurückgreifen zu müssen, lag es also nah, selbst ein solches Heft zu gestalten und drucken zu lassen. Hier geht es um das Wesentliche: Termine, Mannschaften, Spielorte und Tabellen – verpackt in einem puristisch-eleganten Design.
 
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.KONZERTFOTOGRAFIE – EIN INTERVIEW

// Wie vermutlich viele bemerkt haben, habe ich mich in letzter Zeit verstärkt der Konzertfotografie gewidmet. Angetrieben durch meiner Liebe für Musik und häufigen Konzertbesuchen, hat es sich vor ein paar Jahren ergeben, dass sich die beiden Leidenschaften sinnvoll miteinander verbinden ließen. Mittlerweile bin ich aktives Redaktionsmitglied beim Terrorverlag und hatte darüber hinaus in den letzten Jahren bereits einige Veröffentlichungen in unterschiedlichen Fotozeitschriften zum Thema Konzertfotografie. Die Januar-Ausgabe des Camera Magazin widmete sich dem Thema Musikfotografie. Ich durfte dem Magazin kurz vor dem Jahreswechsel ein Interview geben, welches lediglich in kleinen Auszügen abgedruckt wurde. Damit dieses nicht untergeht, habe ich das komplette Interview von damals mal für Euch herausgekramt und für diesen Blog aufbereitet. Viel Spaß beim Lesen!

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Kannst du kurz etwas über dich erzählen (wo kommst du her, wie alt bist du, lebst du von der Fotografie)?
Ich bin 33 Jahre jung, lebe in Bielefeld und habe ein kleines Studio in Herford. Fotografie ist eine meine Leidenschaften, welche ich nebenberuflich unter professionellen Bedingungen und für mich persönlich als Hobby nachgehe. Hauptberuflich habe ich durch meine Marketingtätigkeit ebenfalls ständig damit zu tun. Ich lebe also nicht von der Fotografie, aber immer mit ihr 🙂

Wie waren deine Anfänge in der Fotografie allgemein bzw. in der Musikfotografie?
Angefangen zu fotografieren bin ich schon als kleines Kind. Auch schon damals hatten meine Großeltern mich mit zu Konzerten genommen wo ich Fotos der Musiker gemacht habe um anschließend den Film entwickeln zu lassen. Schließlich habe ich neben der Schule für eine Lokalzeitung gearbeitet und ebenfalls fotografiert, bevor ich nach einigen Jahren Pause von der Fotografie dann 2008 mit dem Erwerb meiner ersten DSRL endgültig gepackt wurde. Wirklich intensiv beschäftige ich mich mit der Musikfotografie erst seit 2013. Mein erstes Konzert auf dem ich „offiziell“ fotografieren durfte war ein Album-Release des Bielefelder Künstlers „Ron Diva„, den ich einfach vorher um Erlaubnis bat. Dieses Konzert und der Kontakt zu ihm haben mir dann viele Türen geöffnet.

Woher kam dein Wunsch, dich in der Musikfotografie zu probieren?
Da ich mich persönlich sehr für Musik verschiedener Genres interessiere und schon immer regelmäßig Konzerte besuche, kam irgendwann der Wunsch in mir auf, selbst auf Konzerten zu fotografieren.

Was fasziniert dich so an der Musikfotografie?
Ich liebe Musik und ich liebe Fotografieren – so einfach ist das im Prinzip. Es macht mir immer wieder großen Spaß, die live-Auftritte der Künstler so zu dokumentieren wie sie wirklich stattfinden und die Stimmung die vor Ort herrschte hinterher auf den Bilder wiederzufinden.

Mit welchem Ansatz gehst du ans Thema Musikfotografie heran?
Ungestellt das dokumentieren was wirklich auf der Bühne und im Publikum passiert und dabei Emotionen und besondere Momente festzuhalten – das ist mein Ziel.

Was macht ein gutes Musikfoto aus?
Die besten Fotos erzählen auch immer eine kleine Geschichte. Bei Künstler- oder Bandportraits sollten die Aufnahmen natürlich für die individuelle Musik stehen. Der Betrachter muss die Musik der Künstler wiederfinden. Gleiches gilt im Prinzip auch für Konzertaufnahmen. Eine gute Aufnahme muss leben und den Sound und die Stimmung auf den Betrachter projezieren.

Hast du im Bereich der Musikfotografie bestimmte Vorbilder? (Wenn ja, was fasziniert dich an ihrer Arbeit)
Eigentlich nicht, da ich niemandem nacheifern möchte. Aber ich mag die Arbeit von Jim Rakete, Paul Ripke und Chritsian Thiele, da sie mich inspiriert haben.

Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Das fällt mir immer ein bisschen schwer, weil ich mich auch nicht einschränken möchte und jede Aufnahme sich natürlich inhaltlich unterscheidet. Optisch haben meine Bilder aber sicher etwas auffälliges, da ich viel Wert auf starke Kontraste, Schärfe und Klarheit in den Bildern lege.

Kannst du dich an ein oder zwei herausragende Momente auf einem Konzert erinnern, die du fotografisch festgehalten hast?
Es fällt mir bei so vielen Künstlern und Erlebnissen natürlich schwer, etwas hervorzuheben. Aber ich erinnere mich immer wieder gerne an das „Serengeti Festival“ 2013, was sogleich das erste Festival dieser Größenordnung war, was ich fotografieren durfte. Die Stimmung war genauso klasse wie das Wetter und mit den „Broilers“ und „Seeed“ habe ich zwei meiner persönlichen Lieblingsbands vor der Linse gehabt – das sieht man den Bildern auch an.

Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor?
Bei einer Konzertreportage fällt die Vorbereitung meistens sehr kurz aus. Die Musik der meisten Künstler die ich fotografiere kenne ich sehr gut. Daher schaue ich mir natürlich die Setlist an, die sie zuletzt gespielt haben und behalte sie im Hinterkopf. Ansonsten werden die die Akkus geladen, die Speicherkarten formatiert und die Kameras verstaut und los geht’s! Ein Portraitshooting benötigt dagegen schon eine viel detailliertere Planung. Angefangen von der Location über das Outfit, die verwendete Technik bis hin zum Wetter..

Mit welcher Ausrüstung bist du unterwegs und warum arbeitest du mit genau diesem Equipment?
Auf Konzerten bin ich meistens mit 2 Kameras unterwegs: Nikon D800 und Nikon D810. Immer dabei habe ich mein Nikkor 70-200 VR II, weil es einfach die beste und zuverlässigste Linse ist die ich besitze und ich mir daher sicher sein kann, dass sie tolle Ergebnisse liefert. Auf der zweiten Kamera habe ich seit ein paar Monaten ausschließlich das Tamron 15-30. Dieses Brennweitenspektrum reicht mir für meine Arbeit völlig aus und ich kann mir umständliche Objektivwechsel vor Ort komplett sparen. Für Portraitshootings nutze ich natürlich auch noch weiteres Zubehör und andere Objektive wie das Sigma 35mm Art oder das Nikkor micro 105mm – je nach individuellem Bedarf.

Worauf kommt es vor Ort an?
Ich kann nur jedem empfehlen mit der nötigen Gelassenheit an die Sache heran zu gehen, bei Songs die man selbst mag auch mal leise mitzusummen und die Musik aufzusaugen – auch mit Kamera in der Hand zu fühlen und zu leben. Ansonsten sollte man den anderen Kollegen im Graben immer mit dem nötigen Respekt begegnen, sich nicht vor deren Objektive stellen und sie nicht als Konkurrenz ansehen weil man die besseren Bilder machen möchte. Das bringt niemanden weiter.

Wie sieht dein Workflow nach einem Shooting aus?
Zunächst lösche ich nach jedem Gig schon mal direkt auf der Kamera das was klar als nicht verwendbar erkennbar ist. Anschließend wird jedes Bild in Lightroom geladen und dort passend entwickelt. Mit der Zeit habe ich einige Presets erstellt auf die ich immer wieder zurückkomme. Da aber jede Location und jede Bühnenbeleuchtung unterschiedlich ausfallen, funktionieren die natürlich nicht immer 1:1 ohne manuelle Eingriffe.

Wen hattest du schon vor deiner Linse?
Westernhagen, Seeed, Biffy Clyro, Casper, Jan Delay, Broilers, Clueso, Fünf Sterne Deluxe, Wanda, Andreas Bourani, Tocotronic, Bosse, Kettcar, Marcus Wiebusch, Thees Uhlmann, Gentlemann, Katzenjammer, Trailerpark, Bad Religion, Madsen, Sepultura, Royal Republic, Lena, The Editors, Skunk Anansie, Patrice, Skindred, Mad Caddies, Annenmaykantereit, Guano Apes und noch einige mehr…

Gibt’s eine Band oder einen Künstler, den du mit deiner Kamera gerne mal auf einer Tour begleiten würdest?
Da gibt es sicherlich einige, aber wenn ich mir wen aussuchen dürfte, wären es wohl die Toten Hosen, weil ich glaube, dass das dufte Typen sind die trotz nicht zu leugnender Kommerzialisierung immer sehr bodenständig und nahbar sind.

Worin besteht für dich der größere Reiz – Live-Shoots oder Porträts von Bands und Künstlern? Warum?
Für mich hat alles in der Fotografie irgendwie seinen Reiz. Tolle Portraits mit interessanten Kulissen sind da immer etwas Besonderes, wenngleich ich zugeben muss, dass ich bislang nur eine Band organisiert portraitiert habe und mich die Bearbeitung und die fertigen Ergebnisse mehr reizen als das Shooting vor Ort. Da sind Live-Shoots auf Konzerten für mich einfach die spannenderen Erlebnisse weil es hier einfach um die Emotionen und die Musik an sich geht.

Wer zählt zu deinen Kunden?
An dieser Stelle muss ich Euch enttäuschen. Als Konzertfotograf verdient fast kaum jemand Geld und kann wirkliche „Kunden“ benennen. Ich verkaufe daher nur ganz selten mal ein Konzertfoto. In aller Regel schicken die Zeitungen, die es interessiert eigene Leute oder kaufen direkt bei den ganz großen Agenturen. Letztere interessieren sich aber fast ausschließlich für Stars von Weltformat. Ich fotografiere (und schreibe) aus Spaß an der Freude für mich und das Online-Magazin „Terrorverlag“.

Wie einfach ist es, an Fotoakkreditierungen bei (großen) Konzerten zu kommen?
Dadurch, dass ich seit Anfang des Jahres für den „Terrorverlag“ arbeite, komme ich an die meisten Akkreditierungen auch ran die mich persönlich interessieren. Ansonsten kommt es immer auf den Veranstalter an. Manchmal wundert man sich bei größeren Veranstaltungen wie offen die für solche Anfragen sind, während man von kleinen Clubs z.T. nicht einmal eine Antwort auf seine Anfrage bekommt.

Was hältst du von den mittlerweile nicht unüblichen Rechteabtretungen/Releases, die Fotografen unterzeichnen müssen, ehe sie reingelassen werden?
Überhaupt nichts! Hier wird die Pressefreiheit mit Füßen getreten und Fotografen oftmals als kostenlose Dienstleister angesehen. So etwas möchte ich nicht unterstützen. Glücklicherweise interessieren mich die ganz großen Weltstars auch nicht wirklich, weshalb es in meinem Bereich (noch) eine Ausnahme darstellt.

Spielt die Art der Musik, die vor Ort läuft, für dich eine Rolle? Kannst du also bei bestimmten Bands besser/leichter fotografieren als bei anderen?
Auf jeden Fall! Wenn ich die Musik selbst mag oder gar die Texte mitsingen kann, mache ich per se bessere Fotos. Darauf ist Verlass!

Fühlt man sich als Fotograf auf einem großen Rockkonzert auch selbst ein bisschen wie ein Rockstar?
Im Gegenteil – wenn man plötzlich so nah an den Künstlern dran ist und irgendwie auch ein bisschen Teil des Ganzen, erdet das ungemein und nimmt auch ein Teil dieser unnahbaren Illusion.

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